Handball-Bundesliga: TuS quält sich zu Heimsieg gegen schwachen Gegner

Versöhnliche Töne nach musikalischem Fehlgriff

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Schwer erkämpfter Heimsieg mit dem TuS N-Lübbecke: Linksaußen Maximilian Schubert bei einem seiner zwei Treffer.

Lübbecke - Von Andreas GerthIm Fußball hätte man von einem Grottenkick gesprochen, doch das war den Beteiligten beim Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke am Samstagabend egal. Hauptsache gewonnen lautete der Tenor nach dem schwer erkämpften 24:21 (12:8)-Heimerfolg über den Tabellenvorletzten ThSV Eisenach. So auch beim Musikeinspieler in der Halle, der legte nach dem Abpfiff - aus Ironie oder Ignoranz - „Oh, wie ist das schön“ auf.

„In zwei Wochen spricht niemand mehr davon, wie wir gewonnen haben. Wir haben das Ding für uns entschieden, fertig“, brachte TuS-Linksaußen Maximilian Schubert das Wichtigste aus Sicht der Gastgeber nach einer sehr schwachen Partie auf den Punkt. Seine Mannschaft hatte zahlreiche angeschlagene Spieler in ihren Reihen, unter der Woche nicht ein einziges Mal mit komplettem Kader trainieren können und deshalb die Messlatte für den Vergleich mit dem Auf- und wohl auch Absteiger kräftig heruntergeschraubt.

„Im Training hatten wir sieben Spieler und zwei Torhüter. Das konnte man heute sehen. Es war kein schönes Spiel“, räumte Nikola Blazicko ein. Der routinierte Mannschaftsführer ging jedoch mit gutem Beispiel voran, kam in der Statistik auf zwölf Paraden und rang damit sogar dem Gegner ein Lob ab. „Ich glaube, dass es ein glücklicher Sieg für Lübbecke war. Mit unserer Chancenauswertung haben wir uns selbst geschlagen, wir sind zu oft an Blazicko gescheitert“, so Gästecoach Adalsteinn Eyjolfsson.

Der TuS N-Lübbecke konnte tatsächlich froh sein, auf einen limitierten Gegner getroffen zu sein. Mit der Angriffsleistung von Samstag hätte es wohl gegen keine andere Mannschaft in der ersten Liga zu einem Sieg gereicht. „Wir hatten viele Ballverluste und haben nicht gut abgeschlossen. Natürlich können wir ganz anders Handball spielen“, erklärte Jens Schöngarth, war nach dem Kraftakt jedoch ebenfalls um eine positive Sichtweise bemüht. „Dafür haben wir unglaublich gefightet und ein kämpferisch gutes Spiel gemacht. Und damit haben wir uns die zwei Punkte auch verdient.“

Trotz Blessuren an Schulter und Oberschenkel gelangen Schöngarth fünf Treffer, übertroffen wurde er nur noch von Drago Vukovic (7), der nach dem schwachen Auftritt in Flensburg diesmal eine andere Präsenz ausstrahlte. Der TuS lag stets komfortabel mit 16:12, 18:13, 20:15 (48.) und 22:16 vorn, brauchte in der Schlussphase jedoch wieder die Paraden von Nikola Blazicko, um nicht noch einmal in Gefahr zu geraten.

„Möchte Mannschaft

Kompliment machen“

„Die Woche war sehr schwierig. Deshalb möchte ich der Mannschaft ein Kompliment machen, sie hat als Team gewonnen“, fasste Dirk Beuchler zusammen. Der TuS-Coach hatte sich vor dem Spiel weit aus dem Fenster gelehnt und davon gesprochen, dass man die Partie gegen den Tabellenvorletzten gewinnen wolle und gewinnen werde – und behielt Recht. Beuchler: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg, weil er wichtig für die Mannschaft, die Zuschauer und den Verein war. Jetzt können wir uns auf zwei schöne Spiele gegen Hannover und Minden freuen.“ Dann liegt die Messlatte für den TuS N-Lübbecke mit Sicherheit wieder höher.

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