TuSpo Rahden dankt Günter Seidel

Training mit Überraschungen

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Vereinsvorsitzender Helmut Kummer (rechts) und David Orbat (links), Organisator der kleinen Feier, gratulieren Günter Seidel zum 30-jährigen „Dienstjubiläum“. Für Seidels Frau Heidi hatte Kummer Blumen dabei.

Rahden - „Da habt ihr mich aber echt überrascht!“, meinte TuSpo Rahdens langjähriger Leichtathletik-Trainer Günter Seidel, als er am Freitag auf dem Sportplatz „Am Brullfeld“ zum Training erschien. Aus dem Training wurde erst einmal nichts, denn die Mitglieder seiner Abteilung hatten liebevoll und unter strenger Geheimhaltung anlässlich seines 30-jährigen „Dienstjubiläums“ eine Feier für ihren Übungsleiter vorbereitet.

Viele aktuelle und ehemalige Schützlinge Seidels, dessen Abteilung derzeit 167 Mitglieder zählt, hatten sich zum Gratulieren versammelt. Unter der Organisation von David Orbat und Ayas Lockmann standen Getränke und Würstchen vom Grill zum Verzehr bereit.

Auch TuSpo Rahdens erster Vorsitzender Helmut Kummer war gekommen und sprach seinem langjährigen Bekannten Glückwünsche aus: „Die Koordination einer Abteilung in einem Sportverein ist immer schwierig. Vielen Dank, dass du das so lange gemacht hast!“

Der heute 74-jährige Seidel leitet im TuSpo vier Gruppen. In der Eingangsgruppe betätigen sich die sechs- bis neunjährigen angehenden Athleten, die Wettkampfgruppe wird ebenfalls am Montag trainiert. Außerdem können Interessierte und Freizeitsportler am Mittwoch unter Anleitung Leichtathletik betreiben. Freitags trainiert Seidel die Jugendgruppe im Alter von 10 bis 15 Jahren.

Sein Interesse an der Leichtathletik sei bei den Olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki entflammt, erzählt Seidel. Damals habe er sich immer die Berichte der Wettkämpfe im Radio angehört. Als sein Vorgänger 1985 zurücktrat, übernahm er das Training der Rahdener Leichtathleten, zu denen zu diesem Zeitpunkt auch seine Kinder zählten. Als diese später mit der Leichtathletik aufhörten, war das für Seidel allerdings kein Grund, sein Traineramt ebenfalls an den Nagel zu hängen. Seidel: „Als meine Kinder damals mit der Leichtathletik aufhörten, dachte ich mir, ‚jetzt kannst du nicht auch aufhören‘. Und so macht man das Amt halt immer weiter, unter anderem auch, weil es wenige Leute gibt, die Interesse hätten, das Amt zu übernehmen.“

Günter Seidels Schützlinge waren in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich. Neben vielen Siegen bei Kreismeisterschaften und einigen Westfalenmeisterschaften erzielten sie auch gute Plätze bei Deutschen Meisterschaften. Trotz aller Erfolge fällt seine Bilanz der vergangenen 30 Jahre allerdings nicht nur positiv aus. „Ich hatte immer den Traum, dass wir eine Tartanbahn und eine Hochsprunganlage bekommen. Das war leider nicht der Fall, und ich nehme an, dass dieser Traum nicht mehr in Erfüllung gehen wird“, bedauert Seidel, der schon des Öfteren die teils schwierigen Trainingsbedingungen seiner Leistungsträger kritisiert hat. Er würde sich etwas mehr Unterstützung von der Stadt wünschen, da auch die Schulen von einer moderneren Sportanlage profitieren würden und die Stadt bessere Möglichkeiten habe, etwa über das Land Förderung zu bekommen, als der Verein.

Auf die abschließende Frage, welche seine Lieblingsdisziplin sei, antwortete Seidel: „Am liebsten trainiere ich den Mehrkampf, da es eine Herausforderung ist, die richtige Trainingsbalance zu finden, und die Sportart sehr abwechslungsreich ist.“ Mit dem Jubiläum ist seine Zeit beim TuSpo Rahden aber keineswegs vorbei. Der Verein darf sich wohl auch in den nächsten Jahren über Günter Seidels Dienste freuen.

te/mer

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