Überraschender Sieg des „Karnevalsvereins“ beim Freeway-Cup/Hertha Zweiter

Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht – und tanzt

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Mediengruppe Kreiszeitung

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Der Karnevalsklassiker muss umgetextet werden. Ab sofort muss es richtig heißen: Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht – und tanzt! Um den Siegerpokal gestern Abend zum Abschluss des 16. FreewayCup in der Lübbecker Kreissporthalle musste man sich jedenfalls Sorgen machen, so ausgelassen tanzten die Mainzer Jungs um ihn herum.

Bereits nach dem Treffer zum 2:1 im Finale gegen Hertha BSC hatte der Mainzer Raphael Assibey-Mensah ein Tänzchen hingelegt, das die rund 2500 Zuschauer in der ausverkauften Halle mit Szenenapplaus honorierten. Doch es wurde noch einmal spannend. Den Berlinern, die den Sieg bei den offiziellen Deutschen U16-Hallenmeisterschaften schon vier Mal in die Hauptstadt holten, gelang 90 Sekunden vor Spielende der 2:2-Ausgleich durch Julius Kade. So ging das Endspiel zum zweiten Mal in der Geschichte des FreewayCup ins Neunmeterschießen.

Und hier versagten den Herthanern die Nerven. Pal Dardai, der Sohn des früheren Berliner Bundesligaprofis, eröffnete die Entscheidung vom Punkt, in dem er an Mainz' Juniorennationaltorhüter Lennart Grill scheiterte. Als zweiter Berliner Schütze traf Berkan Alimler nur den Pfosten, als kurz darauf Maximilian Storm über den Kasten lupfte, gab es bei den Mainzern kein Halten mehr. Der erste Sieg des „Karnevalsvereins“ beim FreewayCup war perfekt.

„Wir können sehr zufrieden sein. Von den Trainern und Betreuern der teilnehmenden Mannschaften haben wir ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen“, berichtete Finn Holsing und hatte zum Abschluss des zweitägigen Fußball-Spektakels ein Lachen aufgelegt. Der Sohn von Turnier-Chef Heinz-Dieter Holsing rutscht beim deutschlandweit angesehenen FreewayCup immer mehr in die Rolle des Nachfolgers. „Wie gut es gelaufen ist, zeigt doch allein der Zuschauerzuspruch. Am Sonntagmorgen sind 2000 Besucher da und haben ihr Frühstück in die Halle verlegt, um die Mühlenkreisauswahl zu sehen. Das ist überragend.“

Die Frühaufsteher sollten ihr Kommen nicht bereuen. Die Minden-Lübbecker Mühlenkreisauswahl, bestückt mit Spielern aus der Bezirksliga- und Kreisliga, lieferte den Nachwuchsteams der Bundesligisten packende Duelle und gehörte zu den positiven Erscheinungen des Turnierverlaufs. In der „Hammergruppe 1“ blieben die Lokalmatadoren, angefeuert vom Publikum, ungeschlagen und zogen als Gruppenzweiter ins Achtelfinale ein. Hier scheiterten die „Mühlis“ um Torhüter Alexander Berner und den emotionalen „Leader“ des Teams, den Dielinger Rene Freimuth, recht unglücklich und nach einer Reihe verpasster Torchancen am späteren Finalisten Hertha BSC.

Eine weitere Überraschung lieferte der FSV Mainz 05. In den Gruppenspielen gegen Stuttgart, Dortmund und Hannover blieben die Schützlinge von Trainer Sascha Meeth ohne Sieg. Als es darauf ankam, waren die Rheinland-Pfälzer aber da. Erst schalteten sie Schalke 04 aus, dann die TSG Hoffenheim und im Halbfinale – vor den Augen des früheren Dortmunders und „WM-Helden von 2006“ David Odonkor – auch die mit drei Nationalspielern angetretenen Dortmunder.

Doch der FreewayCup ist mittlerweile mehr als Fußball. „Es waren unheimlich viele Familien da. Die Kinder und Jugendlichen sind überall herumgelaufen, haben sich Autogramme geholt und haben unserem ´Müller´ zugejubelt“, freute sich Finn Holsing. Turnier-Maskottchen Müller war tatsächlich wieder ein Hingucker und hatte diesmal sogar eine Luftgitarre dabei.

Mit Kunstradfahren, Diabolo- sowie Airtrack-Show hatte sich der Veranstalter abseits des Fußballs auch diesmal einiges einfallen lassen. Für einen Gänsehautmoment sorgte Emilia Stockmann. Die 22-jährige Mindenerin sang vor dem Finale die Nationalhymne – a-capella. Und getanzt wurde dank der Mainzer später ja auch noch.

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