TuS-Spieler und Fans – Heute Wiedersehen nach zwei turbulenten Wochen

„Applaus zur Begrüßung, dann müssen wir liefern“

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Daumen hoch: Nikola Blazicko möchte den Ausraster von vor zwei Wochen vergessen machen, den ersten Schritt in diese Richtung machte er mit einer starken Leistung in Magdeburg.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Enttäuschende Leistungen, Abstiegskampf, ein Ausraster des Torhüters, Trainerentlassung, Trainerneuverpflichtung und ein Überraschungssieg beim Debüt des neuen Coaches – bei Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke hat sich in den vergangenen zwei Wochen so viel ereignet, wie bei anderen Vereinen in einer gesamten Saison nicht. Man darf also gespannt sein, was die Lübbecker heute Abend in der Merkur-Arena im Heimspiel gegen den Tabellenletzten SG BBM Bietigheim zu bieten haben (Anwurf 19 Uhr) und auch darauf, wie die wundersam auferstandene Mannschaft von den Zuschauern empfangen wird.

„Der Samstagabend wird ein großer Moment. Wir haben die Möglichkeit, wieder ein gutes Verhältnis zu den Zuschauern zu bekommen“, sagt Sead Hasanefendic und ist sich der Bedeutung des Wiedersehens in der Merkur-Arena bewusst. Gerade einmal zwei Wochen ist es her, da gab es ein gleicher Stelle eine 24:26-Heimniederlage gegen Friesenheim, die Auseinandersetzung von Torhüter Nikola Blazicko mit einem Lübbecker Fan und die Freistellung von Trainer Dirk Beuchler einen Tag später. Alles vergeben und vergessen? Mit Sicherheit nicht. Doch Sead Hasanefendic, der neue Hoffnungsträger, setzt auf Wiedergutmachung in kleinen Schritten. „Ich erwarte, dass die Mannschaft mit Applaus begrüßt wird, weil sie sich das für den Sieg in Magdeburg verdient hat. In den 60 Spielminuten danach muss die Mannschaft liefern.“

Hasanefendic' Wunsch: „Der Wille, das Spiel gewinnen zu wollen, muss vom Anpfiff weg sofort erkennbar sein. Ich verspreche, dass die Mannschaft alles geben wird und fokussiert ist. Gleichzeitig appelliere ich an die Zuschauer, die Spieler für gelungene Aktionen zu belohnen.“ Hasanefendic' Ziel: „Wir müssen wieder dahin kommen, dass es ein gutes Gefühl ist, zu Hause zu spielen!“

Den ersten Schritt, verloren gegangene Sympathien zurück gewinnen zu wollen, haben die Spieler um Torhüter und Kapitän Nikola Blazicko mit dem 32:26-Überraschungssieg in Magdeburg gemacht. „Ich bin stolz darauf, wie die Mannschaft in Magdeburg aufgetreten ist und was wir dort erreicht haben. Doch das ist nichts ohne die zwei Punkte am Samstag gegen Bietigheim“, betont Nikola Blazicko. Der seit 2007 beim TuS N-Lübbecke unter Vertrag stehende, 37-jährige Kroate hat sich für seinen Ausraster nach dem Friesenheim-Spiel entschuldigt – eine öffentliche Stellungnahme des Vereins fehlt bis heute.

„Das war ein Schritt nach vorn, aber nicht mehr. Wir haben noch einen langen Weg vor uns“, ergänzt Blazickos Trainer und Fürsprecher. „Nikola hat uns in Magdeburg mit einem gehaltenen Siebenmeter ins Spiel gebracht und war entscheidend am Sieg beteiligt. Als Torhüter und Kapitän ist er einer der wichtigsten Ansprechpartner für mich“, unterstreicht Hasanefendic und versucht Blazicko und den Fans eine kleine Brücke zu bauen für das Wiedersehen heute Abend.

Beim TuS N-Lübbecke ist man mit sich selbst beschäftigt, und doch gilt es, den Gegner nicht zu unterschätzen. Der kommt aus Baden-Württemberg und mit 11:47 Punkten als Tabellenletzter. „Von den letzten fünf Spielen hat Bietigheim zwei gewonnen gegen Wetzlar und Gummersbach. Das schafft man nicht so einfach“, sagt der Lübbecker Coach und weiß doch, dass Erfolg und Nichterfolg heute Abend in der Merkur-Arena vor allem vom Auftreten der eigenen Mannschaft abhängig sein werden. „Unsere Leistung muss stimmen“, fordert Hasanefendic und ist selbst gespannt.

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