67:77 im Pokal gegen Oberhausen nach Umzug / „Das ist natürlich peinlich“

Wassereinbruch stoppt Hurricanes

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Nein, es war nicht der Abend von Janae Young (am Ball) und ihren Hurricanes: Der Aufsteiger schied gegen Oberhausen (hier mit Monique Reid) nach schwacher leistung aus, die Amerikanerin kassierte zudem fünf Fouls.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Am Tag, als der Regen kam, gerieten die Basketballerinnen der Avides Hurricanes ins Schwimmen – und gingen am Ende baden! Heute Abend schied der Aufsteiger im Erstliga-Duell mit den Gästen von NB Oberhausen in der zweiten Runde des DBBL-Pokals mit 67:77 (35:42) aus.

Nachdem es beim Aufwärmen bereits regelmäßig von der Decke des Hallendaches auf eine der Dreierlinien in der Scheeßeler Sporthalle getropft hatte, musste die Partie kurzfristig in die benachbarte Eichenschulsporthalle verlegt werden. „Diese Umstände waren eine Hilfe für Oberhausen“, stellte Hurricanes-Coach Christian Greve fest.

Erstligist mit Dorf-Charakter – was eigentlich eine charmante Beschreibung ist, hatte dieses Mal einen ganz negativen Touch. Und das lag nicht an den Hurricanes! „Das ist natürlich sehr peinlich, weil die Probleme schon lange bekannt sind“, fand Rolf Ludwig, Vorsitzender des Stammvereins TuS Rotenburg, und kritisierte die Gemeinde Scheeßel, die des Problems offenbar nicht Herr wird. Erst am Vortag soll es Arbeiten am Hallendach gegeben haben – ganz offensichtlich ohne Erfolg. „Man hätte es doch rechtzeitig melden können, um dann in Rotenburg in der Pestalozzihalle zu spielen“, so Ludwig.

Dass die Partie überhaupt stattfinden konnte, lag an den Gästen von Coach Stefan Mienack. Der hatte nach mehrminütiger Rücksprache mit Staffelleiter Jürgen Unger sowie den Referees Zulfikar Oruzgani und Tim Naujoks sein Team zusammengerufen und es entscheiden lassen. Dann gab er bekannt: „Ja, wir gehen rüber.“ Und das, obwohl die Eichenschulhalle eigentlich nur bis zur 1. Regionalliga zugelassen ist. Rolf Ludwig bedankte sich dafür noch vor dem Spiel persönlich und meinte: „Diese Fairness finde ich gut.“ Hätte Oberhausen nicht zugestimmt, wäre die Partie wahrscheinlich neu angesetzt worden. Die rund 200 Zuschauer zogen mit um – einige fanden auf dem „Oberrang“, auf dem der Fitnessbereich untergebracht ist, Platz.

Avides Hurricanes verlieren Pokalspiel

Letztlich war es die beste Entscheidung aus Sicht der Gäste. „Die haben alles richtig gemacht. Während die sauer waren und dadurch die richtige Aggressivität hatten, haben wir aufgrund der Situation nie ins Spiel und zu unserer Intensität gefunden“, bemerkte Christian Greve. Sein Team hatte in der Defense kein Mittel gegen die sicher kombinierenden Gäste und warf vorne extrem viel daneben. Fast schien es so, als wäre den Hurricanes die eigene Trainingshalle fremd. Früh liefen sie einem 0:8-Rückstand hinterher und kamen im Laufe der Partie lediglich drei Mal zum Ausgleich – letztmalig beim 56:56 durch Ashley Harris in der 30. Minute. Dass sie überhaupt so lange mithielten, lag allein an Centerin Kierra Mallard, die im dritten Viertel zwölf ihrer 15 Punkte erzielte und damit auch manch umstrittener Schiedsrichterentscheidung trotzte.

Wie im ersten und zweiten Viertel, so kassierten die Hurricanes aber auch im letzten Durchgang gleich zu Beginn einen Negativ-Run – dieses Mal mit 0:6. Davon erholten sich die heute wurfschwachen Gastgeberinnen (nur vier von 16 Dreier-Versuchen waren erfolgreich) an diesem von Anfang an verkorksten Abend nicht.

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