Trotz Vizemeisterschaft: Baskets 96 Rahden hoffen weiterhin auf Aufstieg

Über ein Hintertürchen in die erste Bundesliga

Der Rahdener Center Martin Steinhart (am Ball) war in der Saison mit 227 Punkten bester Schütze seiner Mannschaft. - Foto: Pollex

Rahden - Über Wochen hatten die Baskets 96 Rahden gehofft und gezittert. Klappt es noch mit dem Aufstieg in die erste Rollstuhl-Basketball-Bundesliga? Jetzt ist klar: Sportlich hat es nur für die Vizemeisterschaft in der zweiten Liga gereicht. Allerdings ist mit dem Hoffen noch nicht Schluss: Vielleicht verwirklicht sich der Traum von der Bundesliga noch auf einem anderem Weg.

Die Baskets 96 Rahden sind Vizemeister in der zweiten Bundesliga. Am letzten Spieltag der Saison gelang dem Team um die Spielertrainer Tarik Cajo und Mimoun Quali ein 62:47 (32:28)-Sieg beim Tabellenvierten BBC Warendorf. „Das Spiel war erwartet schwer. Warendorf hat sich nochmal richtig reingekniet“, berichtet Stephan Rehling, Vorsitzender der Baskets. Zehn Minuten vor der Halbzeit hatte Warendorf noch geführt, bis zur Pause drehten die Rahdener allerdings die Partie.

Die Baskets hatten Glück, dass die Torausbeute der Warendorfer schwach war. Topscorer Sören Müller ließen die Rahdener durch eine aggressive Deckung gar nicht erst zur Geltung kommen. Entscheidend, sagt Rehling, waren am Ende neben der Deckung und der eigenen guten Trefferquote auch die bessere Bank und die Kondition: „Wir konnten mehr oder weniger eins zu eins tauschen.“

Dass die Rahdener nicht mehr Meister werden konnten, wussten die Spieler während des Matches nicht. Spitzenreiter ASV Bonn hätte sich in bereits im eine Stunde vorher angepfiffenen Spiels gegen den RSC Osnabrück einen Ausrutscher leisten müssen. Die Bonner gewannen allerdings und sicherten sich die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die erste Liga.

Bei den Baskets war die Enttäuschung natürlich riesengroß, als sie das Bonner Ergebnis erfuhren, berichtet Rehling. „Wir haben die Meisterschaft allerdings nicht heute verloren, sondern vor ein paar Wochen.“ Konkret im direkten Duell gegen den ASV, als die Bonner mit zwei Freiwurftreffern auf die letzte Sekunde den direkten Vergleich für sich entschieden und trotz Punktgleichheit vor den Rahdenern blieben. Rehling ärgert sich heute noch darüber. „Wir haben es selber verdaddelt.“

Auch zu Beginn der Saison sei das Team keine Einheit gewesen, beklagt Rehling und kündigt zur kommenden Saison personelle Änderungen an. Der Verein plant nicht mehr mit Nachwuchsspieler Len van Dort. Das habe man dem Spieler bereits mitgeteilt.

Neu ins Team kommt Center Mark Beissert von den Rolling Devils aus Kaiserslautern, einem Erstligisten. Der Grund: Die Pfälzer können sich den Vertragsamateur nicht mehr leisten, erklärt Rehling. Und da wird es gleich noch auf einer anderen Ebene brisant: Die finanziellen Probleme der Devils seien womöglich so groß, dass es wahrscheinlich ist, dass sich das Team aus der Bundesliga zurückziehen muss. Auch die Doneck Dolphins Trier hätten Probleme, sagt Rehling. Das sei in Liga-Kreisen durchaus bekannt.

„Ich denke, die Trierer werden sich retten“, schätzt Rehling. „Aber ich gehe zu 99 Prozent davon aus, dass die Rolling Devils nächste Saison nicht mehr in der ersten Liga sein werden.“

Falls Kaiserslautern tatsächlich zurückzieht, wittert Rehling die Chance, als Nachrücker aufzusteigen. „Am Vernünftigsten scheint mir eine Relegationsrunde: Der Zweite aus der zweiten Liga im Süden gegen den Zweiten aus dem Norden.“ In einem solchen Spiel würden die Rahdener Baskets auf die Roller Bulls Sankt Vith – einen Klub aus Belgien – treffen.

In anderthalb Wochen hofft Rehling mehr zu wissen. Dann ist er wie die anderen Vereinsvorsitzenden aus der ersten und zweiten Liga beim Pokalendspiel-Wochenende in Elxleben dabei. Am Rande des Events gibt es eine eine Bundesliga-Versammlung. Das Thema könnte dort auf den Tisch kommen. Rehling: „Die Hoffnung ist sehr groß – definitiv.“

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