38:21 – Rotenburg steht erstmals auf Relegationsplatz / Alexander Meyer mit starken Reflexen

Vom Jäger zum Gejagten

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Keine Gegenwehr: Rotenburgs Rechtsaußenspieler Christian Schaffran kommt hier frei zum Wurf. Am Ende hatte der Youngster mit dem Wümme-Club gegen den TSV Morsum deutlich mit 38:21 die Nase vorne. Durch den Sieg und der gleichzeitigen Niederlage der SG Achim/Baden II steht der Wümme-Club erstmals auf dem zweiten Tabellenplatz.

Rotenburg - Eine super Stimmung herrschte bei Trainer Steffen Aevermann und seinen Landesliga-Handballern des TuS Rotenburg nach dem Abpfiff der Partie gegen den TSV Morsum. Kein Wunder: Der Wümme-Club bejubelte nicht nur den ungefährdeten 38:21 (17:7)-Heimsieg, sondern auch die frohe Botschaft des VfL Fredenbeck III. Dort hatte der bisherige Tabellenzweite SG Achim/Baden II fast zeitgleich mit 25:28 verloren. Durch die Niederlage kletterten die Rotenburger erstmals in dieser Saison vier Spiele vor Saisonende auf den begehrten zweiten Tabellenplatz, der zu zwei Relegationsspielen um den Aufstieg in die Verbandsliga berechtigt.

Zwar ist der TuS Rotenburg mit der SG Achim/Baden II punktgleich, weist aber die um 30 Treffer bessere Tordifferenz auf. „Wir werden alles daran setzen, den zweiten Tabellenplatz bis zum Saisonende zu verteidigen. Wir können uns jetzt selbst belohnen, wenn wir die Nerven behalten. Ich muss in dieser Woche meine Spieler darauf einstellen, dass wir ab sofort nicht mehr der Jäger, sondern der Gejagte sind“, sagt Steffen Aevermann.

Mit dem Tabellenelften TSV Morsum, der nur wenig motiviert wirkte und sich schnell seinem Schicksal ergab, machte der TuS Rotenburg kurzen Prozess. Auch der kurzfristige Hallenwechsel – die Pestalozzihalle stand aufgrund von Lichtproblemen nicht zur Verfügung, sodass die Partie in die Adolf-Rinck-Halle verlegt wurde – schien die Rotenburger nicht aus dem Konzept zu bringen.

Nach 23 Minuten lagen die Wümmestädter bereits mit 15:5 vorne. Die Gäste hatten indes große Probleme, sich auf die offensive 3:2:1-Deckung einzustellen. Hinzu kam, dass Keeper Alexander Meyer eine starke Parade nach der anderen zeigte und somit einen großen Anteil daran hatte, dass den Morsumern schon früh der Zahn gezogen wurde.

Nach der 17:7-Halbzeitführung bauten die Gastgeber den Vorsprung kontinuierlich weiter aus. Über ein 23:10 und 30:15 gab es einen hohen 38:21-Erfolg. „Wir haben 60 Minuten lang viel Tempo gemacht. Das war wieder einmal der Schlüssel zum Erfolg“, freute sich der Rotenburger Coach. Alle zehn Feldspieler seines Teams trugen sich am Ende mindestens ein Mal in die Torschützenliste ein. Durch seine fünf Treffer steht Rückraumspieler Jens Koch nun bei 104 Saisontreffern und ist damit nach Luka Bruns (192) und Lukas Misere (148) bereits der dritte Rotenburger Akteur, der in dieser Spielzeit schon mehr als 100 Saisontore erzielt hat.

Am Samstag muss der TuS Rotenburg nun beim ATS Bexhövede antreten. Der Gegner schwebt noch in Abstiegsgefahr, bot zuletzt aber einige überzeugende Leistungen. „Dort müssen wir auf der Hut sein und zeigen, dass wir mit unserer neuen Rolle als Gejagter klarkommen. Ich bin aber optimistisch, dass wir das mit der richtigen Einstellung schaffen werden“ , blickte Steffen Aevermann optimistisch voraus.

jho

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