Handballer-Clan Clemens: Als Kinder Anschluss beim TuS Wehe gefunden

Der Verein als große Familie

100 Prozent TuS Wehe: Ulrike (v.l.), Jochen, Christina, Matthias und Sina Clemens geben für den Handball im TuS SW Wehe alles. Sie sind aber auch für jeden Spaß zu haben. Die rheinische Frohnatur haben sie den familiären Wurzeln in Köln zu verdanken. - Foto: Rohlfing

Wehe - Von Sonja Rohlfing. Ein Leben ohne Handball – das ist für Ulrike, Christina, Sina, Jochen und Matthias Clemens schon schwer vorstellbar. Ein Leben ohne die Handballabteilung des TuS Schwarz Weiß Wehe – das ginge gar nicht. Das wäre für die Fünf so, als würde ein wichtiger Teil der Familie und der Freunde fehlen.

Die Sportbegeisterung haben Jochen, Matthias, Ulrike und Christina von ihren Eltern mitbekommen. „Sie haben Basketball gespielt“, erzählt Jochen Clemens. Als es die Familie berufsbedingt von Köln ins Lübbecker Land verschlagen hat, haben die Jungs nach einem sportlichen Angebot gesucht, um Anschluss zu finden.

„Die erste Anlaufstelle war der Fußballverein“, berichtet Matthias Clemens. „Aber nicht lange“, ergänzt Jochen Clemens. „Meine Klassenkameraden waren beim Handball. Mein Sportlehrer, Friedhelm Hensel, Trainer und Vorsitzender des TuS Wehe, hat gute Akquisition betrieben. Und so bin ich schnell zum Handball gewechselt“, sagt der 30-Jährige, der inzwischen seit 18 Jahren Handball spielt, davon mehr als zwölf Jahre in der ersten Herrenmannschaft des TuS Wehe.

Gemeinsam zum Training

„Mein Bruder hat mich mitgenommen“, erinnert sich Matthias Clemens. Er habe anfangs noch parallel Tennis gespielt. Irgendwann habe er sich dann entscheiden müssen. „Und da hat sich Handball durchgesetzt“, merkt der 27-Jährige an. Der Student spielt wie sein Bruder in der ersten Herrenmannschaft. „Beim Handball kann ich gleichzeitig Freunde treffen und meinem Hobby nachgehen“, verdeutlicht Ulrike Clemens, die Reiten und Schwimmen aufgegeben hat, um leistungsorientiert Handball zu spielen.

Sie habe Handball nicht gemocht, berichtet Christina Clemens. „Ich war aber zu klein, um allein zu Hause zu bleiben, so war ich bei den Spielen immer mit dabei. Cool fand ich das nicht“, sagt die 16-Jährige, die als Kind zum Tennis, Leichtathletik und Schwimmen ging. „In der fünften Klasse bekam ich dann Friedhelm Hensel als Lehrer“, erinnert sie sich und schmunzelt.

Sina Clemens ist vor etwas mehr als einem Jahr in die Familie eingeheiratet. Handball spielt sie seit 22 Jahren. „Ich wollte das machen, was mein Bruder macht, Handball spielen. Er hat aufgehört, ich bin dabei geblieben“, erzählt die 29-Jährige, die bis vor Kurzem fast ein Jahr wegen Kreuzbandriss, Schien- und Wadenbeinbruch pausieren musste. „Da diskutiert man schon über die sportliche Zukunft, auch wenn man noch so für sein Hobby brennt“, weiß ihr Ehemann Jochen Clemens.

Tolles Team

Die Handballabteilung des TuS Wehe ist für die Fünf etwas Besonderes. „Die Trainer verstehen es gut, Leute an den Verein zu binden“, erklärt Matthias Clemens. Die Mannschaften seien wie eine kleine Familie, alle Handballer im TuS Wehe wie eine große Familie. Sie hätten ihren gesamten Freundeskreis beim Handball. Der Verein sei rege, Mitglieder für die Teams stets aus den eigenen Reihen zu gewinnen. So gelinge es, Lücken, die durch Wechsel oder berufsbedingt entstehen, immer wieder zu füllen. „Das ist die große Stärke des Vereins“, betont Matthias Clemens.

Und dann ist da natürlich die Faszination des Sports an sich. Handball sei sehr abwechslungsreich. „Sich auspowern und harter Körpereinsatz gehören dazu, aber auch die Herausforderungen im Team zu meistern“, erläutert Jochen Clemens. „Es gilt, zum richtigen Moment, auf die Schnelle die richtige Entscheidung zu treffen“, unterstreicht Ulrike Clemens. „Es funktioniert, wenn alle funktionieren“, verdeutlicht Jochen Clemens. Einsatz gehöre dazu, ebenso wie die Fähigkeit sich unterzuordnen. „Das prägt auch fürs Berufsleben“, weiß der kaufmännische Angestellte. „Man gewinnt das Spiel mit Freunden und verliert gemeinsam“, erläutert Matthias Clemens. „Wenn dann die Halle gut gefüllt und die Stimmung gut ist, sind das die Momente, die sich einprägen“, erklärt Jochen Clemens.

„Man überlegt schon, was wird, wenn es mit dem aktiven Spielen vorbei ist“, stellt Matthias Clemens fest. „Der TuS Wehe ist schon mein ganzes Leben lang da.“ Das soll so bleiben. Dem Verein treu bleiben will auch Jochen Clemens. Auf dem Feld stehen möchte er ebenfalls noch einige Jahre. Wie sich drei Trainingseinheiten pro Woche plus Spiele mit seinem Beruf vereinbaren lassen, wird er sehen.

Ziele fest im Blick

Sportlich gern noch mehr erreichen, das möchten Ulrike, Christina und Sina Clemens. „Mal sehen, was geht“, sagt Ulrike Clemens. Ein bis zwei Ligen höher zu spielen, wäre der Wunsch der 24-Jährigen, die seit 17 Jahren Handball spielt und derzeit in der Landesliga antritt.

Verbessern möchte sich auch Christina Clemens. Ziel der 16-jährigen Schülerin ist die erste Damenmannschaft. „Wenn du einen Aufstieg mitgemacht hast, willst du noch einmal aufsteigen“, weiß Sina Clemens, die ebenfalls mit den Damen in der Landesliga spielt. „Ich wünsche mir, dass wir viel erreichen, viel Spaß auf dem Feld haben und dass der Zusammenhalt so bleibt“, unterstreicht die 29-Jährige.

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