Union Varl kann bei Eidinghausen-Werste nur eine Halbzeit mithalten

1:7-Klatsche zum Start in die zweite Saisonhälfte

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Wenig tröstlich: Andre Lange brachte mit seinem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer die Hoffnung für Union Varl zurück. Sie wehrte aber nur drei Minuten. Archivfoto: Russ

Varl - Von Melanie Russ. Der Start in den zweiten Saisonteil der Fußball-Bezirksliga ist gründlich daneben gegangen. Eingeplant waren die Punkte gegen den SV Eidinghausen-Werste ohnehin nicht, doch auf eine 1:7 (0:2)-Klatsche hätte Union Varls Trainer Sebastian Numrich gut verzichten können.

Dabei hatten die Varler gegen den Tabellenvierten in der ersten Halbzeit noch ganz gut mitgehalten. Numrich: „Bis zum ersten Gegentor haben die Jungs das gut gemacht.“ Das fiel in der 43. Minute nach einer kurzen Ecke. Eine Flanke von der Strafraumkante fand den Kopf von Marcos Brandao Bello, der nur noch einnicken musste. „Da sind wir nicht schnell genug rausgerückt“, moniert Numrich. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Schindar Mohammad mit einem satten Fernschuss für die nächste kalte Dusche. „Zwei Tore so kurz vor der Halbzeit zu bekommen, war natürlich sehr ärgerlich“, so der Varler Trainer. Allerdings hatten die Gastgeber zuvor schon einige hochkarätige Chancen gehabt, die Varls Keeper Marcel Redeker noch vereiteln konnte.

Als Andre Lange kurz nach dem Seitenwechsel zum Anschluss traf (57.), keimte wieder etwas Hoffnung auf. Der Varler Stürmer bekam den Ball in Höhe der Mittellinie in den Lauf gespielt und stürmte allein auf SV-Schlussmann Zalipski zu. Die Freude über den Treffer wehrte allerdings nur kurz. Im direkten Gegenzug erhöhte Soner Selvi zum 3:1. „Da gingen die Köpfe nach unten“, beschreibt Numrich die Gefühlslage der Spieler. In der Folge leisteten sich die Varler viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, die die Hausherren gnadenlos ausnutzten. Als zweimal Maximilian Appels (69./74) und Brandao Bello (74.) zum 6:1 trafen, war die Partie endgültig entschieden. Soner Selvi tat in der Schlussminute noch etwas für seine persönliche Torstatistik und erhöhte auf 7:1.

In der zweiten Halbzeit habe bei vielen Spielern die Kraft gefehlt, begründet Numrich den Varler Einbruch mit Verweis auf die zahlreichen grippebedingten Ausfälle während der Vorbereitungszeit. Zusätzlich geschwächt war die Mannschaft, weil neben Sebastian Lange, Marco Hodde und Dominik Wehbrink kurzfristig auch Patrick Spreen absagen musste. Jens Meier saß zwar auf der Bank, war aber nicht fit.

„Wir müssen das Spiel jetzt schnell vergessen und nach vorne blicken“, fordert Numrich. Zwar wäre ihm ein knapperes Ergebnis lieber gewesen, letztendlich sei die Niederlage aber zu erwarten gewesen, und das Torverhältnis sei ohnehin schon so schlecht, dass der Klassenerhalt nur über die Punkte zu machen ist.

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