Stemweder Pfingstturnier mit Red Bull Brasil, Aalborg BK, Nürnberg und Rödinghausen

Treffen sich ein Brasilianer, ein Däne und zwei Deutsche...

Der 1. FC Nürnberg (weiß) stand im vergangenen Jahr gegen den FC Liverpool im Finale. - Archivfoto: Pollex

Stemwede - Der Mix in der zweiten Gruppe beim 39. Internationalen Pfingstturnier des TuS Stemwede am kommenden Wochenende ist so bunt, dass es fast zum Scherzen einlädt: Treffen sich ein Brasilianer, ein Däne und zwei Deutsche... Tatsächlich darf man beste fußballerische Unterhaltung erwarten, wenn der 1. FC Nürnberg und der SV Rödinghausen auf Aalborg BK und Red Bull Brasil treffen. Das sind die Teams im Überblick.

Red Bull Brasil

Der Ambitionierte. Der Vereinsname allein hat jede Menge Aussagekraft: Über die brasilianische Herkunft, aber auch den Konzern, der im Hintergrund die Fäden in der Hand hält und der in der Fußballgemeinde alles andere als unumstritten ist.

Red Bull Brasil landete bereits mehr als eine Woche vor Turnierbeginn am Münchner Flughafen. Danach ging es erst mal nach Salzburg ins Trainingszentrum.

Red Bull Brasil wurde 2007 gegründet und trägt seine Heimspiele im Estadio Moisés Lucarelli in Campinas, etwa 100 Kilometer nördlich von Sao Paulo, aus. Akademieleiter Carlos Andrade teilt mit: „Der Saisonkalendar ist in Europa anders eingeteilt als der in Brasilien. Durch die Turnierteilnahme in Stemwede können wir unseren U19-Spielern eine komplette Ausbildung bieten.“ Nach einem Turnier in Holland im Vorjahr geht es jetzt nach Stemwede – „um den Ausbildungsprozess abzuschließen“. Das Ziel der Brasilianer ist klar formuliert: gewinnen – oder zumindest ins Finale kommen.

Die Brasilianer sind bereits neun Tage vor Turnierstart nach Salzburg gereist, um sich im dortigen Leistungszentrum vorzubereiten. Direkt am Montag geht es zurück: „Montagmorgen geht der Flieger nach München“, erklärt Christian Bäcker vom Turnierteam. „Dort haben sie acht Stunden Aufenthalt bis zum Weiterflug nach Madrid. Nach weiteren fünf Stunden geht es dann erst in den Flieger nach Brasilien. Sicher kein Vergnügen, aber sie haben die Route selbst gewählt.“

Aalborg BK

Der Sympathische. Sportliche Professionalität gepaart mit sympathischer Bodenständigkeit berechtigt zur insgesamt vierten Teilnahme am Pfingstturnier. Am erfolgreichsten lief es 2009: Erst im Finale unterlag das Team der U19-Nationalmannschaft Ägyptens.

Aalborg BK gehört zu den Aushängeschildern des dänischen Profifußballs. Der Verein legt seit Jahren enormen Wert auf die Nachwuchsarbeit. Jacob Friis, Ex-U19-Coach und jetztiger Co-Trainer der Profis: „Wir haben mit unserem U19-Team schon an vielen internationalen Turnieren teilgenommen, und Stemwede ist eines der Topturniere. Der sportliche und organisatorische Standard ist hochklassig.“ Das Turnier soll zeigen, wo die Dänen im internationalen Vergleich stehen und wo man sich verbessern muss.

1. FC Nürnberg

Der Vorjahresfinalist. Die Clubberer aus Franken kommen zum zweiten Mal in Folge und zum vierten Mal insgesamt nach Stemwede. Im Vorjahr war der FCN die Überraschungsmannschaft, überzeugte an allen Turniertagen und schaffte es bis ins Finale, wo das Team im Elfmeterschießen gegen den FC Liverpool verlor. „Aus sportlicher Sicht lief es im letzten Jahr sehr gut und wir hatten viel Spaß. Das wollen wir gerne wiederholen“, so Trainer Pelegrino Mattarazzo. Er bekommt an der Seitenlinie in diesem Jahr Unterstützung von Nürnbergs Ex-Profi Marek Mintal. Die U19 schaffte zuletzt in der Spielzeit 2013/2014 den Sprung in die Junioren-Bundesliga, wo sie in dieser Serie in der Staffel Süd/Südwest immer in der oberen Tabellenhälfte zu finden war.

SV Rödinghausen

Der Nachbar. Quasi einen Katzensprung vom Stemweder Turniergelände entfernt macht der SV Rödinghausen „hinterm Berge“ nun schon seit Jahren von sich Reden. Die U19 spielt in dieser Saison um den Aufstieg in die Junioren-Bundesliga. Der SVR bietet seinen Juniorenspielern mit den Sportanlagen und Trainingsstätten Voraussetzungen, die durchaus mit Bundesligisten mithalten können. Das Nachwuchskonzept ist darauf ausgelegt, die einzelnen Teams sinnvoll in die höheren Spielklassen zu bringen. Die Rödinghausener hatten die Einladung sehr kurzfristig angenommen, nachdem die U19 von Hannover 96 zwei Wochen vor Turnierstart ihre Teilnahme abgesagt hatte. - han/jpe

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