Fußball-Bezirksliga: Durststrecke hielt in Tengern an / Numrich nachdenklich

Union Varl kann keine Derbys

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Die Varler Abwehr hatte im Derby in Tengern bei Standardsituationen Probleme. In dieser Szene ist es Daniel Nenneker, der in der Mitte allein gelassen wird. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthVARL · Die eine Serie ist gerissen, die andere hat Bestand – beides zum Leidwesen von Fußball-Bezirksligist SpVg. Union Varl, der am Sonntag beim 0:1 gegen den TuS Tengern II ein weiteres Mal in einem Lübbecker Altkreis-Derby leer ausging.

„Null Punkte, 0:5-Tore, Derbys können wir scheinbar nicht“, stellte Sebastian Numrich am Sonntag in Tengern nach dem Abpfiff nüchtern fest. Zuvor hatten seine Varler in dieser Saison auch schon die Duelle gegen Preußen Espelkamp I (0:3) und Preußen II (0:1) verloren. Nimmt man die Vergleiche aus der vergangenen Saison gegen den VfL Frotheim (0:1, 1:1) und Tengern II (0:2, 1:1) hinzu, erstreckt sich Varls Derby-Durststrecke ohne Sieg sogar auf sieben Spiele. „Zum Glück haben wir jetzt erst einmal kein Derby mehr“, nimmt es Trainer Sebastian Numrich mit Galgenhumor.

Die andere (positive) Serie ist dagegen gerissen. „Wenn ich zugucke, hat Varl noch nie verloren“, behauptete Martin Pöttker gut gelaunt. Da lief in Tengern die zweite Halbzeit und die Varler hatten gerade ihre beste Phase mit Torchancen für Andre Lange, Sven Kassen und Sebastian Hagemann. Als Jens Meier fünf Minuten vor Spielende einen Freistoß an den Außenpfosten zirkelte, waren die Rot-Weißen dicht dran an ihrem ersten Derbysieg in der Bezirksliga. Doch in der 90. Minute hatten Tim Hageböke und Tengern II auf der anderen Seite mehr Glück und schickten Martin Pöttker und die Varler mit einer 0:1-Niederlage nach Hause.

„Wir haben kein gutes Spiel gemacht“, lautete das nicht zufrieden stellende Fazit von Numrich, der nach dem Abpfiff nachdenklich wirkte. Mit Marco Hodde, Patrick Spreen, Benny Drumann sowie kurzfristig Steffen Wegehöft (krank) fehlten ihm diesmal vier potentielle Kandidaten für die Anfangself. Dafür durfte Neuzugang Marcel Rosengarten von Beginn an ran, doch der schlich schon kurz vor der Halbzeitpause angeschlagen zur Auswechslung. „Wir stoßen an unsere personellen Grenzen“, gibt Numrich zu bedenken. Wen er am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellenvierten TuS Jöllenbeck aufbieten kann, muss der Varler Coach noch abwarten.

Deutlich verbessert hat sich die Situation für den TuS Tengern II durch den Sieg gegen Union Varl. Das Team von Trainer Christian Meyer sprang von Platz 13 auf neun und hat es am kommenden Sonntag selber in der Hand beziehungsweise auf dem Fuß, noch mehr Luft zwischen sich und die vier Abstiegsränge zu legen. Dann nämlich spielt das Team um Kapitän Andreas Bajohr beim Viertletzten VfL Theesen II.

Ganz tief in den Tabellenkeller ist dagegen Preußen Espelkamp II gerutscht. Das 1:3 am Sonntag im Duell der Aufsteiger beim TuS Lahde/Quetzen war die fünfte Niederlage in Folge für den nun Tabellenvorletzten. Den Hebel umzulegen, wird verdammt schwer, denn der neue Trainer „Kalle“ Wessel hat kaum personellen Spielraum. Am Sonntag standen ihm mit Dominik Rose und Raphael Sander nur zwei Wechselmöglichkeiten zur Verfügung. Am Sonntag spielt die Reserve zu Hause gegen den SC Vlotho.

Doppel-Spieltag

im Pürsten-Stadion

Ein wichtiger Spieler der Espelkamper Reserve war Daniel Fritz, doch der spielt seit einigen Wochen für die Erste und ist dort zu einem wichtigen Mosaikstein in der verbesserten Defensivarbeit geworden. Letztere bildete am Sonntag auch die Basis beim 3:1-Auswärtserfolg in Vlotho, dem dritten Dreier in Folge für die Korejtek-Elf. Die möchte ihren guten Lauf am kommenden Sonntag natürlich fortsetzen, beim Doppel-Spieltag im Pürsten-Stadion geht es dann gegen den SV Häger.

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