„Wir sind keinesfalls chancenlos“ / Lintelmann konzentriert sich auf Damen

Weher Handballer freuen sich auf Herausforderung

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Bei der Feier zum Aufstieg in die Landesliga war Co-Trainer Tobias Lintelmann noch mittendrin. In der kommenden Saison will er sich aber auf die Damen-Mannschaft konzentrieren.

Wehe - Der TuS Wehe hatte die Rahdener Sporthalle am Wochenende fest im Griff. Am Samstag feierten die Handball-Herren die Start-Ziel-Meisterschaft in der Bezirksliga mit anschließender „Schwarz-Weißer Nacht“, am Tag darauf die A-Juniorinnen die erneute Qualifikation für die Oberliga. Passend zu diesem Turnier stießen nach einer kurzen Verschnaufpause auch die ersten Rückkehrer zu den letzten Standhaften der Meisterfeier.

Die Spieler genossen den Landesliga-Aufstieg und waren erleichtert, dass es nicht mehr auf das letzte Saisonspiel bei GWD Minden III ankommt. „Ich habe Karten für das Final Four des DHB-Pokals in Hamburg. Jetzt kann ich auch hinfahren“, meinte Trainer Marcel Ihlenfeld, bei dem vor dem Anpfiff des letzten Saisonheimspiels eine gewisse Nervosität unübersehbar war – obwohl der letztendlich mit 40:26 klar bezwungene Gegner LiT NSM III lediglich mit einem überschaubaren Aufgebot angereist war. Zum Schluss war es auch ein Schaulaufen des neuen Meisters.

Ein Aufstiegs-T-Shirt bekam auch Henrik Emshoff, der während der Saison ausgeholfen hatte. Auch die Meisterurkunde hatte er zwischenzeitlich in den Fingern. Für den Rückraumspieler, der sich vor zwei Jahren zurückgezogen hatte (und mit einem Comeback liebäugelt), nichts Neues. „2011 war es eine Urkunde zum Aufstieg, aber 1999 ebenfalls die Meisterurkunde“, meinte Emshoff. Er erinnert sich noch genau an den letzten Weher Titelgewinn in der Bezirksliga: „Damals haben wir nur nach dem letzten Spieltag auf dem ersten Platz gestanden. Oeynhausen II war Spitzenreiter, und ein Unentschieden gegen uns hätte der Mannschaft zur Meisterschaft gereicht. Aber wir haben gewonnen.“ Es folgten elf Landesliga-Jahre.

Jetzt war der TuS SW Wehe vom ersten Spieltag an Spitzenreiter, wobei der Druck zum Saisonende immer größer wurde. In der Landesliga freut sich Trainer Marcel Ihlenfeld über eine gänzlich andere Ausgangsposition. „Wir sind keinesfalls chancenlos“, betont Routinier Armin Hensel. Er sieht Wehe besser aufgestellt als in der Saison 2011/12 (Abstieg nach nur einem Jahr mit acht Punkten). Als Schiedsrichter (zusammen mit Mitspieler Phil Hesse) oft bei Landesligaspielen im Einsatz, hat er Vergleichsmöglichkeiten.

Ihlenfeld freut sich vor allem auf die vielen Kreis-Derbys in der Landesliga, wobei es durch den Aufstieg der HSG Porta Westfalica und den Abstieg des HSV Minden-Nord zwei weniger werden. Es verbleiben aber TuS Nettelstedt II, TV Hille, HSG EURo, Eintracht Oberlübbe, TuS Lahde-Quetzen und HCE Bad Oeynhausen.

Für den TuS SW Wehe ist es ein Doppelaufstieg in die Landesliga. In der ersten Reihe der Zuschauerränge saßen die Spielerinnen, die ihren Aufstieg in die Frauen-Landesliga bereits im März feierten. Am Samstag sorgten sie für gute Stimmung in der Rahdener Sporthalle. Die Verbindung zwischen beiden Mannschaften stellt Tobias Lintelmann als Trainer des Frauenteams und Co-Trainer des Männerteams. Allerdings nicht mehr in der kommenden Saison. „Ich habe den Aufwand unterschätzt und werde mich auf meine Traineraufgabe bei den Frauen konzentrieren. Da wir in eine neue Umgebung kommen, wird auch dies ein größerer Aufwand sein“, so Lintelmann. Wenn Marcel Ihlenfeld verhindert sei oder es wünsche, werde er aber sicher aushelfen.

DK

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