Fußball-Kreisliga A: Hängende Köpfe in Levern, gute Stimmung in Pr. Ströhen

„Wir können nicht selber das Spiel machen“

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Artur Lymar machte für seinen SSV ein starkes Spiel, bereitete ein Tor vor und traf einmal selbst. Dafür gab‘s ein Sonderlob vom Trainer. ·

Wehdem - Von Melanie RussDer SC Isenstedt tat sich in Lübbecke zwar anfangs etwas schwer, präsentierte sich am Ende aber doch wieder meisterlich, beim TuS Dielingen ist die Welt nach dem 7:0-Sieg gegen Hüllhorst wieder einigermaßen in Ordnung, und auch beim SSV Pr. Ströhen ist die Stimmung nach dem 3:0-Sieg gegen den TuS Levern bestens, hat sich das Team von Toni Trucco mit den drei Punkten doch ein bisschen Luft zu den Abstiegsrängen der Fußball-Kreisliga A verschafft. Bei den akut abstiegsgefährdeten Levernern dürfte die Stimmung dagegen einen neuen Tiefpunkt erreicht haben.

„Absolut enttäuscht“ war Leverns Spielertrainer Holger Binder nach der schwachen Partie gegen Pr. Ströhen. „Man konnte sehen, wer gewinnen wollte“, sagte Binder und meinte damit nicht seine Mannschaft. Im Vorfeld hatte er mit seinen Spielern besprochen, worauf es ankommt, zu sehen war davon auf dem Platz dann aber nichts.

„Für uns scheint es wesentlich einfacher zu sein, wenn wir nur das Spiel zerstören müssen. Wir können nicht selber das Spiel machen“, sagte er mit Verweis auf den 1:0-Sieg gegen TuRa Espelkamp in der Vorwoche. Im Nachhinein hätte Binder lieber gegen Pr. Ströhen als gegen TuRa gewonnen. „Es wäre für die Moral vielleicht besser gewesen, wenn wir uns gegen einen direkten Konkurrenten hätten behaupten können.“

Beim SSV breitet sich dagegen Optimismus aus. „Durch sind wir noch nicht, wir können aber ruhiger in die nächsten Spiele gehen“, so Trainer Toni Trucco nach dem hochverdienten Sieg. „Nach dem 1:0 wurde es etwas holprig. Da haben wir Levern mit vielen Fehlpässen fast wieder ins Spiel geholt.“ Allerdings habe man keine Chance des Gegners zugelassen, resümierte Trucco, der für Artur Lymar ein besonderes Lob hatte. „Er hat viel geackert, das 1:0 vorbereitet und sich mit dem Tor zum 3:0 belohnt.“ Kleiner Kritikpunkt: „Vorher hätte er in einer Situation quer legen müssen auf Rewald.“

Die Stimmung sei gut, alle zögen gut mit, ist Trucco mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden. „Wir können viel rotieren, so dass jeder zu seinen Einsätzen kommt.“

Die Einstellung stimmt offenbar auch beim TuS Dielingen wieder. Gegen den Tabellenvorletzten SV Hüllhorst haben sich die Gelb-Blauen den Frust nach der Niederlage gegen den ISC so richtig von der Seele geschossen. Mindestens genauso sehr wie über die sieben Tore freut sich Spielertrainer Tom Westerwalbesloh über die geschlossene Mannschaftsleistung. „Wir wollen die Saison vernünftig zu Ende bringen, auch wenn uns die Personalsorgen bis zum Ende verfolgen werden.“

Wichtige drei Punkte fuhr auch TuRa Espelkamp ein. Beim 0:1-Pausenrückstand schwante Betreuer Theo Müller schon Böses. „Ich habe schon befürchtet, dass es wieder ein 0:1 wird.“ Am Ende setzten sich die Tu Raner gegen Holzhausen aber doch mit 3:1 durch. „Das ist ein wichtiges Erfolgserlebnis, nachdem wir drei Spiele nur im Leerlauf herumgestochert haben“, so Müller, für den der Sieg aufgrund der vielen Chancen völlig verdient ist.

Am Ende verdient war auch der 6:2-Erfolg von Spitzenreiter SC Isenstedt in Lübbecke, obwohl die Gastgeber dem ISC das Leben reichlich schwer gemacht und Pech im Abschluss hatten. „Wir haben gegen den Favoriten ein gutes Spiel geliefert. Der ISC war mit dem 2:2 zur Pause gut bedient“, befand Lübbeckes Trainer Philipp Knappmeyer. „Der Doppelschlag nach der Halbzeit war entscheidend, auch wenn wir weiter gekämpft und dreimal den Pfosten und einmal die Latte getroffen haben.“ Letztendlich habe sich vor allem in den Kontersituationen die individuelle Klasse des ISC gezeigt. „Wir haben 40 Tore, der ISC 76 Tore. Da sieht man schon den Unterschied.“

Eine Premiere feierte der VfL Frotheim. Beim 2:2 gegen Tengern III gab‘s zum ersten Mal in der Saison eine Punkteteilung. „Wir haben eine gute Moral bewiesen, sind nach Rückständen immer wieder zurückgekommen und haben am Ende verdient einen Punkt geholt“, lautete Trainer Holger Sarres zufriedenes Fazit.

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