21:20 – TuS Rotenburg schlägt Tabellenzweiten VfL Fredenbeck II / „Jetzt ist alles eine Zugabe“

Misere löst den kniffligen Fall

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Matchwinner: Lukas Misere (mit Ball) erzielte nicht nur zwölf von 21 Toren, sondern besorgte gegen den Tabellenzweiten VfL Fredenbeck II eine Minute vorm Ende auch den 21:20-Siegtreffer.

Rotenburg - Es war ein Krimi erster Güte, bei dem die rund 200 Zuschauer in der Pestalozzihalle voll auf ihre Kosten kamen. Der TuS Rotenburg gewann in der Handball-Verbandsliga der Männer das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten VfL Fredenbeck II mit 21:20 (11:10). Dem Team von Trainer Nils Muche gelang dabei das Kunststück, in den letzten zwei Minuten einen Drei-Tore-Rückstand aufzuholen und ein schon verloren geglaubtes Spiel zu gewinnen.

„Das war ein hart erarbeiteter, aber auch ein etwas glücklicher Sieg. Die Mannschaft hat einen super Teamgeist gezeigt und immer an sich geglaubt. Am Ende ist sie für ihren Einsatz belohnt worden“, war Coach Muche mächtig stolz auf seine Akteure.

Nun geht der TuS Rotenburg in eine verdiente vierwöchige Osterpause und spielt erst am 9. April wieder beim Mitaufsteiger TV 01 Bohmte. Bis dahin wird feststehen, ob dem Einspruch der Rotenburger gegen die als verloren gewertete Partie gegen den TuS Langen (27:22) stattgegeben wird.

Gegen den VfL Fredenbeck II mussten die Gastgeber auf die erkrankten Alexander Meyer und Fabian Knappik sowie auf den verletzten Johann Knodel verzichten. Von Beginn an entwickelte sich ein spannendes, aber technisch nicht sehr hochklassiges Spiel. Es gab viele einfache Fehler auf beiden Seiten. „Das hat zunächst an unsere schwache Leistung beim ATSV Habenhausen II erinnert“, meinte Co-Trainer Maik Hoops. Rotenburg fing sich aber schnell. Die immer sicherer werdende Abwehr mit einem starken Yannick Kelm zwischen den Pfosten erkämpfte sich viele Bälle, die der zwölffache Torschütze Lukas Misere oft zu Gegenstoßtoren nutzte. So gingen die Hausherren mit 5:2 in Führung, doch die Gäste blieben dran und glichen zum 8:8 aus. Zur Halbzeit lag Rotenburg knapp mit 11:10 vorne.

Die Gastgeber starteten stark in die zweiten 30 Minuten und legten ein 15:12 vor. Das brachte aber nicht die erhoffte Sicherheit, denn der VfL Fredenbeck II glich durch drei Tore in Folge zum 15:15 aus und zog seinerseits auf 20:17 vorbei (55.), weil sich die Gastgeber in dieser Phase zu viele einfache Fehler im Aufbau erlaubten.

Es spricht für den Kampfgeist des Neulings, dass er aber nicht aufsteckte und auch nicht nervös wurde, sondern in Überzahl durch drei Tore in Folge zum 20:20-Ausgleich kam. Eine Minute vor dem Abpfiff war der Jubel auf dem Spielfeld und auf den Rängen dann groß, als Rotenburgs Sportler des Jahres 2015, Lukas Misere, der 21:20-Siegtreffer gelang.

„Die Partie haben wir in der Abwehr gewonnen. Das Positionsspiel hat dagegen nur wenig geklappt“, stellte Maik Hoops fest. Mit nun 23:13 Punkten hat der TuS Rotenburg den Klassenerhalt sechs Spiele vor Saisonende auch theoretisch in trockenen Tüchern. Und auch der Oberliga-Aufstieg ist für den Tabellenvierten noch realistisch. „Alles was wir jetzt noch erreichen, ist Zugabe. Aber wir wollen weiter möglichst jedes Spiel gewinnen“, betont Hoops.

jho

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