Fußball-Kreisliga A: Nach 6:2-Gala bleibt nur TuRa als ISC-Jäger über

Westerwalbesloh hakt die Meisterschaft ab

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Die Geste sagt alles: Taskin Tuerker und die Dielinger waren ratlos gegen TuRas Angriffswirbel.

Rahden - Von Michael MeierDas Spitzenspiel in der Fußball-Kreisliga A zwischen dem SC Isenstedt und TuRa Espelkamp gibt es erst am kommenden Sonntag, doch einen Wunsch hat Holzhausens Trainer Jörg Bohlmann jetzt schon: „Die gesamte Liga kann nur hoffen, dass TuRa gewinnt, ansonsten wird es langweilig !“ Mit dem furios herausgespielten 6:2-Sieg gegen den TuS Dielingen gaben die TuRaner jedenfalls schon einmal eine beeindruckende Kostprobe für das Gipfeltreffen ab – vor den Augen der Isenstedter übrigens, die am vergangenen Sonntag in Alt-Espelkamp am Platz waren und beeindruckt nach Hause fuhren.

„Das war in der ersten Halbzeit unsere beste Saisonleistung. Sehr nahe an dem, was wir uns vorstellen“, war nach der 6:2-Gala sogar der meist kritische TuRa-Trainer Klaus Schmitz zufrieden gestellt. In der Aufarbeitung mit dem Vereinsvorsitzenden Jörg Winkelmann gönnte sich Schmitz ein Vitamalz. „Das schmeckt nach solchen Spielen natürlich noch besser“, witzelte der TuRa-Coach.

Zuvor hatte der Espelkamper „Braumeister“ das richtige Rezept gefunden, um den TuS Dielingen zu knacken. Dies bestand aus Kampf, Bereitschaft, Effizienz im Abschluss und als Schaumkrone einer überragenden Vorstellung von Andri Reimer, der mit drei Toren in der ersten Halbzeit die Dielinger fast im Alleingang abschoss. Zur Belohnung dürfte der wieder zur Bestform findende Reimer zu Beginn der zweiten Halbzeit mit Applaus vom Feld. „Andri war leicht angeschlagen und wir wollten kein Risiko eingehen“, so sein Trainer.

Schmitz: In Isenstedt

zählt für uns nur ein Sieg

Auch die beiden Gegentoren in der Schlussphase ärgerten Klaus Schmitz diesmal nicht. „Durch die Wechsel haben wir etwas unsere Ordnung verloren und Dielingen hat seinerseits dagegengehalten“. Auf ihn und seine Grün-Weißen wartet nun am Sonntag in Isenstedt gleich der nächste „Kracher“. Dabei lastet der Druck auf den TuRanern, und das weiß auch Klaus Schmitz: „Ich freue mich enorm auf das Spiel. Da wird es ordentlich zur Sache gehen. Wir wollen den Schwung aus diesem Spiel mitnehmen. Bei der aktuellen Tabellensituation zählt für uns nur ein Sieg.“

Uninteressant ist das Ergebnis des Spitzenspiels für den TuS Dielingen, der nämlich hat sich aus dem Aufstiegsrennen erst einmal verabschiedet. „Über die Meisterschaft brauchen wir kein Wort mehr zu verlieren“, so die klare Aussage von Tom Westerwalbesloh.

Den Großteil der Demütigung seiner Mannschaft musste sich der Dielinger Spielertrainer von der Seitenauslinie anschauen, dort dürfte das 0:5 nach 30 Minuten noch mehr wehgetan haben, als selber auf dem Platz zu stehen. Eine Oberschenkelverletzung zwang Westerwalbesloh bereits nach einer Viertelstunde dazu, sich selbst auszuwechseln. Zu diesem Zeitpunkt stand es nur 0:1. Was sich danach abspielte, war Frust pur. „Wir hatten uns für das Spiel einiges vorgenommen und sind dann voll unter die Räder gekommen. Es war eine Katastrophe, und da lasse ich auch nicht die beiden früheren Auswechslungen als Entschuldigung gelten“, betont Tom Westerwalbesloh.

Auffallend sind beim TuS Dielingen die Parallelen zu den beiden vorangegangenen Auswärtsniederlagen bei BW Oberbauerschaft und BW Vehlage. Auch hier wurden die Nordkreisler vom Gegner in den ersten 45 Minuten regelrecht überrannt. „Wenn wir kein Zweikampfverhalten an den Tag legen, haben wir keine Chance, und das war leider auch gegen TuRa in der ersten Halbzeit der Fall“. Das Thema Meisterschaft hat sich für den Dielinger Spielertrainer deshalb erledigt. „Das gibt der Kader derzeit einfach nicht her. Es ist aber schon enttäuscht, dass wir uns nach dem guten Start jetzt das Gesamtergebnis kaputtmachen“, so Westerwalbesloh nachdenklich. Zumindest etwas Positives fand der 29-Jährige dann aber doch: „Trotz des klaren Rückstandes hat die Mannschaft in der zweiten Halbzeit Moral gezeigt“.

Den „Heimfluch“ besiegt haben am Sonntag der TuS Levern und SSV Pr. Ströhen. Beide feierten den ersten Heimsieg der laufenden Saison, der beiden Mannschaften gut tat. Levern gab die Rote Laterne ab und verbesserte sich auf einen Nichtabstiegsplatz, die Ströher vergrößerten den Abstand auf die Abstiegszone auf nun sieben Punkte.

Wie der 2:1-Heimsieg gegen Blau-Weiß Oberbauerschaft zustande kam, war Leverns Spielertrainer Holger Binder nach dem Abpfiff egal. „In unserer Situation helfen nur Siege. Da ist es zweitrangig ob verdient oder unverdient. Durch die beiden kuriosen Tore war er auf jeden Fall glücklich. Aber die schmutzigen Siege sind oft die schönsten“, so Binder. Nach einem Zusammenprall mit Chris Leffler erlebte Leverns Abwehrchef das Spielende an der Seitenlinie mit einem „Brummschädel“, der jedoch zu verschmerzen war. Eine weitere Niederlage hätte sicherlich für größere Kopfzerbrechen gesorgt.

Trucco: Mannschaft hat

richtige Reaktion gezeigt

Wie Levern war zuvor auch der SSV Pr. Ströhen ohne Heimsieg. Dies und vor allem die jüngste Niederlage in Alswede zwangen Trainer Toni Trucco zum Handeln vor dem wichtigen Spiel gegen den BSC Blasheim. Mannschaftskapitän Sven Kolwey wurde ins defensive Mittelfeld beordert, Nils Tinnemeier spielte den klassischen Libero. „Dadurch haben wir in der Defensive gut gestanden und aus dem Spiel heraus keine Chance der Blasheimer zugelassen“, freute sich der SSV-Coach und sah sich bestätigt. „Die Mannschaft hat die richtige Reaktion auf die Niederlage in Alswede gezeigt“.

Mit dem nötigen Humor steckte Thorsten Bunde die Niederlage in Pr. Ströhen weg. „Das Spiel hat mich irgendwie an die Duelle in der Kreisliga B erinnert. Vor allem vom Niveau“, so der Blasheimer Coach. Dennoch gratulierte Bunde den Ströhern fair zum Sieg. „Es war ein Spiel ohne große Torchancen, Ströhen hat dennoch zwei Tore gemacht. Wir haben dieses Spiel verdient verloren, weil bei uns einfach nichts geklappt hat. Solche Tage gibt es leider“.

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