Vorschau auf die Saison in der Fußball-Kreisliga B/TuSpo und OTSV Favoriten

Bis zu vier Aufstiegsplätze, aber auch viele Bewerber

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Neuzugang in Aktion: Dennis Kröcker möchte mit A-Liga-Absteiger TuS Levern im oberen Tabellendrittel mitmischen.

Stemwede/Rahden - Von Andreas Gerth. Die Gelegenheit ist günstig. Um bis zu vier Aufstiegsplätze – so viele wie noch nie – geht es in der Fußball-Kreisliga B in der Saison 2014/2015. Der Haken an der Sache: Es gibt auch jede Menge Bewerber.

Auch diesmal muss die Bezirksliga mitspielen. Im Klartext: Steigt keiner der drei heimischen Lübbecker Bezirksligisten ab, dann gibt es in der Kreisliga B tatsächlich vier Aufsteiger. So jedenfalls ist es in der geänderten Auf- und Abstiegsregelung durch den Vorstand des Fußballkreises Lübbecke festgelegt worden. Steigt ein Lübbecker Bezirksligist ab, sind es in der B-Liga immerhin noch drei Aufsteiger. Zum Vergleich: In der Vorsaison war es nur Meister TuS Gehlenbeck, der hoch durfte, während Vizemeister TuSpo Rahden in die Röhre schaute und nun einen neuen Anlauf nehmen muss – einen erfolgreichen, wie man in Rahden hofft.

„Bei dieser Konstellation ist der Aufstieg ein Thema für uns“, sagt Spielertrainer Martin Neumann und outet sich als einer der potenziellen Aufstiegsanwärter. Nicht weit hergeholt, denn schon in der vergangenen Saison ließ die junge Truppe vom Brullfeld ihr Potenzial aufblitzen. Nur eben nicht beständig genug, um an Gehlenbeck vorbei zu ziehen. Jetzt aber scheint die Zeit reif zu sein. Mit mehreren Neuzugängen wurde der Kader breiter aufgestellt. Und ein Sieg in der Vorbereitung gegen Bezirksligist Union Varl unterstreicht: Der Weg an die Spitze der Kreisliga B kann eigentlich nur über den TuSpo Rahden führen.

Womit man zwangsläufig auch beim OTSV Pr. Oldendorf wäre. Kein B-Ligist hat sich so namhaft verstärkt wie der Vorjahressechste. Hinten sollen es die Routiniers um den neuen Spielertrainer Willi Olfert richten, vorne die „Jungen Wilden“ mit Björn und Philipp Bredemeier und Eric Feer. „Ich würde lügen, wenn ich sage, dass der Aufstieg für uns kein Thema wäre“, so Willi Olfert vielsagend.

Sollten es der TuSpo und OTSV in die Aufstiegsplätze schaffen, wird es dahinter schon eng. Der Vorjahresdritte SV Börninghausen, SV Schnathorst, Eintracht Tonnenheide, der heimstarke Holsener SV, TuS Stemwede mit seinem Bezirksliga erfahrenen Spielertrainer Sven Kassen und vielleicht auch A-Liga-Absteiger TuS Levern – allesamt Mannschaften, die sich im oberen Tabellendrittel sehen. Doch reicht es für einen der Aufstiegsplätze?

Wohl nicht für den TuS Levern. Dort geht es für den neuen Trainer Sebastian Schmidt erst einmal darum, „den Verein nach dem Abstieg in ruhigere Fahrwasser zu bringen, Erfolgserlebnisse zu sammeln und etwas aufzubauen“, wie der 29- Jährige betont. „Und Druck vom Vorstand, gleich wieder aufsteigen zu müssen, gibt es auch keinen.“ Um ganz oben rein zu rutschen, müsste das Team mit Rodenbeck, Langenberg, Henkel, Suckau, Uhlig und den Neuzugängen Kröcker und Fritz schon am Limit spielen und von Verletzungen verschont bleiben.

Auch in Tonnenheide hat man die Erwartungshaltung runtergeschraubt. Zwangsläufig, denn mit Manuel Riesen, Dennis Möhle, Torsten Bohnhorst und Torwart Sven Hesemann hat die verjüngte Eintracht gewaltig an Erfahrung und Offensivpower verloren. „Trotzdem bin ich optimistisch, dass unsere jungen Leute diese Lücken schließen können“, ist Wolfgang Wischmeyer beim Vorjahresfünften um Zuversicht bemüht.

Beim TuS Stemwede soll Sven Kassen für Aufbruchstimmung sorgen und die Talente aus der Kreismeister-A-Jugend mitnehmen. Nach einer konfusen Saison mit Trainerwechsel, Abstiegssorgen und Platz acht kommt die Verpflichtung des Bezirksligaspielers aus Varl als positiver Impuls gerade richtig. Doch in seinem ersten Trainerjahr will der 32-Jährige die Messlatte nicht zu hoch aufhängen, zumal die Vorbereitung bescheiden läuft. „Wir haben jede Menge verletzte und angeschlagene Spieler, ich weiß noch nicht, wen ich am Sonntag aufstellen soll“, klagt Sven Kassen, der selber noch nicht wieder richtig fit ist. An ein vernünftiges Einspielen sei nicht zu denken gewesen. „Wenn alle fit sind, ist für uns sicherlich einiges möglich. Doch unter diesen Voraussetzungen wäre ein einstelliger Tabellenplatz schon in Ordnung“, so Kassen.

Auch der FC Oppenwehe hat eine bescheidene Saison hinter sich. Erst am letzten Spieltag konnte der Klassenerhalt gesichert werden. „Ich hoffe, dass wir daraus gelernt haben“, erklärt FCO-Coach Vedat Seyhan, der sich aufgrund des dünnen Kaders jedoch erneut auf eine schwierige Saison einstellen muss. Mit Tolga Hortum haben die Oppenweher immerhin einen spielstarken Rückkehrer dazu bekommen.

Eine von nur noch fünf zweiten Mannschaften in der Kreisliga B stellt der TuS Dielingen. Eine bemerkenswerte Leistung, denn für Dielingen II ist es das zwölfte (!) B-Liga-Jahr in Folge. Auch diesmal stehen die Chancen auf den Klassenerhalt nicht schlecht, denn das Team von Sven Uetrecht darf auf personelle Unterstützung aus dem breiten Kader der ersten Mannschaft hoffen. Zusätzlicher Anreiz für Dielingens Reserve, die am Sonntag mit einem Heimspiel gegen Nachbarrivale TuS Stemwede startet, ist es, beste zweite Mannschaft der Kreisliga B zu werden.

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