Fußball-Bezirksliga: Union Varl sehnt nach Niederlagenserie Winterpause herbei

Es wird ungemütlich

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Tobias Nürnberg steht nach dem Abpfiff mit gesenktem Kopf auf dem Spielfeld, symptomatisch für die Situation bei Fußball-Bezirksligist Union Varl nach fünf Niederlagen in Folge. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthVARL · Es war einer dieser tristen, früh dunkel werdenen Tage, an denen man lieber auf dem Sofa bleibt – er passte perfekt zur sportlichen Situation bei Fußball-Bezirksligist Union Varl. Es ist nämlich ungemütlich geworden beim Tabellen-14., der am Sonntag mit dem 0:1 gegen den TuS Lahde/Quetzen die fünfte Niederlage in Folge kassierte und sich dabei wie eine Mannschaft präsentierte, die es sehr, sehr haben wird, die Klasse zu halten.

„Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht, haben die richtige Einstellung gezeigt und waren bissig und haben mit viel Einsatz gespielt“ – diese Worte stammen natürlich nicht von Varls Trainer Sebastian Numrich, sondern dessen Kollegen aus Lahde. „Das waren enorm wichtige drei Punkte“, ergänzte Michael Skibbe noch

Druck

von unten

und bohrte damit noch ein bisschen tiefer in der Wunde der Gastgeber. Die haben im Rennen um den Klassenerhalt Druck von unten bekommen, denn neben Lahde/Quetzen, das nun ebenfalls 17 Zähler auf dem Konto hat, gewannen am Sonntag auch der Vorletzte Preußen Espelkamp II (jetzt 15 Punkte) und Schlusslicht SV Hausberge (11).

Numrich musste am Sonntag andere Worte wählen, um das Geschehene zu beschrieben: „Wir haben es ja kaum einmal geschafft, einen Pass über zwei, drei Meter an den Mann zu bringen. Wir hatten zu viel Hektik am Ball und haben ihn gleich wieder verloren. Die einfachsten Dinge haben nicht geklappt“, erklärte der Varler Coach, druckste um das sich aufdrängende Wort „Verunsicherung“ jedoch herum. „Verkrampft vielleicht. Jedenfalls nicht so, wie ich die Mannschaft sonst kenne.“

Wirklich überraschend kommt diese negative Entwicklung bei den Rot-Weißen allerdings nicht. „Was im Training passiert oder besser gesagt nicht passiert, merkt man halt im Spiel“, legt Numrich den Finger in die Wunde. Aus diversen Gründen sind unter der Woche nur sechs bis acht Spieler beim Training, produktive Übungsabende sehen anders aus. Dazu kommt das Verletzungspech. Am Sonntag musste Mario Niestrath nach 20 Minuten raus, Sven Kassen hielt 50 Minuten durch und setzte sich danach auf die Bank neben Marcel Rosengarten, Marco Hodde, Patrick Spreen, Niestrath und Jens Meier.

Die Varler, die am 1. Dezember, noch ein Heimspiel gegen den BV Werther haben, sehnen die Winterpause herbei – und das liegt nicht nur am Wetter.

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