Handball-Bezirksligist startet heute mit Auswärtsspiel in die Saison / Kemenah: Zusammenhalt großartig / Durchschnittsalter bei 22 Jahren

Wehes Problem ist gleichzeitig die Trumpfkarte

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Spielern den Rücken stärken: Wehes Trainer Christian Kemenah (v.r.) mit Steffen Lohmeier, Jonas Bruhn, Julian Hodde und Christian Ellers. ·

Minden-luebbecke - RAHDEN/WEHE · Christian Kemenah weiß selber, dass es eine Phrase ist und doch beschreibt es die Situation bei Handball-Bezirksligist TuS „Schwarz-Weiß“ Wehe vor dem Saisonstart am heutigen Samstag am besten. „Wir können nur von Spiel zu Spiel schauen“, sagt der Coach – zunächst also auf das Auftaktspiel heute Abend bei Landesliga-Absteiger HSG Löhne-Obernbeck in der Löhner Gymnasiumsporthalle (Anwurf 18.45 Uhr).

Innerhalb der Weher Mannschaft ist es ein bisschen wie bei den Bienen. Kaum ist eine Aufgabe erledigt, schwirren sie in verschiedene Richtungen davon. Kommen sie wieder zusammen, sind sie produktiv. „Man muss es den Jungs sehr hoch anrechnen, dass sie von ihren Studienorten nach Hause kommen, um dort Handball zu spielen. Aus Köln schaut man ja nicht gerade mal schnell in Rahden vorbei. Die Jungs ziehen wirklich mit – wenn sie denn da sind“, betont Kemenah.

Als er vor einem Jahr den Trainerposten beim TuS Wehe übernahm, war ihm klar, auf was er sich da einlassen würde: Eine sehr junge Mannschaft mit Studenten und Schichtarbeitern, die unter der Woche kaum bis gar nicht trainieren können und nur am Wochenende zusammenkommen – paradoxerweise ist genau das Wehes Trumpfkarte. „Der Zusammenhalt ist großartig. Wäre das nicht so, würden die Jungs diesen Aufwand nicht betreiben“, erklärt Christian Kemenah.

In der vergangenen Saison ging der Kraftakt gut. Trotz der Doppelbelastung für die auch bei den Männern voll mitziehenden A- Jugendspieler Jonas Bruhn, Dennis Thielemann, Julian Hodde und Thorben Knost wurde in der Abschlusstabelle ein sehr respektabler fünfter Platz erreicht. „Das wird schwer zu wiederholen sein“, deutet der Trainer an. Wo der TuS SW Wehe diesmal steht, sei ohnehin schwer einzuschätzen, weil die Staffel 1 mit vielen neuen Mannschaften aus dem Raum Paderborn besetzt ist.

Auf jeden Fall zu den Favoriten wird der HCE Bad Oeynhausen gezählt – Wehes Gegner im ersten Heimspiel der Saison am Sonntag, 22. September (17.15 Uhr). Wehes fester Heimspieltag ist jedoch der Samstag mit einer im Vergleich zur Vorsaison um eine halbe Stunde nach vorn gelegten Anwurfzeit um 18.45 Uhr. „Dadurch erhofft man sich im Verein, mehr Zuschauer in die Halle zu bekommen. Und Unterstützung kann die junge Mannschaft gut gebrauchen“, betont Christian Kemenah.

17-Jähriger als

zweiter Mann im Tor

Vor der ersten Herrenmannschaft spielen Wehes Bezirksliga-Frauen, die von Tobias Lintelmann trainiert werden. „Das macht die Sache für ihn einfacher. Doch am ersten Spieltag gibt es eine zeitliche Überschneidung“, berichtet Kemenah, der in dem 31-jährigen Lintelmann einen erfahrenen Torhüter und Rückhalt im Team hat – Keeper Nummer zwei ist der 17-jährige Markus Hartlage. Ihn wollte Kemenah eigentlich behutsam übers Training heranführen, doch da sich Nico Langschmidt abgemeldet hat, wird daraus nichts. Hartlage, im ersten A-Jugendjahr und mit einem Doppelspielrecht ausgestattet, muss auch bei den Männern ran.

Auch Thorben Knost kann noch in der A-Jugend spielen, viele andere Akteure im Kader mit einem Durchschnittsalter von unter 22 Jahre sind nur unwesentlich älter. „Am Ende der vergangenen Saison haben wir ja Andreas Hagemeier und Henrik Emshoff verabschiedet, das Durchschnittsalter ist also noch einmal gesunken“, erzählt Kemenah und muss dabei selber lachen. „Das ist vorsichtig gesagt eine Herausforderung.“

Entsprechend übersichtlich ist im Weher Team die Fraktion der älteren Führungsspieler wie Armin Hensel, Steffen Lohmeier und Tobias Lintelmann. Und entsprechend vorsichtig ist Wehes Trainer, wenn es um die Formulierung der sportlichen Ziele geht. „Zunächst einmal geht es für uns darum, in der Tabelle nicht gleich unten rein zu rutschen. Das wird angesichts unseres Auftaktprogramms schon schwer genug“, unterstreicht der Coach.“ Auch deshalb schaut Christian Kemenah lieber nur von Spiel zu Spiel. · ag

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