Rund 1  500 Euro für die Reinigung

TuS Rotenburg und Landkreis einigen sich über eigentlich geschlossene Halle

Leere Holztribüne in der Pestalozzihalle.
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Leere Ränge, aber Betrieb auf dem Hallenboden. Möglich wird es, da einige der städtischen Sportstätten wie auch die abgebildete Pestalozzihalle des Landkreises für die Vereine in diesem Jahr auch in den Ferien geöffnet sind.

Normalerweise sind die Hallen in den Ferien geschlossen. Nach der langen Pause sind die Sportstätten für die Saisonvorbereitung aber durchaus begehrt. Was also nun?

Rotenburg – Die Sommerferien haben begonnen und damit auch das wiederkehrende Problem mit den geschlossenen Sporthallen. Und das gerade, während die Handballer des TuS Rotenburg nach der corona-bedingt langen Pause sich auf die neue Saison vorbereiten, die Mitte September beginnt – also rund zwei Wochen nach Ferienende. Keine optimalen Bedingungen.

Wenn dann auch noch eine „komplizierte Kommunikation“ zwischen Landkreis und Verein hinzukommt, muss eine Lösung gefunden werden. „Die haben wir jetzt“, verkündet Daniel Jäger, Spielwart der Handballabteilung der Wümmestädter. Allerdings mit einer Bedingung, die er erst am Montag erfahren hat.

Städtische Halle als Ausweichmöglichkeit

Noch vor einem Monat hatte Rotenburgs Trainer Nils Muche bei seiner Vertragsverlängerung Hoffnungen darauf gesetzt, dass die Handballer des TuS Rotenburg auch in den Sommerferien in den Sporthallen trainieren können. Sein Wunsch wurde erhört. Doch der Weg dahin war kein einfacher.

Denn: „Grundsätzlich sind die landkreiseigenen Sporthallen in den Ferien immer geschlossen, da mangels Schulbetrieb keine Reinigung erfolgt“, erklärt Gerd Hachmöller von der Stabsstelle Kreisentwicklung des Landkreises. Die Reinigung ist gerade aktuell besonders relevant, weil aufgrund von Corona eine Nachweispflicht besteht, dass nach der Nutzung der Halle gereinigt wird. Dennoch stellte der TuS Rotenburg Anfang Juli einen Antrag, um in die Halle zu können. Auf eine Antwort wartete Jäger bis vor Kurzem vergebens. „Ich habe dann am Montag beim Landkreis angerufen, weil mir keine Informationen vorlagen“, so der Spielwart, der dann erfuhr, dass der Nutzungsantrag für die Pestalozzihalle zwar positiv entschieden wurde, allerdings muss sich der Verein an den entstehenden Reinigungskosten beteiligen.

Hallen in Scheeßel geschlossen

„Der Deal mit dem Landkreis ist jetzt so: Die haben eine neue Firma beauftragt, die dreimal die Woche reinigt. Wir teilen uns die Kosten. Wir haben unsere Zeiten in der Pestalozzihalle von Mittwoch bis Freitag – Montag und Dienstag weichen wir aus. Dadurch können wir den Preis senken“, klärt Jäger auf. Ursprünglich hatte der Vereinsanteil bei 2 000 Euro gelegen, nun beträgt er nicht ganz 1 500 Euro.

Die Ausweichmöglichkeit bietet die städtische Bodo-Räke-Halle, für die der Verein zusätzliche Trainingszeiten zugesagt bekommen hat. „Dadurch können wir nun doch für alle Mannschaften die versprochenen Zeiten verteilen“, freut sich der Rotenburger und fügt an: „Der Austausch mit der Stadt verlief reibungslos und gut.“ Das war wohl auch nötig, denn in Scheeßel sind sowohl die Beeke-Halle als auch die Sporthalle der Eichenschule – beide in Benutzung der Handballer – über die Ferien komplett geschlossen.

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