22:0-Run im letzten Viertel bringt Hurricanes 64:47-Sieg gegen Freiburg / Gohrke mit solidem Debüt

Pakulat löst die „Parkbremse“

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Schlüsselszene: Angela Rodriguez (am Ball) nutzt die Vorarbeit von Hannah Pakulat (r.) zum vorentscheidenden 42:38.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Es war die Schlüsselszene, darüber waren sich alle einig: Als Hannah Pakulat in ihrer unnachahmlichen Art den Bodenkampf mit Viktoria Wieczorek suchte, den Ball stealte und Angela Rodriguez zum 42:38 traf, war das der Motivationsschub, den die Avides Hurricanes benötigten. Mit einem Wahnsinnslauf im Schlussviertel kamen sie in der Basketball-Bundesliga in Rotenburg zum 64:47 (25:25)-Sieg gegen den USC Freiburg.

„Das hat jeder gesehen – Hannah hat der ganzen Mannschaft in diesem Moment gezeigt, wie man kämpft“, betonte Coach Tomas Holesovsky. Zumal Pakulat, das 20-jährige Eigengewächs, zuvor schon starke Defense-Szenen hatte. „Wahnsinn. Das pusht einen, dadurch bekommt das ganze Team Selbstbewusstsein“, schwärmte auch die kurzfristig verpflichtete Natalie Gohrke nach ihrem ersten Spiel im Trikot der Hurricanes.

Gohrke selbst zeigte ein solides Debüt und bewies, dass sie speziell in der Verteidigung eine große Hilfe ist. Am Ende war sie auf drei Punkte, drei Rebounds sowie je einen Assist, Steal und Block gekommen – und fand sich fast 20 Minuten auf dem Feld wieder. „Erschreckend früh“, meinte sie schmunzelnd, denn Holesovsky hatte die 32-Jährige nach exakt 4:54 gespielten Minuten gebracht. „Noch bin ich nicht richtig Basketball-fit, ich muss erst noch das Feeling wiederkriegen. Aber das kommt schon alles noch.“

Nach einem 7:0-Frühstart in nur 80 Sekunden geriet der Angriffsmotor der Hurricanes jedoch zusehends ins Stocken. Die ohne ihre Stammkräfte Satou Sabally und Korissa Williams angetretenen Eisvögel aus dem Breisgau verteidigten clever, die Wurfquote der Gastgeberinnen nahm rapide ab. Insbesondere Kapitänin Pia Mankertz stand zur Pause bei ungewöhnlichen null Prozent. 25:25 zur Halbzeit – ein absolutes Low-Score-Game mit zwei starken Verteidigungsreihen. „Wichtig ist dann: weitermachen, weitermachen, weitermachen!“, betonte Natalie Gohrke. Und Coach Holesovsky meinte: „Ich habe kein Problem damit, dass sie weiter werfen – sie müssen nur selbst glauben, dass sie auch treffen.“

Auch im dritten Durchgang „ruckelte“ es noch vor 375 Zuschauern, kam die Hurricanes-Offensive fast zum Stillstand – bis besagter Pakulat-Einsatz die „Parkbremse“ endgültig löste und neue Kräfte freisetzte. Plötzlich lief Maggie Skuballa heiß, nun flutschte es auch bei Mankertz wieder. Der 22:0-Run zum 58:38 schockte Freiburg (37.).

Holesovsky nutzte das, um in der Schlussphase minutenlang fünf Deutsche auf dem Feld zu haben, Andrea Baden nach ihrer Verletzung zum ersten Saisoneinsatz zu verhelfen und auch die Nachwuchskräfte Birte Riebesell und Cara Tadeus zu bringen.

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