Vier Varler sehen Dortmunder Niederlage im Champions League Finale in London

Unvergessliches Erlebnis mit „falschem“ Ergebnis

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Schwarz-Gelb erobert London, und Pascal Meier (v.l.), Sven Kassen, Oliver Röhe und Tobias Drunagel sind mittendrin statt nur dabei.

Rahden - Von Michael Meier. Samstag, 25. Mai 2013, kurz nach 22 Uhr. Marco Reus steckt den Ball zu Robert Lewandowski, der wiederum lässt Manuel Neuer im Bayern-Tor keine Chance.

Das Beweisbild: Die vier Varler waren tatsächlich im Stadion – allerdings ohne Happy End.

Das 2:1 für Borussia Dortmund in der 89. Minute. Wenige Augenblicke stehen die Schwarz-Gelben als Champions League-Sieger 2013 fest – genauso hätten es sich die vier Varler gewünscht, die sich auf die „Road to Wembley“ gemacht hatten. Doch es kam bekanntlich anders. „Es war ein unvergessliches Ereignis. Nur das Ergebnis stimmte nicht“, erklärte die Varler Reisegruppe bestehend auch Sven Kassen, Oliver Röhe, Pascal Meier und Tobias Drunagel nach der Rückkehr.

Auch wenn es nicht unbedingt leicht fiel – die Dortmunder zeigten sich als faire Verlierer. „Wir haben ein sehr ansehnliches Spiel gesehen, vielleicht sogar eines der besten Endspiele der letzten Jahre. Das Ende war unglücklich, aber man muss auch sagen, dass Bayern einen Tick besser war“, so Tobias Drunagel. Auch Olli Röhe war mehr als beeindruckt von den Erlebnissen. „Ein Sieg wäre das I-Tüpfelchen gewesen. Aber auch so hat sich die Fahrt auf jeden Fall gelohnt“.

Dortmunder siegen in Sachen Stimmung

Zumindest in Sachen Stimmung ging der Sieg an Borussia Dortmund. „Man hatte das Gefühl, 80 Prozent der Fans waren Dortmunder. Hier ging der BVB als Sieger hervor, nur den Henkelpott gab es dafür leider nicht“, konnte sich Sven Kassen einen kleinen Seitenhieb Richtung Anhänger der Bayern nicht verkneifen. Insgesamt sollen am letzten Wochenende 150000 Deutsche in London gewesen sein. „Wenn man bedenkt, dass nur 50000 davon eine Karte hatten, ist es schon eine unglaubliche Zahl. Es hatte auf jeden Fall den Vorteil, dass man sich fast das komplette Wochenende in deutsch verständigen konnte“, lacht Pascal Meier. Und wenn man doch einmal auf Einheimische traf, waren die freundlich und zuvorkommend. „Die Engländer waren nett und locker im Umgang“, berichtet Olli Röhe.

Begeistert waren die vier Varler, für die am Samstag vor dem Finale auch ein wenig Sightseeing in London auf dem Programm stand, vom Stadion. „Dass man mit einer Rolltreppe zu den Plätzen kommt, erlebt man nicht oft. Die Sicherheitsvorkehrungen im Stadion sind wesentlich lockerer als wir gedacht hatten“, war Tobias Drunagel verwundert. Das Quartett lobte das faire Miteinander der Fans. Die Enttäuschung über die späte Niederlage „wurmte“ allerdings dann doch.

„Wir hätten gerne eine Verlängerung gesehen. Aber trotz der Niederlage sind wir stolz auf die Mannschaft. Sie hat in dieser Saison Großes geleistet. Bereits kurz nach dem Schlusspfiff und der Verarbeitung der ersten Enttäuschung fingen die Fans wieder an, die Mannschaft zu feiern. Da hat man schon Gänsehaut bekommen“, ist Sven Kassen immer noch begeistert.

Bis zur Rückkehr auf das europäische Festland verlief für die Varler Reisegruppe alles glatt. „In England sind alle mal gefahren. Der Linksverkehr ist schon eine Umstellung, aber man gewöhnt sich dran. Nur der Drumann hat sich nicht getraut“, petzt Pascal Meier. Danach lief es alles als rund. Sämtliche Staus wurden mitgenommen, die Kreisverkehre erwiesen sich unausweichliche Labyrinthe. So endete der Trip am Sonntag Nacht um 2 Uhr.

Linksverkehr – nur

der Drumann kneift

„Morgens um halb sieben ging der Wecker. Man ist zwar gerädert, aber das nimmt man für ein solches Ergebnis gerne mal in Kauf“, betont Tobias Drunagel, der wie Olli Röhe am Montag wieder früh in der Uni war. In einem sind sich die vier Varler übrigens einig. „Sollten wir noch einmal die Chance haben, bei einem solchen Event dabei zu sein, würden wir sofort wieder zugreifen. Es war wirklich einmalig“, erklärt Sven Kassen abschließend – dann aber bitteschön mit dem Pokal für den BVB.

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