Fußball-Bezirksliga: Preußens Zweite schlägt die Erste und wirft Fragen auf

„Unterschied war, dass wir mit Herz gespielt haben“

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Kämpferisch besser: Emanuel Olfert (m.) kocht Hussein Hamdan ab, Kapitän Daniel Fritz (r.) sichert ab. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthESPELKAMP · Krisenstimmung statt lockerer Vereinskick: Bei Fußball-Bezirksligist FC Preußen Espelkamp hat Trainer Uwe Eberhardt nach den ersten 90 Minuten der Saison und der 1:2-Niederlage gegen die eigene zweite Mannschaft die Grundsatzfrage gestellt: „Die Leistung der Mannschaft ist das Spiegelbild meiner Arbeit. Wenn sie sich dann so präsentiert, muss man darüber nachdenken, ob meine Vorstellungen vom Fußball zum Charakter der Mannschaft passen.“

1:2 gegen die eigene Reserve verloren, noch dazu vollkommen verdient verloren. Für 50 Prozent der Spieler war der gemeinsame Vereinsabend schon vor dessen Beginn gelaufen.

„Die Mannschaft ist in der Kabine und feiert, das hat sie sich verdient“, betonte Uwe Adam während er zum Spielfeld blickte, wo die Spieler der ersten Mannschaft noch immer auf dem Boden hockten. Auch der Trainer der zweiten Mannschaft hatte in den denkwürdigen 90 Minuten am Samstag im Pürsten-Stadion Grundsätzliches festgestellt: „Der Unterschied war, dass wir mit Herz gespielt haben. So leid es mir für die erste Mannschaft tut.“

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Zu keinem Zeitpunkt fand die erste Mannschaft eine Einstellung zu Spiel und Gegner. Griffig und engagiert dagegen die Zweite, der Aufsteiger. „Wir werden in dieser Saison in jedem Spiel ums Überleben kämpfen müssen. Nichts anderes haben wir heute getan“, so Führungsspieler Eugen Fritz.

Er und seine Mitspieler beschränkten sich nicht allein auf Abwehrarbeit, sondern setzten mittels schnellem Umschalten immer wieder Nadelstiche, von denen einer in der 25. Minute zur 1:0-Führung durch Neuzugang Rene Budde führte. Uwe Eberhardt sah das Unheil kommen und versuchte gegenzusteuern. Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Watschagan Harutjunjan (er griff sich an den hinteren Oberschenkel und musste raus) nahm der Trainer der Ersten mit Sascha Manske und Hussein Hamdan zwei weitere Spieler zur Halbzeit runter, um seiner lethargischen Mannschaft Leben einzuhauchen. Und tatsächlich schien es so, als sollte die Begegnung doch noch den erwarteten Ausgang nehmen, als einer der Neuen, Björn Bredemeier, in der 62. Minute das 1:1 gelang.

Es passte jedoch zu diesem paradox verlaufenen Fußballspiel, dass sich nur 60 Sekunden nach dem Ausgleich ein Kunstschuss von Philip Bredemeier aus rund 35 Metern im hohen Bogen zum 1:2 in den Kasten senkte. „Das war ein Tor mit Ansage. Wir haben ja gewusst, dass Axel Benus immer weit vor seinem Tor steht“, erklärte Uwe Adam.

„Ein Tor

mit Ansage“

Von diesem Schock erholten sich die „Gastgeber“ nicht mehr. Nur noch selten brachten Appels, Kreienbrock, Schmidt und Co. den Ball überhaupt in den Strafraum. Dort scheiterten sie in Person von Patrick Rossel entweder an Martin Wischnewski oder am eigenen Unvermögen wie Mario Grano kurz vor Schluss.

Dann der Abpfiff des guten Schiedsrichters Thomas Lauff und die Abrechnung Uwe Eberhardts: „Das war noch schlimmer als im Pokalspiel gegen Langscheid. Eine Mannschaft mit Ambitionen darf so nicht auftreten. Das geht nicht. Das ist das Schlimmste, was man erleben kann.“

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