Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke kann heute Buße tun gegen Balingen

„Es wird 60 Minuten weh tun“

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Trifft auf seinen alten Verein, gegen den er mit dem TuS N-Lübbecke noch nie gewonnen hat: Rechtsaußen Dennis Wilke. ·

Lübbecke - Von Andreas GerthFrüher gab es die Selbstkasteiung, im digitalen Zeitalter bedient man sich Videos. „Ich habe mir am Montag Vormittag noch einmal das Wetzlar-Spiel angeschaut“, erzählt Dirk Beuchler und lächelt dabei gequält. Die Aufzeichnung der 21:31-Niederlage am frühen Morgen – und der Tag war gelaufen. Beuchlers Bilanz des Folterstreifens: „Wir haben als Mannschaft nicht voll dagegengehalten. So können wir uns nicht präsentieren.“ Die gute Nachricht: Er und Handball-Bundesligist TuS N- Lübbecke können schon heute Abend im Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten (Merkur-Arena, Anwurf 19 Uhr) Buße tun.

Das zweite Saisonspiel am Sonntag Abend bei der zuvor punktlosen HSG Wetzlar war aus Sicht der Gäste tatsächlich eine Strafe. „Mir haben die Fans Leid getan, die mitgereist sind“, sagt Teammanager Zlatko Feric und legt nach: „Das Kollektiv hat nicht stattgefunden. Wenn sich nicht jeder den Hintern aufreißt, kommt so etwas dabei heraus.“

Bei der routinemäßigen Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Balingen wurde auch Dennis Wilke gequält. „Was soll ich sagen ? Was da in Wetzlar passiert ist, ist schwer zu erklären“, stammelte der TuS-Rechtsaußen und wirkte dabei, als müsse er gleich über glühende Kohlen gehen. Doch immerhin: Der TuS N-Lübbecke gelobt Besserung.

„Das Gute ist, dass wir schon am Mittwoch die Chance bekommen, einiges wieder gerade zu biegen“, betont Trainer Dirk Beuchler. Das beinhalte die Rückkehr zu den Tugenden, die den TuS N-Lübbecke im ersten Spiel beim 33:22 gegen Melsungen so stark gemacht haben – und gegen Wetzlar auf ganzer Linie fehlten.

„Das ist Einstellungssache“, betont Dirk Beuchler. „Gegen Balingen geht es erst einmal darum, den Kampf aufzunehmen und in der Abwehr dagegenzuhalten. Dieser Wille muss wieder erkennbar sein.“

Eine Tugend, die allerdings auch den Gegner auszeichnet. „Auch im letzten Jahr ist Balingen mit vielen Verletzten zu uns gekommen – und hat gewonnen“, erinnert sich Dennis Wilke. „Balingen ist bekannt dafür, immer bis zum Schluss zu kämpfen. Deshalb geht es auch für uns am Mittwoch nur über den Kampf.“

Dabei bedienen sich die „Gallier von der Alb“ unkonventioneller Mittel. „Mein Trainerkollege Rolf Brack ist ja bekannt dafür, mal mit zwei oder drei Kreisläufern spielen zu lassen oder den Torhüter herauszunehmen. Das macht Balingen zu einem sehr unangenehmen Gegner“, urteilt Beuchler und wirkt ehrlich beeindruckt. „Die Balinger haben sicherlich nicht den größten Etat und trotzdem haben sie in den letzten Jahren immer den Klassenerhalt geschafft. Das verdient Respekt.“

Zudem warten die Gäste aus dem Süden Stuttgarts mit verschiedenen Abwehrsystemen auf, die eines gemeinsam haben. Beuchler: „Balingen spielt hart. Für uns heißt das, es wird 60 Minuten weh tun.“ Zur Strafe für die Wetzlar-Qual.

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