Turnier in Festhalle ein Paket aus Punktejagd und Party/Motto: „Levern ist nur einmal im Jahr“

Volleyball mit Kuschelfaktor

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Volleyball auf vier Spielfeldern: Das Leverner Turnier in der Festhalle besitzt Kuschelfaktor.

Levern - Von Andreas Gerth. Gangelt ist eine Gemeinde im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg und liegt im äußersten Westen an der Grenze zu den Niederlanden. Was das mit dem 38. Internationalen Volleyball-Turnier des TV „Frisch-Auf“ Levern zu tun hat? Die Volleyballer aus Gangelt gehörten am vergangenen Wochenende zum erfreulich großen Starterfeld und trugen das aussagekräftige Motto der Veranstaltung auf dem Rücken ihrer T-Shirts: „Levern ist nur einmal im Jahr“.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Mannschaften nicht allein wegen des sportlichen Wettstreits die zum Teil weite Anfahrt nach Stemwede in Kauf nehmen, vielmehr ist es ein Paket aus Punktejagd und Party, das einmal im Jahr in die Leverner Festhalle lockt. Diesmal 28 Mannschaften – so viele wie seit Jahren nicht mehr.

„Eigentlich wollte ich auch unser Damenteam vom TuS Stemwede anmelden, doch da war das Feld schon voll“, berichtet Ralph Böckmann. Langweilig wurde dem Stemweder Trainer trotzdem nicht, denn aus alter Verbundenheit half er an beiden Tagen in der Turnierleitung. Kein Zuckerschlecken, denn in der Festhalle wurde auf vier (!) Spielfeldern gleichzeitig gespielt – .

Mittendrin das Team aus Töndern in Dänemark. „Ich bin mir nicht zu 100 Prozent sicher, aber in den letzten 20 Jahren waren sie mit einer Ausnahme immer dabei“, erzählt Böckmann. Schöner Nebeneffekt für den TV Levern: Dank der Stammgäste aus Dänemark darf sich das Turnier „international“ nennen.

Einen Boom erlebte diesmal das Teilnehmerfeld bei den Frauen. „Das beste seit mindestens 15 Jahren“, meint Böckmann. Sowohl qualitativ – u.a. mit der Verbandsligamannschaft des OTSV Pr. Oldendorf, die hinter dem niedersächsischen Oberliga-Aufsteiger VfL Lintorf Platz zwei belegte – als auch quantitativ mit acht Teams in der A- und neun in der B-Klasse.

„Leider ist eine Mannschaft einfach eher abgereist. Daher hatten einige Teams in der B-Klasse am Sonntag nur noch ein Spiel. Das war sehr schade“, berichtet Silvia Kroll. Die Kapitänin des Leverner Frauenteams nahm sich am Samstag Nachmittag ein wenig Zeit als Ansprechpartnerin für die Presse – die hatte sie auch, „denn die Wartezeiten zwischen den Spielen waren leider sehr lang. Das ist eine Sache, die wir im nächsten Jahr verbessern wollen“, sagt Kroll.

Mit ihrer eigenen Mannschaft belegte sie Platz sieben in der B-Klasse. Ein kleiner Fingerzeig, denn in dieser Saison werden es die Levernerinnen in der Bezirksliga ebenfalls mit spielstarker Konkurrenz zu tun bekommen. „Wir haben überlegt, ob wir den Aufstieg wahrnehmen und haben uns schließlich dafür entschieden. Jetzt wollen wir die jüngeren Spielerinnen integrieren und noch mehr Teamgeist entwickeln“, erklärt Silvia Kroll, wobei das eigene Turnier gerade recht komme.

Besser lief es für die Leverner Herren, die in der kommenden Saison erneut als Spielgemeinschaft mit dem TuSpo Rahden agieren. Die erste Mannschaft in der Landesliga, die zweite als Aufsteiger in der Bezirksliga. Zudem wurde vom TV Frisch-Auf Levern eine eigenständige dritte Herren-Mannschaft gemeldet, ausschließlich mit Jugendspielern der U20, die jetzt in der Bezirksklasse aufschlagen.

U20 und Wiedersehen

mit alten Bekannten

Darüber hinaus gab es in Levern ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Im Team von A-Klassen-Sieger VfL Lintorf standen mit Dennis Latzel und Henrik Kollweier zwei ehemalige Leverner. Trainer der Lintorfer Drittliga-Mannschaft ist der frühere Damencoach des OTSV Pr. Oldendorf, Oliver Grote.

„Wir sind happy, dass das Turnier wieder angezogen hat. Das liegt sicherlich daran, dass wir diesmal einen besseren Termin erwischt haben, an dem keine anderen Turniere stattfinden“, erklärt Reinhard Stegmann.

Der „Mister Volleyball“ des TV Levern blieb übrigens mit Blick auf die Party aller teilnehmenden Mannschaften am Samstagabend routiniert gelassen und gab ein weiteres Motto des Leverner Turniers aus: „Wer feiern kann, kann auch am Sonntag spielen.“

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