75-jähriger Athlet des TuS Rotenburg bricht Welt- und Europarekorde / Tägliches Training ist Grundvoraussetzung

Günter Schöpke schwimmt allen davon

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Im Wasser fühlt sich Günter Schöpke besonders wohl.

Rotenburg - Im Element Wasser fühlt sich Günter Schöpke am wohlsten. Wenn er zu seinen Wettkämpfen antritt, kann ihm kaum einer das Wasser reichen. Kein Wunder: Immerhin zählt der 75-jährige Schwimmer des TuS Rotenburg in seiner Altersklasse zur absoluten Weltspitze.

So gewann er unter anderem bei den norddeutschen Meisterschaften der Masters in Braunschweig vergangenes Jahr die Goldmedaille in der Disziplin 200 Meter Schmetterling – und das in Weltrekordzeit. Gleich um sechs Sekunden hatte er den bisherigen Rekord der Altersklasse 75 unterboten. Damit aber nicht genug. Der Ausnahmeschwimmer hat über seine Paradedisziplin bei den 31. internationalen Masters in Köln seinen eigenen Weltrekord nochmals unterboten. Er schlug nach 3:22,72 Minuten am Beckenrand an und war damit 3,17 Sekunden schneller als je zuvor.

Aber auch zwei Europarekorde über die 100 Meter Schmetterling stehen im Jahr 2015 zu Buche. Den ersten sicherte sich Schöpke, der das Leistungsschwimmen erst mit 14 Jahren für sich entdeckt hat, bei den 47. Deutschen Meisterschaften der Masters in Regensburg. Nach 1:26,41 Minuten schlug Schöpke an den Beckenrand und unterbot damit die bestehende Bestzeit noch mal um 2,31 Sekunden. Dass der „Albatros“ aber noch lange nicht flügellahm ist, stellte er kurze Zeit später bei den Deutschen Schwimm-Masters der Kurzbahn in Freiburg (Breisgau) unter Beweis. Er benötigte für die 100 Meter Schmetterling dieses Mal nur 1:25,07 Minuten. Zu den Weltmeister- und Europarekorden gesellen sich aber auch noch fünf Bezirksmeistertitel, zwei deutsche Meistertitel, zwei norddeutsche Meistertitel, zwei deutsche Vizemeistertitel, ein dritter Platz bei der deutschen Kurzbahnmeisterschaft sowie ein vierter Platz bei den deutschen Meisterschaften.

Für die Rekorde muss Schöpke aber auch hart trainieren. „Ich gehe jeden Tag ins Schwimmbad. Sonst kann man solche Leistungen einfach nicht erzielen“, erzählt er. Ob er auch dieses Jahr bei Wettkämpfen antreten will, lässt er offen. „Mal abwarten“, sagt er mit einem Lächeln.

jdi

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