Voltigieren: M-Team siegt, S-Team Fünfter und Siekmeier fährt zur „Deutschen“

Freudentränen nach Achterbahnfahrt der Gefühle

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Grund zur Freude: Das Wehdem-Oppendorfer S-Team (links) und das M-Team mit (hinten v.l.) Luisa Winkelmann, Eileen Siekmeier, Lisa Buck, Antje Döhnert, Saskia Steinkuhle, Isabell Keller, Melissa Redeka und Johanna Kaiser sowie (vorne v.l.) Tabea Schubert, Marcel Sühring, Deborah Roters, Kim Bergsieker, Kira Steinmann, Charlotte Bosse, Kristin Brink und Sabrina Sühring. Ganz vorne mit dem Pokal des M*-Team-Cups: Pia Hubert.

Ostenland/Stemwede - Bei den Voltigierern des Reit- und Fahrvereins Wehdem-Oppendorf flossen die Tränen – erst aus Enttäuschung, dann aus purer Freude. Mit Platz fünf für das S-Team, die Nominierung von Eileen Siekmeier für die Deutschen Meisterschaften 2014 sowie dem Sieg und Titelgewinn des M-Teams als sportliches Highlight gab es für die Schützlinge von Antje Döhnert und Saskia Steinkuhle bei den westfälischen Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Ostenland gleich mehrfach Grund zur Freude.

Zuvor aber erlebten die Gäste aus Stemweder eine Achterbahn der Gefühle. In den frühen Morgenstunden des Samstags hatten sich das S-Team und die beiden Einzelvoltigierer Eileen Siekmeier und Marcel Sühring inklusive Trainerin Antje Döhnert auf den Weg Richtung Paderborn gemacht. Dort angekommen kamen beide Pferde sicher durch die Verfassungsprüfung.

Mit einer soliden Pflicht konnte sich das Oppendorfer Team mit „Rasputhin“ zunächst den achten Rang sichern. Um aber ins Finale zu kommen und damit am folgenden Tag die Kür präsentieren zu dürfen, musste sich das Team einen der ersten sechs Plätze erkämpfen. Und das gelang dank einer ausdrucksstarken Darbietung, die mit der Gesamtnote 6,239 sowie dem Sprung auf Rang sechs und damit ins Finale belohnt wurde.

Runter ging es auf der Achterbahn für die Einzelvoltigierer. Eileen Siekmeier und Marcel Sühring mussten mit einem Ersatzpferd antreten, was in der Pflicht noch zu kompensieren war, jedoch nicht in der Kür. Das Turnen auf dem nervösen und angespannten Ersatzpferd erwies sich als unüberwindbare Hürde. Entsprechend gedrückt war die Stimmung und die ersten Tränen flossen, da klar war, dass Siekmeier und Sühring das Finale verpasst hatten.

Doch die Stemweder hatten ja noch ein weiteres heißes Eisen im Feuer: Das M- Team von Saskia Steinkuhle. Ihre Mädchen zeigten eine so gute Pflicht, wie nie im Training zuvor, und ließen damit erst einmal alle anderen Mannschaften hinter sich. Anschließend war allen Teammitgliedern klar, dass man auch eine sehr starke Kür zeigen muss, um den ersten Platz verteidigen zu können. Die geturnte Kür lief tatsächlich gut und rund, doch ob das reichen würde, blieb zunächst offen. Erst der Blick auf die ausgehängten Ergebnisse sorgte bei Trainerin Saskia Steinkuhle für Klarheit – und für Freudentränen bei den Stemwedern. Der erste Platz und damit der M*-Team-Cup geht in diesem Jahr an die dritte Mannschaft des Reit- und Fahrvereins Wehdem-Oppendorf.

Doch es gab noch weiteren Grund zur Freude im Lager der Wehdem-Oppendorfer. Das S-Team verbesserte sich mit einer gelungenen Kür noch auf Platz fünf. Zuletzt wurden die Nominierungen für die Deutschen Meisterschaften 2014 verkündet. Da Eileen Siekmeier zuvor bei den Qualifikationsturnieren außerordentlich gute Leistungen gezeigt hatte, hoffte sie trotz des Patzers in Ostenland dabei zu sein. Und als ihr Name tatsächlich fiel, flossen noch einmal die Tränen der Freude und Erleichterung.

Für die Oppendorfer, die den Abend in der vereinseigenen Klause mit vielen anderen Vereinsmitgliedern feierten, ein toller Abschluss einer Achterbahnfahrt der Gefühle.

tah/ag

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