21-Jährige beim 41. Verdener Hallenreitturnier „VER-Dinale“ am Start

Prüsers Traum ist bereits in Erfüllung gegangen

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Will den Auftritt beim Verdener Hallenturnier einfach nur genießen: Jana Prüser mit ihrem Pferd Viva Las Vegas.

Hellwege - Von Jürgen Honebein. Die Vorfreude steigt: Wenn vom 28. bis 31. Januar das 41. Verdener Hallenreitturnier „VER-Dinale“ ausgetragen wird, wird auch Jana Prüser (RV Sottrum) an den Start gehen. Die 21-jährige Hellwegerin gehört zu den 16 Reiterinnen und Reitern der Jahrgänge 1994 und jünger der Pferdesportverbände Niedersachsen und Bremen, die sich mit ihrer sechsjährigen Hannoveraner Stute Viva Las Vegas für das Finale um den Hermann-Schridde-Gedächtnis-Preis qualifiziert hat.

Der ehemalige Bundestrainer Hermann Schridde, der 1985 bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe seines Heimatortes Meißendorf im Alter von nur 47 Jahren ums Leben gekommen war, gehörte zu den stilistisch besten Reitern der Welt. Er hatte die große Gabe, A- und L-Reiter genauso in die Geheimnisse der Reitkunst einzuweisen wie auch Welt- und Europameister zu betreuen. Ihm zu Ehren wurde die Hermann-Schridde-Stiftung gegründet, der im Vorstand und Beirat viele bekannte Pferdeexperten wie zum Beispiel Ehefrau Gun Schridde, Erika Cordts, Madeleine Winter-Schulze, Paul Schockemöhle, Herbert Meyer oder auch Hans-Günther Winkler angehören.

Der Einzug in das Finale gelang Jana Prüser beim Turnier in Lilienthal im vergangenen Sommer, als sie auf Viva Las Vegas in der Qualifikationsprüfung, einer Stilspringprüfung der Klasse M*, mit der Wertnote 7,7 den dritten Platz belegte. „Das Erreichen des Finales ist mein bislang größter sportlicher Erfolg“, sagt Prüser, die Viva Las Vegas bei Anja Rietbrock in Sottrum stehen hat und dort auch von ihr trainiert wird. Prüser reitet erst seit dem vergangenen Jahr M-Springen, sodass ihr Finaleinzug besonders hoch zu bewerten ist. In Verden trifft sie auf viele der besten Nachwuchsreiter aus den Landesverbänden Hannover und Bremen, wie zum Beispiel Mylen Kruse (Zeven), Sophie Hinners (Sittensen), Josephine Dallmann (Kuhstedt), Titelverteidiger Fabian Baust (Stadthagen) oder Tobias Bremermann (Oyten).

„Mit der Qualifikation habe ich mein Ziel schon mehr als erreicht. Alles andere, was mir in Verden im Finale noch gelingt, ist nur eine Zugabe“, stapelt Prüser tief. Besonders freut sich die Hellwegerin auf einen im Vorfeld des Finales stattfindenden Lehrgang der Landesreitschule in Hoya, deren Leitung der 33-jährige Tim Rieskamp-Goedeking (Stadthagen) inne hat. Rieskamp-Goedeking zählt zu den Top 15 der deutschen Springreiter-Elite. „Das wird bestimmt ein super Tag, an dem ich sehr viel lernen kann“, betont die junge Reiterin.

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