Sottrum hat mit Sieg gegen Beckdorf II die Klasse so gut wie gesichert / „Müssen souveräner auftreten“

36:30 und Kühnlein macht weiter

Applaus für die Zuschauer: Sottrums Handballer zeigten gegen den SV Beckdorf II zwar alles andere als einen souveränen Auftritt, kamen aber trotzdem zu einem 36:30-Sieg, durch den der Klassenerhalt so gut wie feststeht. - Foto: Freese

Sottrum - Eine Durchschnittsleistung reichte dem TV Sottrum in der Handball-Landesliga, um sein Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten und fast sicheren Absteiger SV Beckdorf II mit 36:30 (15:13) zu gewinnen. Damit blieb Sottrum zum dritten Mal in Folge ungeschlagen und hat als Tabellenzehnter mit 20:28 Punkten den Klassenerhalt vier Spiele vor Saisonende so gut wie sicher.

Norbert Kühnlein, der seinen Sottrumer Spielern mitgeteilt hat, dass er auch in der nächsten Saison auf der Trainerbank sitzen wird, war trotz des Sieges überhaupt nicht einverstanden mit der Leistung: „Wir haben oft ohne Abwehr gespielt. Gegen einen Gegner wie Beckdorf darf man höchstens 20 Tore kassieren, aber nicht 30. Die haben uns manchmal ja fast wie Fahnenstangen umkurvt“, wunderte sich der Sottrumer Coach. Kühnlein kritisierte ferner, dass phasenweise viel zu viel klein- klein gespielt wurde. „Wir haben die Angriffe nicht richtig durchgespielt, sondern einfach drauflosgeballert.“

Trotz dieser Schwächen im Sottrumer Spiel war der Sieg nie in Gefahr. Die Gäste, die vom Ex-Rotenburger Thomas Benjes gecoacht werden, waren nur mit neun Spielern angereist und dadurch vom Anpfiff an im Nachteil. Der TV Sottrum hatte die volle Zahl von 14 Spielern aufgeboten, obwohl mit Benjamin Nijland, Marco Walker und Julian Kulgart drei Akteure berufsbedingt, aus Urlaubsgründen und krank fehlten. Der SV Beckdorf II lag in den gesamten 60 Minuten nur zwei Mal in Führung – nach einer Minute mit 1:0 und nach zwei Minuten mit 2:1.

Danach nahm der TV Sottrum das Heft in die Hand, ohne sich jedoch absetzen zu können. Die Lücken in der Abwehr vor Torhüter Tobias Groenewold waren zu groß, sodass Beckdorf oft leichtes Spiel hatte. „Wir sind zum Teil wie ein Hühnerhaufen durcheinandergelaufen“, bemerkte Kühnlein. So war es kein Wunder, dass der TV Sottrum zur Pause nach dem Treffer des zehnfachen Torschützen Nicolas Karnick nur mit 15:13 vorne lag.

In der zweiten Halbzeit blieben die Gäste bis zum 17:19 auf Tuchfühlung (40.). Danach setzte sich der Gastgeber aber immer mehr ab, auch weil bei den Gästen mangels personeller Alternativen die Kraft rapide nachließ. Nach 50 Minuten und dem Tor von Kilian Arlt lag der TV Sottrum mit 28:22 vorn und ließ nichts mehr anbrennen. „Gegen einen solchen Gegner muss man vor eigenem Publikum souveräner auftreten“, befand Coach Kühnlein. Zehn der zwölf Sottrumer Feldspieler trugen sich mindestens einmal in die Torschützenliste ein, der eingewechselte Keeper Ulf Leipnitz zeichnete sich in der Schlusssekunde noch mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Klaus Meinke aus.

Nach der Osterpause empfängt Sottrum am 22. April die HSG Stuhr. - jho

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