Wettkampf der jungen Bogenschützen in Oberbauerschaft/Finke: Brauchen mehr Turniere

Technik, Motivation und mentale Stärke – alles für den Schuss ins Gold

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Überregionales Turnier: Zum ersten Bezirksvergleichswettkampf trafen sich jetzt die jugendlichen Kader-Bogenschützen aus OWL und dem Münsterland auf der Bogensportanlage „Am Katzenbusch“ in Oberbauerschaft. Zuglassen waren auch Newcomer und Gäste.

Lübbecke - „Alles ins Gold“ hieß es jetzt für die jungen Bogenschützen des OWL-Kaders. Beim ersten Bezirksvergleichswettkampf trafen sie auf dem Bogensportgelände „Am Katzenbusch“ in Oberbauerschaft auf die Kaderschützen aus dem Münsterland. Zusätzlich konnten sich junge Talente aus den Bogensportvereinen für den Kader sichten lassen.

In zwei Runden galt es für die Mädchen und Jungen, sechs mal sechs Pfeile mit dem olympischen Recurvebogen auf Distanzen zwischen 25 und 70 Metern zu schießen je nach Altersklasse. „Die Wettkampfatmos-phäre merkt man den Jugendlichen an“, stellt Trainer Holger Finke fest. Darum sei es wichtig, dass mehr Turniere stattfinden würden. Die Rangfolge sei am Ende gar nicht so entscheidend, merkt der Hüllhorster an, der gemeinsam mit Katharina Ritzenhoff das Stützpunkttraining in Oberbauerschaft leitet. Die Mindenerin vom SV Meßlingen ergänzt: „Je öfter die Kinder und Jugendlichen Wettkampfsituationen erleben, umso entspannter gelingt es ihnen dann hoffentlich damit umzugehen.“ Neben der Technik ist mentale Stärke entscheidend für den Erfolg beim Bogenschießen.

Deutschland hat vor nicht allzu langer Zeit mit Goldmedaillen im Weltcup gezeigt, dass es mit führenden Nationen wie Korea mithalten kann. Dieses Niveau zu halten, erfordert ein professionelles Training schon an der Basis. 2014 gab es einen internationalen Kadervergleich der Bogenschützen. Dadurch entstand die Idee, ein „Meet the best“ auch auf regionaler Ebene zu installieren. „Der Bogensportplatz hier in Oberbauerschaft ist einer der besten, den wir im Land haben“, lobt Günter Kuhr. „Die Ergebnisse fließen mit ein, wenn wir die freien Plätze im Kader an Nachrücker vergeben, sind aber nicht allein entscheidend“, erläutert der Kadertrainer aus dem Münsterland. Ebenso wichtig sei die Motivation, mehr als das eigentliche Schießtraining zu leisten.

Die jungen Talente in OWL würden leider nicht so gefördert werden können, wie sie es sich wünschen würden, da es in den Vereinen an qualifizierten Trainern fehle, bedauern Finke und Ritzenhoff. „Das Münsterland ist da klar im Vorteil aufgrund der besseren Vereinsstrukturen.“

„Das Training hat viele Facetten, die sich um weit mehr als nur Technik drehen“, erklärt das Trainer-Duo. „Wir arbeiten mit einem Mentaltrainer und Physiotherapeuten zusammen. Das hat uns weitergeholfen und die Eltern beruhigt.“ Seit rund anderthalb Jahren ist die Bogensportabteilung des SV Blau-Weiß Oberbauerschaft als Trainingsstützpunkt des Kaders offiziell Anlaufstelle für die elf- bis 18-jährigen Talente aus Ostwestfalen-Lippe. Die beiden Trainer wissen die Verantwortlichen im Verein hinter sich, dennoch würden sie neben Monika Wildemann als Betreuerin gern zusätzlich jemanden finden, der sie unterstützt.

Ihre eigene aktive Karriere haben Holger Finke und Katharina Ritzenhoff inzwischen an den Nagel gehängt. „Schießen und trainieren geht nicht“, berichten die erfolgreichen Bogenschützen. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf der guten Ausbildung der Jugendlichen.“

sor

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