18:30 – Spitzenspiel gegen Fredenbeck III ist frühzeitig entschieden

Nur Arlt setzt Akzente

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Zufriedenheit sieht anders aus: Coach Norbert Kühnlein zwischen Kilian Arlt (r.) und Benjamin Schnäpp.

Sottrum - Von Matthias Freese. Der Applaus von den Rängen fiel spärlicher als sonst aus. Kein Wunder, denn es war alles andere als eine Glanzleistung, die die Landesliga-Handballer des TV Sottrum da im vermeintlichen Spitzenspiel gegen die Gäste des VfL Fredenbeck III abgeliefert hatten. Bei der ersten Heimniederlage der Saison lief der Aufsteiger dem Tabellenführer von Beginn an hinterher und kassierte aufgrund seiner eklatanten Abschlussschwäche eine 18:30 (8:17)-Klatsche.

Der fast komplett abgerissene Ärmel am Trikot von Pascal Czaplinksi – geschehen im Duell mit Sottrums Routinier Eric Kruse – sollte der einzige Verlust sein, den die Gäste zu beklagen hatten. Allerdings wussten auch sie gut auszuteilen, was vor allem Rechtsaußen Hauke Herbst und Kreisläufer Christian Warschke am eigenen Leibe erfuhren – beide mussten denn auch längere Zeit angeschlagenen pausieren. „Wir hatten aus der Vergangenheit heraus Respekt, denn sie spielen körperlich unfair. Da ist jeder von uns auf Abstand bedacht gewesen“, erklärte Sottrums Benjamin Nijland, der zunächst im linken Rückraum und später am Kreis sein Glück versuchte. Über verbale Provokationen ärgerte er sich obendrein. Doch sein Trainer Norbert Kühnlein meinte auch: „Durch diese Nebenkriegsschauplätze ging bei uns die Konzentration flöten. Die putzen sich hingegen den Mund ab und lachen sich einen ab, dass wir uns über sie aufregen.“

Von Beginn an fehlte dem TV Sottrum aber auch die nötige Spannung. Auf dem Feld ging es lange sehr leise zu. Fredenbeck III nutzte das, um angeführt vom langjährigen Zweitligaspieler Dennis Marinkovic mit 12:3 durch Bastian Schnackenberg wegzuziehen (22.). Sottrum stellte die Abwehr nun auf die defensive 6:0-Variante um und brachte mit Eric Kruse sowie Kilian Arlt Größe und vor allem mehr Stabilität rein. „Die ersten 20 Minuten war die Abwehr katastrophal“, betonte auch Kühnlein. Benjamin Nijland sah das ähnlich: „Das Eins-gegen-eins-Verhalten war zu harmlos. Und vorne waren wir nicht zielgenau, da haben wir halbherzig geworfen.“ Wohl war, meist versuchten es die Sottrumer nur mit halbhohen Bällen, bei Torhütern besonders beliebt. Die Folge: Fredenbecks Keeper Stefan Gröning wuchs über sich hinaus und avancierte mit klasse Paraden zum stärksten Akteur auf dem Feld.

Bei den Gastgebern gab es eigentlich nur einen Akteur, der Akzente setzte – Kilian Arlt. Der „Riese“ erledigte seine Aufgabe vorne wie hinten sehr ordentlich und steuerte fünf Tore bei. „Er hat hinten geackert und war der einzige Spieler, der ansatzweise vernünftig geworfen hat“, stellte auch Kühnlein fest. So gestaltete Sottrum den zweiten Durchgang trotz weitere fataler Fehlwürfe einigermaßen ausgeglichen und kam in Unterzahl per Tempogegenstoß durch Benjamin Nijland noch einmal bis auf 16:23 heran (51.). In Gefahr geriet der Tabellenführer aber nicht mehr.

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