67:74 gegen Freiburg wird zur Randnotiz / „Ziele ein bisschen höher stecken“

Feier mit Wasserschlacht

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Wasserdusche für den Coach: Constanze Wegner „bedient“ Christian Greve.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Am Ende gab’s noch eine kleine Sauerei in der Scheeßeler Sporthalle – angezettelt von Constanze Wegner, die die Wasserschlacht mit PET-Flaschen eröffnete. „Besser als Sekt“, kommentierte Vorstandsmitglied Utz Bührmann die Aktion schmunzelnd. Die zuvor erlittene Niederlage spielte an diesem Tag nur eine Nebenrolle, denn trotz des 67:74 (37:39) im Rückspiel um Platz drei gegen den USC Freiburg schnappten sich die Bundesliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes als Aufsteiger die Bronzemedaillen. Den Rückstand aus dem Hinspiel (62:98) vermochten die Gäste nicht aufzuholen.

Die Partie erfuhr nicht nur dadurch einen hochoffiziellen Charakter, dass Norbert Thimm, erster Vorsitzender der AG der Damen-Basketball-Bundesliga, die Ehrung übernahm. Vor Spielbeginn wurde sogar die Nationalhymne gespielt. Passend zum Anlass hatte Christian Greve in seinem letzten Spiel als Coach der Avides Hurricanes ein weißes Hemd sowie dunkle Hose und Pullover gewählt – kombiniert mit knallroten Air-Jordan-Turnschuhen.

So recht zufrieden mochte ihn der Start seines Teams vor 375 Zuschauern jedoch nicht stimmen – 2:9 nach vier Minuten, Auszeit! Erst Ashley Harris, die in ihrer ebenfalls letzten Partie für die Hurricanes ihre vielleicht beste Saisonleistung zeigte und mit 19 Punkten Top-Scorerin war, weckte ihr Team per Dreier. Zur Führung sollte es während der kompletten 40 Minuten jedoch nicht reichen, lediglich sechs Mal gelang gegen engagiert auftretende Freiburgerinnen der Ausgleich – zuletzt durch Laura Rahn zum Abschluss des dritten Viertels (57:57). Danach zogen die Eisvögel, angeführt von der starken Französin Soana Lucet, bis auf 15 Punkte davon.

„Wir hatten ein sehr gutes Polster. Da finde ich die Niederlage jetzt nicht so schlimm“, bemerkte Laura Rahn. „Am Ende ist das egal, auch wenn ich nicht verlieren wollte“, gestand Christian Greve, der sich von den Unparteiischen Zulfikar Oruzgani und Marco Behm sogar noch ein technisches Foul abholte.

Nach der Siegerehrung erhielt Greve seine persönlichen Abschiedsworte von Vorstandsmitglied Christoph Treblin und Kapitänin Pia Mankertz. Von seinen Damen gab’s obendrein einen Gutschein für neue Sneakers und eine Wasserdusche von Wegner. Noch ein wenig durchnässt resümierte der 40-Jährige kurz danach: „Ich glaube, das Team hat am Ende das Maximale diese Saison herausgeholt.“ Und Laura Rahn, deren Verbleib recht wahrscheinlich ist, meinte: „Jetzt dürfen wir uns die Ziele nächste Saison auch ein bisschen höher stecken als nur Klassenerhalt.“

Übrigens: Zur Feier des Tages gab es nicht nur Wasser, sondern auch Sekt. Warum der jedoch nicht wie beim Aufstieg vor einem Jahr in Braunschweig verspritzt wurde, erklärte Constanze Wegner: „Den verschwenden wir nicht“, meinte sie nur und nippte.

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