22:25 – Fehlstart im Spitzenspiel wird Rotenburg zum Verhängnis / Ohlrogge debütiert

Erst mit Jäger wird es besser

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Fabian Knappik (r.) setzte in Hälfte zwei Akzente. Hier passt er, ehe Bremens Kai Wiezorrek an den Ball kommt.

Bremen - Von Matthias Freese. Als die Niederlage feststand, gab es noch eine große Geste im Team der Unterlegenen: Golagetter Luka Bruns überließ den Siebenmeter in der letzten Sekunde der Partie dem kurz vorher eingewechselten Chris Ohlrogge. Der 17-jährige Debütant aus der A-Jugend verwandelte denn auch zum 22:25 (9:16)-Endstand. Doch weil der TuS Rotenburg zuvor zu viele Chancen liegen gelassen hatte, war der HC Bremen nie Gefahr gelaufen, das Spitzenspiel der Handball-Verbandsliga in seiner Sporthalle am Jacobsberg zu verlieren.

Nein, eigentlich war die Partie zwischen dem Zweiten und dem Dritten kein Spitzenspiel – was aber vornehmlich daran lag, dass die Rotenburger lange Zeit zu wenig dazu beitrugen und sich sogar einen verhängnisvollen 0:7-Fehlstart erlaubten. „Wir haben den Start verpennt und sind dem Rückstand dann die ganze Zeit hinterhergelaufen“, wusste auch Rückraumspieler Fabian Knappik, wann sein Team die Begegnung gegen die von Ex-Nationalkeeper Michael Krieter trainierten Bremer verloren hatte – nämlich gleich zu Beginn. Erst in der elften Minute gelang Luka Bruns per Tempogegenstoß der erste Treffer für die Wümme-Sieben. Ohnehin war Bruns der einzige Akteur, den der titelambitionierte Mitaufsteiger nicht im Griff hatte – elf Tore erzielte der Linkshänder. Knappik setzte im zweiten Durchgang einige Akzente und kam auf fünf Tore.

Hit verloren, Chance verpasst – doch Coach Nils Muche war gar nicht danach, sich über sein Team zu ärgern. „Warum? Wir haben 15 Punkte, haben bisher eine geile Saison gespielt und nur mit drei verloren – alles gut“, stellte er fest. Und er fand angesichts der Ausfälle von Lukas Misere, Malte Fresen und Klaas-Marten Badenhop: „Wir haben am Limit gespielt.“

Nun ja, in der ersten Hälfte traf das nicht ganz zu. In der engen Halle in Bremen-Hastedt, in der die Außenlinie nur ein halber Meter von der harten Holzbande trennt und in der der Einsatz von Harz erlaubt war, wandelte der TuS Rotenburg zu lange zwischen Lethargie und Hektik. „Backe ist keine Entschuldigung mehr, aber Bremen spielt sehr körperbetont und hat viele richtige Entscheidungen getroffen“, fand Fabian Knappik: „Und wir hatten viele schlechte Aktionen.“

Auch Keeper Yannick Kelm sah nicht gut aus, nach 20 Minuten kam Alexander Meyer für ihn – und blieb nur fünf Minuten im Kasten. Die dritte Lösung, Denis Jäger, erwies sich an diesem Tag als die eindeutig beste. Unspektakulär stabilisierte er mit vielen Paraden sein Team und sorgte dafür, dass der Rückstand im zweiten Durchgang nicht größer wurde. „Da hatten wir einen guten Torwart“, wusste auch Muche.

Ärgerlich nur, dass auch die Chancenverwertung bei vielen Akteuren ausbaufähig war. Christian Hausdorf etwa hätte gleich zwei Mal völlig frei versenken und verkürzen können, scheiterte aber am überragenden Bremer Keeper Luca Prieß, meckerte und kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe (43.). Prieß knickte übrigens kurze Zeit später um, nachdem er einen Wurf von Linksaußen Patrick Zahn pariert hatte – er verließ humpelnd das Feld (48.) Doch der Sieg des HC Bremen geriet dadurch nicht mehr annähernd in Gefahr.

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