Fußball: Numrich vermisst die richtige Einstellung, Korejtek die Spielkultur

Unzufriedenheit überall

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen, doch spielerisch ist bei Preußen Espelkamp nach Sicht des Trainers noch Luft nach oben. ·

Wehdem - Unzufriedenheit macht sich nach dem ersten Spieltag im neuen Jahr bei den Fußball-Bezirksligisten des Altkreises Lübbecke breit. Während Uwe Korejtek nach dem 5:1-Sieg seines FC Preußen Espelkamp im spielerischen Bereich Verbesserungsbedarf sieht, ließ Union Varl bei der 1:5-Pleite in Quernheim zumindest über 45 Minuten schon die Grundlagen vermissen.

Varls Trainer Sebastian Numrich war nach dem kraftlosen Auftritt seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit richtig sauer. Vor allem das schlechte Stellungsspiel in der Defensive und den fehlenden Kampfgeist nach dem 0:3 monierte er. Schließlich kann am Saisonende auch das Torverhältnis für den Klassenerhalt entscheidend sein.

„Da hat einiges nicht gepasst. Das müssen wir so schnell wie möglich abstellen“, so Numrich. Denn mit dem Tabellenzweiten VfL Holsen und FC Preußen Espelkamp warten noch zwei starke Gegner, bevor es gegen Mannschaften der unteren Tabellenregion geht. Spätestens gegen letztere müssen Siege her, wenn Varl nicht wieder mitten in den Abstiegskampf geraten will. Angesichts des engen Tabellenmittelfelds hatte Numrich allerdings auch auf den ein oder anderen Punkt aus den ersten drei Spielen gehofft. Dafür allerdings werden die Varler unter der Woche hart arbeiten müssen.

Viel Arbeit sieht auch Espelkamps Trainer Uwe Korejtek auf sich zu kommen – trotz des deutlichen 5:1-Sieges gegen Bruchmühlen. Das unmittelbare Ziel des Trainers – drei Punkte aus dem ersten Spiel – hat der FC Preußen Espelkamp erreicht, doch langfristig will Korejtek, dass seine Mannschaft auch spielerisch überzeugt. Und davon war seine Elf am Sonntag noch ein gutes Stück entfernt. „Wir können viel besser spielen. Doch die meisten haben es viel zu kompliziert gemacht und fast immer die falsche Lösung gesucht“, meinte Korejtek. „Wir wollen Ball und Gegner laufen lassen. In vielen Situationen hat einfach die Geduld gefehlt. In anderen Szenen waren wir zu eigensinnig. Man muss einen Gegner auch mal müde spielen“, lautet Korejteks Credo.

Zu einem konkreten Saisonziel hält sich Korejtek nach wie vor bedeckt. Angesichts des deutlichen Vorsprungs von Tabellenführer RW Kirchlengern bringe es nichts, „sich etwas auszumalen“. Seine Mannschaft müsse einfach weiter fleißig Punkte sammeln. Am Ende wird man dann sehen, was sie wert sind.

Ganz andere Probleme hat Dirk Scheibe, Trainer des FC Preußen Espelkamp II. Seine Mannschaft ist nach starkem Saisonauftakt tief gefallen und überwinterte auf dem vorletzten Tabellenplatz. So, wie das alte Jahr aufgehört hatte, ging es am Sonntag weiter. Mindestens genauso viele Sorgen wie die 0:4-Niederlage gegen den SV Kutenhausen/Todtenhausen dürfte Scheibe die personelle Situation der Espelkamper Reserve bereiten. Am Sonntag stand ihm nur ein Zwölfer-Kader zur Verfügung, zu allem Überfluss kassierte Refik Salihi kurz vor Schluss eine gelb-rote Karte und wird im wichtigen Spiel gegen Bruchmühlen fehlen. Bei weiteren Ausfällen müsste die erste Mannschaft einspringen, die momentan allerdings personell selbst nicht sonderlich gut ausgestattet ist. · mer/DK

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