Union Varl stellt Neuzugänge vor / Neuer Trainer mit ehrgeizigen Plänen

Das Zauberwort heißt Konstanz

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Neue Kräfte für den Klassenerhalt (v.l.): Felix Bremer, Philipp Knappmeyer, Sebastian Burkert, Hichem Talbi und Daniel Schaaf.

Varl - Von Melanie Russ. Ganz unbekannt ist die Vokabel Konstanz beim Fußball-Bezirksligisten Union Varl nicht. In der vergangenen Saison wurde sie häufig verwendet – zu oft allerdings, um das Fehlen derselben zu beklagen. Genau darum hat sie auch für den neuen Spielertrainer Philipp Knappmeyer eine ganz große Bedeutung, ist so etwas wie das Zauberwort, das über allen Anstrengungen zum erneuten Klassenerhalt steht. Denn der – da sind sich Spieler und Verantwortliche einig – darf dieses Mal gerne schon vor dem letzten Spieltag in trockenen Tüchern sein. Voraussetzung dafür ist aber eben eine konstant gute Leistung.

„In der Vergangenheit hat Varl in Notsituationen immer noch eine Schippe draufgelegt. Wir wollen aber gar nicht erst in diese Notsituation kommen“, bringt Knappmeyer das Ziel gestern Abend bei der offiziellen Vorstellung der neuen Spieler auf den Punkt. Der Weg dahin: sehr konzentrierte Arbeit und eine hohe Konstanz von Beginn an. Nach seiner Vorstellung bei der Mannschaft am 23. Juni und dem Auftakttraining am Sonntag sprüht Knappmeyer geradezu vor Optimismus. „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass es klappen kann.“

Wie er der Mannschaft einen neuen Anreiz geben kann, darüber hat er sich schon seit der Entscheidung, den Trainerposten zu übernehmen, viele Gedanken gemacht und viele Gespräche mit Varls sportlichem Leiter Mario Lange geführt. „Ich werde versuchen, die Jungs mit einem einigermaßen attraktiven Trainingsplan zu packen und durch meine Ansprache für eine konstante Motivation zu sorgen“, so Knappmeyer.

Mehr Biss in den

Trainingseinheiten

Und er will den Konkurrenzkampf schüren. Groß genug dafür ist der 20-köpfige Kader schließlich. „Der Biss in den Trainingseinheiten hat in der Vergangenheit ein bisschen gefehlt“, findet der neue Trainer. Jetzt müsse sich jeder Spieler neu beweisen. Leistungen der Vergangenheit zählen nicht. Entsprechende Statistiken schaut sich Knappmeyer gar nicht erst an. „Vielleicht ist der ein oder andere unzufrieden, weil er nicht berücksichtigt wurde. Jetzt hat jeder eine Chance.“

Taktisch will der neue Trainer vor allem zwei Dinge ändern: Er will sich nicht nur auf ein System verlassen, sondern mehrere Optionen haben, um sich besser auf die Gegner einstellen und zugleich für diese unberechenbarer werden zu können, und er will die Defensive stärken. „Wir sind uns alle einig, dass wir keinen Bock auf 98 Gegentore haben“, spricht er die desaströse Torbilanz der Vorsaison an. Es gibt also einiges zu tun bis zum Saisonauftakt Mitte August. Mit klassischem Ausdauertraining wird sich Knappmeyer darum kaum aufhalten. „Dafür ist einfach keine Zeit.“

Zwei Spieler, die ihm bei dem Neuanfang helfen sollen, hat Knappmeyer vom Kreisligisten FC Lübbecke „mitgebracht“: Sebastian Burkert und Hichem Talbi. Es sind die einzigen beiden Neuzugänge. Burkert sei ein Spielertyp, den er sehr mag, bekennt der Trainer. Er sei sehr ehrgeizig und giere nach Informationen, um sich immer weiter zu verbessern. Gerade in der vergangenen Saison habe er große Fortschritte gemacht und immer mehr zur Spielgestaltung beigetragen. „Ich traue ihm zu, dass er sich auf dem höheren Niveau mit besseren Mitspielern weiter verbessern wird“, so Knappmeyer. Auch auf Talbi hält er große Stücke. Er sei ein Allrounder, ein solider Innenverteidiger, zweikampf- und kopfballstark und mit dem Blick für eine schnelle Spieleröffnung, fasst Knappmeyer zusammen. Nachholbedarf hat Talbi nach seiner Verletzung in der Vorsaison allerdings noch im athletischen Bereich.

Trainer und

Ergänzungsspieler

Seine eigene Rolle sieht Knappmeyer mit seinen für einen Fußballer recht reifen 31 Jahren in der des Trainers und Ergänzungsspielers. Er will lieber den jüngeren Spielern die Möglichkeit geben, sich zu entfalten, statt auf eigene Einsatzzeiten zu pochen. Nicht auf der Kaderliste, aber fest im Blick Knappmeyers stehen die beiden A-Jugend-Talente Felix Brehmer (TuSpo Rahden) und Daniel Schaaf (Eintracht Tonnenheide). Sie sollen ganz ohne Druck in den Spielbetrieb hineinschnuppern. Ob sie schon in dieser Saison den Sprung in die erste Mannschaft schaffen oder in der Reserve zum Einsatz kommen, wird die Zeit zeigen. „Ihnen stehen alle Türen offen“, versichert Lange.

Einziger Abgang ist Marius Helmich, der nach nur einer Saison bei den Rot-Weißen zum Landesligisten TuS Tengern weiterzog. Außerdem wird Marcel Rosengarten in den ersten Monaten der Saison studienbedingt nicht zur Verfügung stehen.

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