Fabian Knappik glänzt als Regisseur

28:25-Auswärtssieg des TuS Rotenburg beim SV Beckdorf

Gutes Auge für den Mitspieler, aber auch für die Lücken in der gegnerischen Abwehr: Fabian Knappik überzeugte gegen Beckdorf als Spielmacher und stockte sein Torkonto nebenbei auch noch auf sieben Treffer auf. - Foto: Freese
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Gutes Auge für den Mitspieler, aber auch für die Lücken in der gegnerischen Abwehr: Fabian Knappik überzeugte gegen Beckdorf als Spielmacher und stockte sein Torkonto nebenbei auch noch auf sieben Treffer auf.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Nach dem Abpfiff drohte die Situation kurz zu eskalieren. Fabian Knappik lieferte sich mit Torwart Yannick Kelm eine wilde Rangelei, beide Teamkollegen zerrten sich gegenseitig an Armen und Trikots, um sich dann lachend in die Arme zu fallen. Worum es ging? „Natürlich um die Torschützenliste“, verriet Knappik. Nach seinen drei Treffern, die er beim 28:25-Auswärtssieg des TuS Rotenburg beim SV Beckdorf erzielt hatte, distanzierte er seinen Keeper. Vorerst jedenfalls.

Das Kuriose: Bis Anfang November lag Keeper Kelm im internen Tore-Ranking vor Knappik – 2:1 hieß es da, dann rückte der Unterstedter die Verhältnisse langsam wieder gerade. Inzwischen liegt er mit 7:3 vorne. „Der Stachel saß tief, es war schon ein Running Gag“, berichtet Knappik schmunzelnd vom Hohn, den er wochenlang über sich hatte ergehen lassen müssen.

Spätestens seit dem Spiel in Beckdorf lacht keiner mehr. Es war das beste Saisonspiel von Knappik. Coach Nils Muche hatte ihn etwas überraschend von Beginn an im Angriff aufgeboten. „Fabian hatte gut trainiert“, begründete er seine Entscheidung. „Und ich wusste, dass er in die Löcher gehen kann, quasi als Hering. Das hat er dann ja auch ein paar Mal super gemacht.“ In der Rückraummitte brachte Knappik zudem die nötige Ruhe mit und setzte seine Nebenleute immer wieder in Szene.

Das Vorgenommene umgesetzt

„Der Trainer hatte mir unter der Woche angedeutet, dass ich beginnen würde – allerdings in einem anderen Job. Ich sollte eigentlich in der Abwehr einen wegnehmen“, so der 25-Jährige. Der Plan wurde aber geändert, hinten spielte Klaas-Marten Badenhop leicht vorgezogen, während Knappik vorne gebracht wurde und sich nach jedem Angriff auf der Bank ausruhen durfte.

„Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben immer wieder Nadelstiche gesetzt und sind tief in die Beckdorfer Abwehr gegangen. Wichtig war auch, nicht zu überpacen“, fand der Baumwollhändler mit dem sportlichen Doppelleben – schließlich ist er auch noch als Coach des Fußball-Kreisligisten SG Unterstedt erfolgreich unterwegs. Nach seinem Auftritt gegen Beckdorf darf er sich jedenfalls Hoffnung auf mehr machen. Und er gestand: „Ich bin mit einem Grinsen ins Bett gegangen – und mit einem Grinsen wieder aufgewacht.“

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