Einige Spieler aus dem Kreis Lübbecke erleben heute den großen Fußball

Vier Varler auf der „Road to Wembley“

Rahden - Von Michael MeierEs ist das sportliche Highlight des Jahres. Ein Event, dass elektrisiert und polarisiert, egal ob man mit den Roten mitfiebert oder den Schwarz-Gelben die Daumen drückt. Wenn heute Abend im legendären Wembley-Stadion das Finale der Champions-League angepfiffen wird, treffen mit dem FC Bayern München und Borussia Dortmund erstmals in der Geschichte zwei deutsche Teams in einem solchen Endspiel aufeinander. Der Run auf die begehrten Endspieltickets war gigantisch, doch ein paar Glückliche aus dem Fußballkreis Lübbecke haben es geschafft – sie sind heute Abend in London mittendrin statt nur dabei.

Für vier Spieler von Union Varl begann gestern morgen um 7 Uhr die „Road to Wembley“. Mit dem Auto, reichlich Proviant in fester und flüssiger Form und natürlich den Karten, sowie einer Henkelpott-Nachbildung im Gepäck machten sich Sven Kassen, Oliver Röhe, Pascal Meier und Tobias Drunagel auf den Weg in die englische Hauptstadt. Zunächst geht es nach Calais, dann mit der Fähre nach Dover, wo auch das erste „Nachtlager“ bezogen wird. Am Samstag heißt es dann „London Calling“.

„Ein absolutes Highlight. Ein deutsches Finale auf englischem Boden“, freut sich Pascal Meier. Die Herangehensweise zum Erwerb der Endspielkarten war gleich. „Wie wohl alle haben wir uns eingetragen, um an der Verlosung teil-zunehmen“, erklärt Sven Kassen. Glück bei der Verteilung hatte aber nur Pascal Meier, besser gesagt dessen Vater. Damit waren zwei Karten gesichert, die beiden anderen Tickets erhielten die Varler über den Rahdener BVB-Fanclub. Kostenpunkt für eine Karte: 72 Euro. „Ein Schnäppchen im Vergleich zu dem was im Internet gehandelt wird. Aber ein Verkauf kam nicht in Frage“, betont Sven Kassen, Kapitän der Varler Bezirksmannschaft.

„Man kann wirklich sagen, dass wir großes Glück gehabt haben“, erklärt Tobias Drunagel mit einem schelmischen Lachen. Nun bleibt für die vier Fans der Borussia zu hoffen, dass auf der Hinfahrt alles glatt geht. „Die größte Sorge bleibt die Fähre“, erklärt Olli Röhe. „Auch das Hotel in Dover wird bei dem Preis ganz bestimmt noch so manche Überraschung mit sich bringen“, schätzt Tobias Drunagel. Doch all das nimmt das Varler Quartett in Kauf mit der Aussicht auf ein unvergessliches Event.

In ihrer Einschätzung sind die vier Varler natürlich einer Meinung, denn für sie kann es nur einen Sieger geben: Borussia Dortmund. „Es wird so kommen wie 1997“, ist sich Pascal Meier sicher. „Bayern Meister, Stuttgart DFB-Pokalsieger und wir gewinnen die Champions League“.

Neben dem Varler Quartett werden noch eine Reihe weiterer Hobbyfußballer aus dem Altkreis Lübbecke vor Ort sein. Preußen Espelkamps Torwart Till Wriedt, TuS Tengerns Trainer Holm-Holger Hebestreit oder die beiden Lübbecker Philipp Knappmeyer und Hichem Talbi. Auch ohne Karten im Gepäck will sich der ein oder andere auf den Weg nach London machen, wie z. B. der frühere Preußen-Spieler Enno Eller.

Am Sonntag um 18 Uhr geht die Fähre zurück, dann liegen vor dem Varler Quartett noch mal sechs Stunden bis Rahden. „Die erste Vorlesung am Montag steht um 8 Uhr auf dem Programm“, lacht Pascal Meier.

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