31:15 – Rotenburg zeigt Oberliga-Niveau – doch vom Aufstieg spricht keiner

Die Abwehr und Meyer stehen wie eine Mauer

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Überragender Auftritt: Lukas Misere (links) steuerte beim klaren 31:15-Erfolg über den TvdH Oldenburg zehn Treffer bei. Sein Teamkollege Luka Bruns kam auf sieben Tore.

Rotenburg - Nach überragenden 15 Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit haben die Handballer des TuS Rotenburg in der Verbandsliga Nordsee gegen den Tabellensechsten TvdH Oldenburg glatt mit 31:15 (13:9) gewonnen. In der Tabelle bleibt Rotenburg mit 19:9 Punkten Tabellendritter, jedoch hat sich der Abstand auf die beiden Aufstiegsplätze auf drei beziehungsweise einen Zähler reduziert, da sowohl der Spitzenreiter SG HC Bremen/Hastedt als auch der Tabellenzweite VfL Fredenbeck II verloren haben.

Von Aufstieg redet beim TuS Rotenburg aber kein Mensch, auch wenn die ersten gut 15 Minuten nach der Pause oberligareif waren. In dieser Zeit stand die Rotenburger Abwehr mit einem überragenden Alexander Meyer im Tor wie ein Fels in der Brandung und ließ 17 Minuten lang kein einziges Tor zu. Nach einem 13:9-Halbzeitstand bauten die Gastgeber durch zehn Tore in Folge die Führung auf 23:9 aus, damit war die Partie überraschend früh entschieden. Die letzten 15 Minuten waren nur noch ein Schaulaufen. Über ein 25:11 und 29:13 gab es mit dem 31:15-Sieg den höchsten Saisonerfolg.

Rotenburgs Trainer Nils Muche freute sich: „Die Mannschaft hat diszipliniert die taktischen Dinge umgesetzt. Die Abwehr stand in der zweiten Halbzeit mit einem super Torwart wie eine Mauer. Eine insgesamt sehr gute Leistung.“ Da die Abwehr sicher stand, gab es immer wieder erfolgreiche Tempogegenstöße, welche die Oldenburger zermürbten. Dabei taten sich besonders die schnellen Lukas Misere (zehn Tore) und Luka Bruns (sieben Treffer) immer wieder hervor. Sie erzielten zusammen über die Hälfte aller Rotenburger Treffer.

In der ersten Halbzeit hatten die Hausherren zwar vom Anpfiff an in Führung gelegen, doch hatten die Gäste in diesem Zeitraum immer gut mitgehalten. Grund dafür war, dass im Spielaufbau noch zu viele technische Fehler gemacht wurden. „Wir haben phasenweise zu viel gewollt und nicht die nötige Ruhe ausgestrahlt“, meinte Co-Trainer Maik Hoops. Rotenburg begannen mit Johann Knodel auf Rechtsaußen für den noch verletzten Christian Schaffran. Später nahm Malte Fresen für den angeschlagenen Knodel diese Position ein und löste seine Aufgabe ebenfalls gut. Rotenburg ging mit 4:1 in Führung, doch Oldenburg glich zum 7:7 (15.) aus. Beim Halbzeitpfiff lag der Wümme-Club mit vier Toren (13:9) vorne.

Danach folgte der Galaauftritt. Immer wieder wurden die Gäste überlaufen und gerieten dadurch bis zur 47. Minute hoffnungslos mit 9:23 in Rückstand. „Der Schlüssel zum Erfolg war die sehr gute Abwehrleistung. Das steht außer Frage“, urteilte ein zufriedener Rotenburger Trainer. Am Sonntage muss sein Team beim Tabellenachten HSG Bützfleth/Drochtersen antreten. Eine schwere, aber mit dieser Abwehrleistung lösbare Aufgabe.

jho

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