23:23 – Sottrum holt gegen Achim/Baden II Sieben-Tore-Rückstand auf / „Eingeschüchtert“

Kulgart und Stelling ärgern Favoriten

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Nico Karnick (am Ball, gegen Kevin Albers) musste ganz schön einstecken, erledigte aber den Spezialauftrag in der Abwehr in der zweiten Halbzeit sehr erfolgreich.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias Freese. SottrumKreis-Rotenburg - Von Matthias Freese. Im Spiel ohne Sieger gab es doch Gewinner – die Torhüter! Während Julian Kulgart im Kasten des gastgebenden TV Sottrum eine überragende Leistung zeigte, lief bei der favorisierten SG Achim/Baden II Martin Dybol zur Höchstform auf. Zudem parierte sein Mitstreiter Hendrik Obermeyer zwei Siebenmeter in der kritischen Phase gegen Nico Karnick und Eric Kruse. Kein Wunder also, dass das Duell des Handball-Landesliga gestern Abend torarm blieb – 23:23 (11:16) endete es.

Nach 33 Minuten sah es bereits so aus, als sollte Aufsteiger Sottrum den Achim/Badenern nicht gewachsen sein – mit 11:18 lagen die Mannen von Coach Norbert Kühnlein zurück. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit durch die Härte einschüchtern lassen“, meinte Sottrums Routinier Eric Kruse und dachte wohl vor allem an Tobias Naumann, der robust gegen ihn und auch Nico Karnick zu Werke gegangen war. Dennoch mussten die Gäste am Ende froh sein, überhaupt noch einen Punkt mitzunehmen und durften sich bei Linksaußen Dominik Stoick bedanken, der sieben Sekunden vor Schluss ausglich. Dazwischen lag eine knappe halbe Stunde, in der die Wieste-Crew Moral zeigte und „in der einige junge Spieler mit den Nerven nicht klargekommen sind und alle den Sottrumer Torwart zum Helden gemacht haben, weil sie nur flach geworfen haben“, ärgerte sich Achim/Badens Coach Karsten Krone über den „verschenkten Punkt“.

In der 55. Minute gelang dem starken Linksaußen Jonas Stelling der erste Ausgleich für Sottrum, 1:35 Minuten vor dem Ende Sascha Nijland per Siebenmeter die erste Führung der Gastgeber. Stelling hätte diese sogar ausbauen können, scheiterte aber an Dybol. „Große Klasse“, nannte Krone die Leistung des Keepers, während Pendant Norbert Kühnlein ein Lobgesang auf seinen Rückhalt Julian Kulgart anstimmte. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass dem Favoriten zwischenzeitlich elf Minuten lang kein Tor gelang. Ebenfalls entscheidend: Die Umstellung auf die 5:1-Abwehr mit dem vorgezogenen Nico Karnick. „Egal, wer kam – Nico sollte immer den Halblinken wegnehmen“, erklärte Kühnlein – das Konzept ging auf.

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