Fußball-Kreisliga A liefert kein Phantomtor, aber einen Blackout von Rodenbeck

Toms Truppe bleibt dran an den Unbesiegbaren

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Oben: Die Isenstedter holten sich auch gegen Levern die Punkte, und Alex Koch markierte sein 13. Saisontor. ·

Wehdem - Von Andreas GerthEin Phantomtor ala Kießling gab es nicht am vergangenen Wochenende in der Fußball-Kreisliga A, dafür ein kurioses. Leverns Torhüter Frank Rodenbeck hatte den Ball eigentlich schon gesichert, doch die Kugel – und damit auch das bis dahin im Auswärtsspiel bei Tabellenführer SC Isenstedt erfolgreich verteidigte 0:0 – rutschten ihm durch. Für den TuS Levern der Anfang vom Ende bei der 0:3-Niederlage in Isenstedt.

„Das Tor hat den Bann gebrochen“, atmete Axel Krüger auf. Seine Isenstedter hatten sich bis zur beschriebenen 55. Spielminute sehr schwer getan und keine Lücke im Abwehrbollwerk der Gäste gefunden. „Levern hat das geschickt gemacht. Sie standen wie erwartet sehr tief und haben uns keine Räume gegeben. Wir haben die Geduld bewahrt, und am Ende war der Sieg auch in der Höhe verdient. Aber es war ein hartes Stück Arbeit“, so der ISC-Coach weiter. Für ihn und seine ungeschlagenen Mannen war es der zehnte Sieg im elften Spiel – eine Serie, die nun am Sonntag im Auswärtsspiel beim SuS Holzhausen auf die Probe gestellt wird.

Der TuS Levern rutschte ans Tabellenende, aufgrund der schlechteren Tordifferenz auch hinter den punktgleichen HSC Alswede. Das kommt aber nicht sonderlich überraschend, denn gegen Dielingen und Isenstedt hatte sich Leverns Spielertrainer Holger Binder nicht wirklich etwas ausgerechnet. „Wir müssen uns an anderen Mannschaften orientieren“, betont Binder und dürfte damit zum Beispiel den SV Hüllhorst meinen. Der ist Drittletzter und kommt am Samstag (15 Uhr) nach Levern.

Dann wird die Leverner Defensivabteilung um Ralf Langenberg, Marco Wichering und Marcel Henkel auch einen Mann namens Kaoa Omar kennenlernen. Der nämlich schoss den SV Hüllhorst am Sonntag gegen Tengern III mit einem Fünferpack buchstäblich im Alleingang zum 6:5-Sieg.

Verfolger Nummer eins des immer noch ungeschlagenen ISC ist der TuS Dielingen, der am Sonntag mit dem 3:0 gegen Holzhausen ebenfalls dreifach punktete und gleichzeitig einen direkten Konkurrenten distanzierte. „Aufgrund der Ausfälle von Marco Stagge und Andre Sporleder hatte ich Bedenken, doch die Jungs haben mit einer ganz starken Mannschaftsleistung geantwortet“, freute sich Tom Westerwalbesloh. Auch beim Dielinger Spielertrainer läuft es immer besser. Der frühere Oberliga-Spieler war am Sonntag von den Holzhausern nur auf Kosten eines Foulelfmeters zu stoppen (den Marcus Wessel zur wegweisenden 1:0-Führung verwandelte) und besorgte den Treffer zum 3:0-Endstand dann selber. „Wir haben unsere Chancen besser genutzt als Holzhausen. Damit bleiben wir an Isenstedt dran“, so Westerwalbesloh.

Holzhausens Trainer Jörg Bohlmann hatte in Dielingen von der Seitenauslinie gar nicht mehr zusehen wollen und vergrub den Kopf in seine Hände. „Die Chancenauswertung war katastrophal. Dabei waren wir in Unterzahl absolut gleichwertig“, ärgerte sich „Bohle“. Im zweiten Spiel in Folge kassierte seine Mannschaft eine Rote Karte, diesmal für Cerryg Forward, der Orhan Akti „notgebremst“

„Hätte auch rot für

Türker geben können“

hatte. „Die Entscheidung war in Ordnung, genauso wie die zum Elfmeter. Man hätte in einer anderen Szene aber auch rot gegen Taskin Türker geben können“, so Bohlmann, der nun mit Verteidiger Martin Lidke (Verdacht auf Mittelfußbruch) einen weiteren Spieler ersetzen muss.

Nicht zufrieden war am Sonntag auch Tevfik Cengiz trotz des 4:2-Sieges von Türk Gücü Espelkamp in Alswede. „Das war ein grausames Spiel, und das lag zum großen Teil an uns“, kritisierte Cengiz. Trotz spielerischer Vorteile und eines Zwei-Tore-Vorsprungs ließen die Espelkamper unnötige Hektik auf- und den Gegner auf 2:3 herankommen. Die Alsweder boten mit Möller, Haseloh, Korejtek, Korkmaz und Co. wieder eine ganze Reihe von Altherren-Spielern auf. Für sie geht es am Sonntag bei TuRa Espelkamp weiter. Die TuRaner eroberten mit dem unspektakulären 3:1- Erfolg in Frotheim (für den VfL die sechste Niederlage in Folge) Platz drei zurück.

Etwas befreit aus dem Tabellenkeller hat sich der SSV Pr. Ströhen. Das 2:1 am Sonntag beim FC Lübbecke war die Überraschung des 11. Spieltages. „Am Ende haben wir sehr viel Glück gehabt, dass Lübbecke nicht noch zum Ausgleich kam. Doch vorher hat die Mannschaft wieder einen ganz starken Kampf abgeliefert und wie schon gegen TuRa in der Defensive sehr gut gestanden“, freute sich Toni Trucco. Was dem Pr. Ströher Coach noch fehlte, war die Abgeklärtheit im Spiel seiner jungen Truppe. „Lübbecke spielt nach der frühen roten Karte in Unterzahl, und wir machen das 2:0. Trotzdem lassen wir den Gegner noch einmal ins Spiel zurück kommen. Mit ein bisschen mehr Cleverness hätten wir gar nicht mehr in diese Schwierigkeiten kommen müssen.“

Einen kleinen Dämpfer gab es für Blau-Weiß Oberbauerschaft. Das Team von Daniel Bönker und Jan Kleine-Beek hatte vier Siege aus den letzten fünf Spielen geholt, kassierte nun aber eine nicht eingeplante 0:2- Heimniederlage gegen den VfB Fabbenstedt. „Wir haben das Spiel unnötig aus der Hand gegeben“, ärgerte sich Bönker, der mitansehen musste, wie seine Spieler Maik Reibetanz, Marcel Becker und Julian Bönker selbst beste Einschussmöglichkeiten nicht zu nutzen wussten. Effektiver gingen die Fabbenstedter zu Werke, den Gerdom-Schützlingen reichte ein Doppelschlag Anfang der zweiten Halbzeit, um BWO aus dem Konzept zu bringen und die Punkte mitzunehmen.

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