44:25 – Sottrum erteilt Rotenburg II eine Lehrstunde / Nijland netzt 15 Mal ein

Kühnlein bekundet Mitleid

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Kein Durchkommen: Rotenburgs Luca Donhöfner (am Ball) wird hier von Benjamin Schnäpp (l.) und Hendrik Splittgerber am Wurf gehindert. Am Ende hatte der Wieste-Club mit 44:25 die Nase vorne und bleibt weiter auf Platz eins, während die Wümmestädter Schlusslicht sind.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Maik Hoops und Patrick Krüger war bereits zur Halbzeit die Lust sichtlich vergangen. Die beiden Torhüter des Handball-Kreisoberligisten TuS Rotenburg II blieben mit gesenkten Köpfen in der Pause auf der Bank hocken. Kein Wunder, schließlich wirkten ihre Vorderleute gegen den Nachbarn TV Sottrum total antriebslos. Nach dem Wechsel wachten die Gastgeber zwar auf, doch war die Messe längst gelesen. Am Ende feierte der Wieste-Club einen ungefährdeten 44:25 (21:8)-Erfolg und marschiert damit weiter Richtung Meisterschaft.

Die Rotenburger lagen während der 60 Minuten nur ein einziges Mal in Führung. Und das war in der fünften Minute (2:1). „Lasst euch hinten nicht einlullen“, forderte Sottrums Coach Norbert Kühnlein seine Jungs auf. Seine Worte wurden erhört: In der Folgezeit zog der Tabellenführer merklich die Zügel an und sorgte mit einem sicheren Max Schlusnus im Kasten schnell für klare Verhältnisse. Zwischen der 22. und 25. Minute gelangen den Gästen durch Eric Kruse, Claas Freymuth (2) und Benjamin Nijland (3) sechs Treffer in Folge – 18:6. „Rotenburg tat mir zwischenzeitlich schon richtig leid. Ich muss ehrlich sagen, dass nicht alle Spieler das Potenzial für die Liga haben“, fand Kühnlein deutliche Worte. Auch sein Pendant Rolf Stefan wusste nicht wirklich, was er zu dem Auftritt sagen sollte und stimmte seinem Trainer-Kollegen zu: „Das war im ersten Durchgang unterirdisch von uns. Einzig unsere beiden Keeper haben noch etwas Gegenwehr gezeigt. Wir haben einfach nicht das Niveau für diese Klasse.“

Auch in der Halbzeitpause nahm er kein Blatt vor den Mund und forderte seine Mannschaft auf, sich nicht „völlig abschlachten zu lassen“. Nach dem Wechsel wurde das Spiel der Gastgeber deutlich ansehnlicher. „Wenigstens haben wir dann ein bisschen Handball gespielt“, meinte der frustrierte Stefan.

Sottrums Benjamin Nijland bekam die Abwehr aber dennoch nicht in den Griff – 15 Tore sprechen für sich. Zudem machte noch Youngster Jonas Stelling mit seinen sieben Treffern auf sich aufmerksam. Immer wieder netzte er den Ball von Linksaußen ein. „Jonas hat seine Sache super gemacht. Ich muss ihn aber manchmal noch bremsen, da er zu viel will“, so Kühnlein, der trotz des Kantersieges doch noch ein Haar in der Suppe fand. „25 Gegentore sind entschieden zu viele. Wir haben es nicht geschafft, die Konzentration hochzuhalten.“

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