Spiel des Tages: 4:1-Sieg in Levern / Binder nimmt Gegentore auf seine Kappe

Trotz Rückstand: Dielingen dominiert das Derby

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Der Torschütze ist nicht zu sehen. Taskin Türker, Marco Stagge und Andre Sporleder haben Artur Seibel umarmt. ·

Levern - Von Andreas GerthNach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Dr. Oliver Vogt gaben sich Holger Binder und Tom Westerwalbesloh die Hand und verabredeten sich auf ein Bier. Die Analyse des Spiels konnten die Trainer des TuS Levern und TuS Dielingen dabei allerdings kurz halten. Zu überlegen war der TuS Dielingen gestern Nachmittag im Nordderby der Fußball-Kreisliga A gewesen und als verdienter 4:1 (3:1)-Sieger vom Platz gegangen.

„Da muss man ehrlich sein. Dielingen hat vollkommen verdient gewonnen. Wir haben sie immerhin 30 Minuten lang ärgern können und müssen uns in Sachen Willen und Einsatzbereitschaft nichts vorwerfen“, erklärte Holger Binder. Ausgerechnet der Leverner Spielertrainer hatte gestern einen gebrauchten Tag erwischt. „Ich war ja an allen vier Gegentoren beteiligt. Dreieinhalb gehen auf meine Kappe“, ärgerte sich Binder.

Dabei hätte das Nachbarschaftsduell aus Sicht des Außenseiters nicht besser beginnen können. Nach 120 Sekunden lag der Ball im Netz – des Dielinger Tores. Marius Helmich hatte es aus halblinker Position einfach mal mit einem Weitschuss versucht und der Ball schlug zum 1:0 (2.) im Winkel ein.

„Was mich freut, ist, dass die Truppe danach Moral gezeigt und den Kampf angenommen hat“, betonte Dielingens Spielertrainer Tom Westerwalbesloh. Seine Mannschaft präsentierte sich vom frühen Gegentor unbeeindruckt, leitete Angriff auf Angriff ein und hatte das Ergebnis zur Halbzeitpause auf 3:1 gedreht.

Das 1:1 (21.) erzielte der aufgerückte Patrik Ferreira mit einem Kopfball nach Flanke von Orhan Akti. Fünf Minuten später entschied Schiedsrichter Vogt auf Strafstoß nach Foul von Binder an Christian Wüppenhorst, Andre Sporleder verwandelte. Und als Orhan Akti, schön freigespielt von Stefan Lekon, kurz vor dem Pausenpfiff auf 3:1 (42.) stellte, waren die Kräfteverhältnisse im Derby endgültig zurecht gerückt.

„Wir haben versucht, auch in der zweiten Halbzeit das Spieltempo hoch zu halten“, so Westerwalbesloh, der noch den vierten Treffer zu sehen bekam: Libero Holger Binder ließ sich den Ball abluchsen, Artur Seibel hatte freie Bahn, umspielte Leverns neuen Torhüter Piet Nobbe und vollendete ins leere Tor – 4:1.

Zum verkorksten Auftritt von Holger Binder passte, dass sein Spieler Nico Uchtmann gelb-rot sah und nun im nächsten Spiel gegen Isenstedt fehlt. „Ihn wollte ich eigentlich auswechseln...“, ärgerte sich Binder.

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