76:78-Auftaktniederlage gegen Rhein-Main Baskets / Young und Flasarova vorzeitig raus

Fouls werfen Hurricanes um

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Kierra Mallard (l.) kam zwar auf elf Punkte und elf Rebounds, doch die letzte Chance der Partie vergab sie. Hier behauptet sie sich gegen Francis Pieczynski.

Aus Chemnitz berichtet Matthias Freese. Mit einer großen Enttäuschung startete die Erstliga-Saison für die aufgestiegenen Basketballerinnen der Avides Hurricanes. Beim Season Opening in Chemnitz lagen sie gegen die Rhein-Main Baskets bis zur 34. Minute – teils komfortabel – vorne, ließen sich am Ende in einer insgesamt schwachen Partie jedoch noch den Schneid abkaufen und unterlagen mit 76:78 (46:37). „Wir haben uns selbst geschlagen“, haderte Power Forward Laura Rahn.

Nein, es lag nicht an der frühen Anwurfzeit gestern Vormittag. Die Hurricanes wirkten anfänglich durchaus ausgeschlafen, vor allem, nachdem Neuzugang Ashley Harris in der sechsten Minute zwei Dreier in Folge zur 13:8-Führung verwandelt hatte. Coach Christian Greve nannte vielmehr die „Abstimmungsprobleme, die wir immer noch haben“, als Hauptgrund, dafür, dass eine zwischenzeitliche 14-Punkte-Führung nach einem Dreier von Rahn nicht weiter ausgebaut wurde, sondern Rhein-Main dranblieb.

Dabei schien auch ein erster Bruch ins Spiel zu kommen, als Rahn in der 13. Minute umknickte und von Physiotherapeutin Anna-Lena Meinke zunächst am rechten Fuß behandelt werden musste. Als sie einige Minuten später wieder aufs Feld kam, erhöhte sie auch prompt aus der Distanz auf 44:33 (18.). Auch mit dem Buzzer Beater nach Steal von Janae Young war noch alles in bester Ordnung – die Hurricanes lagen zur Pause mit 46:37 vorne.

Season Opening der Avides Hurricanes

Was jedoch schon auffiel: Gegen Baskets-Centerin Svenja Greunke fand die Defense kaum ein Mittel. Immer wieder schritt die Nationalspielerin so auch zur Freiwurflinie und hatte dort eine 90-Prozent-Quote. Den Hurricanes sollte später zudem die hohe Foulbelastung das Genick brechen. In der 34. Minute musste Janae Young mit dem fünften Foul runter, in der 37. Minute folgte Katarina Flasarova. „Das waren am Ende dumme Fouls, da haben wir uns nicht clever angestellt“, stellte Greve fest. Und Rahn meinte: „Diese Fouls haben uns weh getan.“

Auch die Ganzfeldpresse funktionierte nicht immer gut. „Aber das ist mein Spiel, mit hohem Risiko“, begründete der Hurricanes-Coach, warum er nicht umstellte. Die mit nur neun Spielerinnen angetretenen Rhein-Main Baskets erkannten zunehmend die Problemzonen der Hurricanes, auch wenn sie auf den Ausländerpositionen schwächer besetzt waren. Kurios: Die eigentlich nur als Ergänzungsspielerin angepriesene Amerikanerin Alexandra Chili, sonst in der Reserve im Einsatz, war mit 17 Punkten zweitbeste Werferin hinter Greunke. Laura Rahn räumte zudem ein, „dass es konditionell vielleicht ein bisschen schwach von uns am Ende war“. Chancen, zumindest eine Verlängerung zu erreichen, waren ausreichend vorhanden gewesen. Die letzte vergab Kierra Mallard von außen kurz vor der Schlusssirene.

Avides Hurricanes - Interview mit Laura Rahn

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