Fußball-Kreisliga A: SC Isenstedt baut Vorsprung aus / Absteiger gefunden ?

Vorentscheidung am Wiehengebirge

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Der SSV hätte die Partie in der ersten Halbzeit entscheiden können. Hier kommt Tim Rewald gegen Kruse zu spät. ·

Lübbecke - Von Michael MeierDer 19. Spieltag der Fußball-Kreisliga A hat gleich zwei Vorentscheidungen gebracht. Der SC Isenstedt ist dem Meistertitel unter gütiger Mithilfe der Verfolger ein weiteres Stück näher gekommen, und am anderen Ende der Tabelle scheint mit dem HSC Alswede der erste, gefühlte Absteiger festzustehen.

Niedergeschlagen

Die Bilder nach dem Schlusspfiff sprachen Bände. Niedergeschlagen kauerte Thorsten Korejtek am Pfosten seines Tores. Auch der erfahrene Schlussmann der Alsweder wird nach der 0:2-Niederlage gegen den SV Hüllhorst registriert haben, dass es eines mittelschweren Fußballwunders bedarf, um noch die Klasse zu halten. Sieben Punkte trennen die Alsweder vom rettenden Ufer – genauso viele Zähler, wie der Tabellenletzte bislang in 19 Spielen eingefahren hat.

Neun gelbe Karten

Ganz anders die Gefühlswelt beim siegreichen SVHO. „Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Da haben wir viele Sachen richtig gemacht. Es ging für beide Mannschaften um sehr viel und beide haben sich in der zweiten Halbzeit nicht wirklich vorbildlich verhalten“, räumt Enrico Held ein, der im Kellerduell neun gelbe Karten zählte. Mit dem zweiten Sieg in Folge konnten seine Mannen erstmals wieder die Abstiegsplätze verlassen. Held: „Am Sonntag wartet gegen Blasheim das nächste richtungsweisende Spiel, wir werden versuchen, erneut zu punkten.“

Gebranntes Kind

„Der Verein hat in den letzten Jahren einiges erlebt. Deswegen werden wir nicht aufhören, von Spiel zu Spiel zu denken“. Axel Krüger und der Großteil der Mannschaft des SC Isenstedt sind in Sachen verpasste Meisterschaften ein gebranntes Kind und wissen nur zu genau, dass die aktuellen sechs Punkte Vorsprung komfortabel sind, aber noch keine Entscheidung im Titelkampf bedeuten. Dennoch war der Spieltag wie gemalt für den Tabellenführer. Während die Konkurrenz Punkte liegen ließ, verbuchten die Isenstedter einen 3:1-Arbeitssieg beim BSC, nicht zuletzt eines Doppelpacks von Torjäger Alexander Koch. „Blasheim war gut eingestellt, und es war ein hartes Stück für uns, diese drei Punkte einzufahren“, sagt Krüger.

Lob ohne Punkte

Zwei Mal gut gespielt, Lob vom Gegner bekommen und dennoch beide Spiele verloren. Die Lage beim BSC Blasheim auf Platz 13 ist noch nicht besorgniserregend, aber prekär. Wie schon vor Wochenfrist in Dielingen lieferten die Blasheimer am Sonntag auch gegen Spitzenreiter SC Isenstedt 90 starke Minuten ab, wurden aber erneut nicht für ihren Aufwand belohnt. „Wir haben gut gespielt, haben aber wieder nichts in der Hand. Dennoch sind wir nicht niedergeschlagen“, so Trainer Thorsten Bunde. Am Sonntag steht für seinen BSC das wichtige Duell beim SV Hüllhorst auf dem Programm. „Die Partie wird zweifelsohne richtungsweisend sein. Gegen Dielingen und Isenstedt konnten wir ohne Druck aufspielen. Das wird in Hüllhorst anders sein“, gibt Bunde zu.

Zwischen den Stühlen

Philipp Knappmeyer konnte sich am Sonntag über einen „Dreier“ gegen den TuS Dielingen freuen, steckt aber in der Zwickmühle. „Wir haben im Spiel gegen Holzhausen versucht, mit einer offensiveren Ausrichtung aktiver zu spielen und das ist gründlich in die Hose gegangen. Ich weiß, dass wir gut und kompakt verteidigen können und dann auch eine Mannschaft wie Dielingen schlagen können. Mir geht es aber auch um die Perspektive, die eigene Mannschaft weiter zu formen und zu verbessern“, erklärte Knappmeyer nach dem 1:0-Erfolg. Für den Lübbecker Spielertrainer stellt sich die Frage, dem bewährten System zu vertrauen oder eine offensivere Spielausrichtung zu wählen und dann auch Rückschläge in Kauf zu nehmen. „Ich freue mich natürlich über den Sieg, aber ich habe auch gesehen, warum eine Mannschaft wie Dielingen so viele Punkte mehr hat als wir“.

Punkt lindert Schmerz

Für eine große Überraschung sorgte der TuS Tengern III mit dem 0:0 bei den klar favorisierten TuRanern. „Ich weiß, dass mein Körper bis Mittwoch oder Donnerstag ein einziger Schmerz ist. Aber das nehme ich diesmal gerne in Kauf“, so Tengerns Trainer Kai Sander, der aufgrund der Personalnot selber mitspielte. „Es war ein sensationeller Punktgewinn für uns. Damit war wirklich nicht zu rechnen“, freut sich Sander.

Richtige Antwort

Eine Punkteteilung muss nicht immer schlecht sein. Diese Erkenntnis teilten die Trainer am Sonntag nach dem 1:1 in Preußisch Ströhen. „Die Mannschaft hat nach der Niederlage gegen Fabbenstedt die richtige Antwort gegeben“, betonte Ströhens Coach Toni Trucco. Seine Mannen hätten in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse sorgen können, was BWO-Trainer Daniel Bönker ärgerte: „Ströhen war sehr zweikampfstark und hat uns in der ersten Halbzeit in die Ecke gestellt. Ich hatte vor dem Spiel darauf hingewiesen, worauf es gegen Pr. Ströhen ankommt. Leider hat wohl keiner gehört.“

Reingebissen

Nach den Eindrücken der ersten Spiele nach der Winterpause war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass ausgerechnet BW Vehlage gegen den SuS Holzhausen mit 3:0 gewinnen würde. Auch ohne Trainer Heinrich Dyck, der letztmalig urlaubsbedingt fehlte, zeigten die Vehlager vor allem kämpferisch eine starke Vorstellung. „Wir haben am Anfang mächtig unter Druck gestanden und da sicherlich auch ein wenig Glück gehabt. Aber wir haben uns in das Spiel reingebissen und am Ende auch verdient gewonnen“, berichtete Jan-Guido Dyck.

Für Levern mehr drin

Wieder abgerutscht auf einen Abstiegsplatz ist der TuS Levern. Zumindest ein Zähler war drin für die Leverner am Sonntag beim 0:1 bei Türk Gücü. Kapitän Waldemar Suckau und kurz vor Schluss Holger Binder vergaben die besten Chancen zum möglichen Ausgleich. Der Leverner Spielertrainer bleibt jedoch kämpferisch: „Aus schwierigen Situationen haben wir uns schon des öfteren befreit.“

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