58:78 – Stach und Friedrichs wehren sich

Junior Hurricanes wird Katastrophenstart zum Verhängnis

Lotta Stach hielt dagegen, hat in dieser Szene den Ball und erhält die Freiwürfe nach einem Foul von Antonia Pleßner (dahinter).

Scheeßel - Von Matthias Freese. Manchmal setzen ungewöhnliche Maßnahmen ja neue Energien frei. In diesem Fall verfehlten sie ihre Wirkung. Bereits in der dritten Minute bat Tomas Holesovsky seine U 18-Basketballerinnen der Junior Hurricanes zur Auszeit – und bevor es zurück aufs Feld ging, verordnete der Coach seiner Crew drei kollektive Liegestütze. Wachrütteln mal anders. Dennoch verbockte der Gastgeber das erste Viertel gegen Alba Berlin mit 6:23. Am Ende eine zu schwere Hypothek, sodass in der Nachwuchsbundesliga eine 58:78 (28:40)-Heimniederlage stand. Die Play-offs sind damit in weite Ferne gerückt.

„Keine Ahnung“, rätselte Holesovsky nach dem Spiel über den Fehlstart und ergänzte: „Vielleicht bin ich schuld. Ich hatte vorher noch ein anderes Spiel und deshalb die Konzentration nicht so sehr auf die Mädels gehabt. Die Körpersprache war jedenfalls am Anfang katastrophal. Eine Defense ohne Fouls bringt keinen Sieg.“ Letztlich verspielte sein Team so in einem Viertel die Hoffnungen, Platz vier zu halten. Zwar sind noch drei Spiele in der Staffel Nordost zu absolvieren, doch freundet sich Holesovsky bereits mit den Play-downs an, um dort den Klassenerhalt zu schaffen.

Klar zu erkennen: Tuba Poyraz (r.) war schon beim Tip-off größenmäßig im Nachteil gegen Leyla Öztürk. - Fotos: Freese

Immerhin würde es den Hurricanes dort relativ einfach gemacht. Da in der Parallelstaffel der BBC Osnabrück sein Team zurückgezogen hat, würde es in der Relegationsrunde nur noch zum Dreiervergleich mit dem Fünftletzten der Nordwestgruppe und dem Nordost-Letzten, aktuell der SV Halle, kommen. Nur einer steigt davon ab, die Ergebnisse aus der Vorrunde werden mitgenommen. Dort haben die Hurricanes zweimal Halle geschlagen. Klarer Vorteil also.

Dennoch sollte das Holesovsky-Team mehr Konstanz in sein Spiel bekommen. Gegen die favorisierten Gäste hatten die Gastgeberinnen nicht nur Größennachteile, sondern waren auch körperlich nicht so robust wie die Hauptstädterinnen. „Ich fande es okay, für manche war das neu“, stellte Holesovsky fest. „Damit klargekommen ist nur Lotta Stach und ab und zu Sina Friedrichs“, hob er seine beiden besten Kräfte hervor. Sie waren es auch, die im zweiten Viertel maßgeblich die Aufholjagd mit einem 13:0-Run prägten, die treffsichere Friedrichs verkürzte per Dreier in der 15. Minute auf 19:25. Allerdings hatte sich Alba dann auf die aggressivere Spielweise eingestellt.

Sina Friedrichs (l.) hatte großen Anteil an der Aufholjagd.

Noch einmal keimte Hoffnung bei den Hurricanes auf, als sie nach zwischenzeitlichem 27-Punkte-Rückstand (27.) einen 14:0-Lauf hinlegten und durch Bente Lademachers Freiwürfe auf 47:60 verkürzten (33.). „Ich hatte gedacht, da kommt noch was, aber dann waren es drei Dreier in Folge von Berlin“, erinnerte Holesovsky an die Serie von Laureen Schwedt, die damit einen weiteren Unterschied aufzeigte: Alba verwandelte acht Dreier, die Hurricanes trafen nur einen.

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