Peinliche Preußen-Pleite, zufriedene Varler

„Wenn sie uns schon nicht schlagen...“

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Die erste Mannschaft besiegt, danach ein wenig getröstet: Eugen Fritz. ·

Minden-luebbecke - VARL/ESPELKAMP · Sebastian Numrich hatte die Qual der Wahl. Zwischen 18 Spielern musste er sich entscheiden. Elf durften von Beginn an ran, die anderen sieben nahmen auf der Ersatzbank Platz.

„Das hieß natürlich auch, dass vier in den sauren Apfel beißen müssen und nicht spielen werden“, erklärte im Nachhinein der Varler Coach. Ein Luxusproblem beim Fußball-Bezirksligisten am Sonntag beim 5:2-Erfolg im Auftaktspiel in Werther.

Die, die spielten, machten ihre Sache sehr gut. „Wir haben schon im Mittelfeld mit dem Verteidigen angefangen und viele Bälle erobert“, blickte Numrich zufrieden zurück. Nach den Ballgewinnen schalteten die Varler immer wieder schnell und schnörkellos um. Die daraus resultierenden Gegenstöße konnten von den Gastgebern dreimal nur auf Kosten eines Strafstoßes gestoppt werden, die Pascal Meier nervenstark verwandelte. „Wir haben die Mehrzahl der Zweikämpfe gewonnen und es Werther dadurch sehr schwer gemacht, ins Spiel zu kommen“, so ein zufriedener Numrich.

Eine Taktik, die vielleicht auch im nun folgenden ersten Saisonheimspiel gegen den BV Stift Quernheim Erfolg haben könnte. Die Herforder starteten am Sonntag mit einem 6:1-Heimerfolg über den SV Hausberge, wobei sie schon zur Halbzeit mit 4:0 führten und viel Offensivpotenzial aufzeigten. Auch gegen diesen Gegner werden die Varler also eine aufmerksame Defensivleistung als Basis brauchen.

Genug Spieler konnte am Sonntag auch Uwe Eberhardt aufbieten, doch keiner von ihnen rief auch nur annähernd sein Leistungsvermögen ab. Die verdiente Quittung war die peinliche 1:2-Niederlage im Vereinsduell gegen die aufgestiegene zweite Mannschaft.

„Das war ja noch schlimmer als im Pokalspiel gegen Langscheid. Das hatte mit Sport nichts mehr zu tun“, polterte der Preußen-Coach, während seine Spieler zur Aussprache noch auf dem Platz hockten.

„Vielleicht war das ja ein Denkzettel zum richtigen Zeitpunkt“, meinte Eugen Fritz. Als Spieler der zweiten Mannschaft hatte er 90 Minuten lang die Akteure der ersten Mannschaft beharkt und tatkräftig mitgeholfen, die Überraschung vor den verwunderten Zuschauern im Pürsten-Stadion perfekt zu machen. Nach dem Abpfiff setzte sich Eugen Fritz dann in die Runde der Geschlagenen, da wohl schon in seiner Funktion als Vizepräsident des Vereins.

Uwe Adam konnte sich derweil ein Grinsen nicht verkneifen. „Die Erste wollte ja, das es kein Trainingsspiel wird“, berichtete der Coach der zweiten Mannschaft genüsslich. „Wir haben als Mannschaft funktioniert. Bei uns war jeder für den anderen da. Wir werden auch in den nächsten Spielen über den Kampf kommen und es jedem Gegner schwer machen, uns zu schlagen“, so Uwe Adam, dessen Team am Sonntag erneut im Pürsten-Stadion spielt, dann gegen den SV Kutenhausen.

Bei den Ambitionen der ersten Mannschaft schaut sich Adam indes nicht viel weg: „Wenn sie uns schon nicht schlagen...“ · ag

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