Turnier-Macher wollen an alten Hallenregeln festhalten – und bekommen Rückendeckung

FreewayCup und Futsal keine Freunde

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2014 wurde beim FreewayCup mit dem WM-Ball Brazuca gespielt. An dem herkömmlichen Fußball will man beim Großturnier in Lübbecke festhalten.

Lübbecke - FreewayCup und Futsal – Freunde werden sie wohl nicht! Bei den inoffiziellen Deutschen U16-Hallenmeisterschaften am 17. und 18. Januar in der Lübbecker Kreissporthale wird nach den alten, bekannten Hallenfußballregeln gespielt und nicht nach der vom DFB und westfälischen Fußball-Verband favorisierten Variante mit dem kleineren, sprungreduzierten Ball und kleineren Toren, und das soll nach dem Geschmack der FreewayCup-Macher in Zukunft auch so bleiben.

„Futsal in Reinkultur ist für uns kein Thema“, stellt Udo Redeker im Namen des Veranstalterteams klar. „Das Turnier lebt von der Rundumbande und dem Spiel auf große Tore. Wir wollen dieses Spektakel so weiterführen“, ergänzt Finn Holsing. Und mit dieser Sichtweise steht das Duo aus dem FreewayCup-Organisationsteam nicht allein.

„Wir sind mit einer Umfrage an die teilnehmenden Vereine und Trainer herangetreten und haben sie direkt gefragt: Was haltet ihr von Futsal und würdet ihr weiter bei uns spielen, wenn das Turnier 2016 nach Futsal-Regeln ausgetragen würde“, erläutert Udo Redeker. Die eingegangenen Antworten ließen an Aussagekraft nichts zu wünschen übrig. „Wir, der FC Bayern, werden im Leistungsbereich kein Futsal-Turnier in der Zukunft spielen. Somit sehen wir auch keine weitere Teilnahme beim FreewayCup für uns, solltet ihr umstellen müssen“, schreibt Bayern Münchens U16-Trainer Sebastian Dremmler.

Seine Kollegen äußerten sich ähnlich. „Wir sind strikte Gegner des Futsals. Wir verzichten sogar diese Saison auf die Württembergischen Meisterschaften, weil dort nach Futsal-Regeln gespielt wird“, meint Michael Gentner vom VfB Stuttgart. Oder Frank Bender (Werder Bremen): „Futsal ist höchstens in den jüngeren Teams vorstellbar, im Leistungsbereich ist es unattraktiv. Aktuell ist für uns keine Teilnahme an Futsal-Turnieren denkbar.“

Rückendeckung bekommen die FreewayCup-Macher im Festhalten am herkömmlichen Hallenfußball auch vom Fußballkreis Lübbecke. Dessen Vorsitzender Karl-Heinz Eikenhorst sieht im FreewayCup ein „absolutes Highlight für unseren Kreis, das man mit den angedachten Regeländerungen nicht gefährden darf“. Und Eikenhorst habe „keine Problem damit, diese Position gegenüber dem Verband zu vertreten.“

ag

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