Tobias Lintelmann heute dreimal im Einsatz

Mit Kissen in den Marathon

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Tobias Lintelmann zeigt's an: Er und Wehes Handball-Frauen wollen nach oben. Wegweiser ist das heutige Spitzenspiel gegen die HSG Espelkamp-Fabbenstedt mit Felix Krucke.

Rahden - Am Donnerstag bekam er ihn doch noch, den Anruf mit der Bitte am Samstag als Torhüter in der zweiten Mannschaft auszuhelfen. Der Anfang eines Handball-Marathons für Tobias Lintelmann, der heute beim Heimspieltag des TuS SW Wehe auch als Trainer der Frauenmannschaft und Co-Trainer der Herren gefordert ist. Für die anschließende „Schwarz-Weiße-Nacht“ werde er sich zur Sicherheit ein Kissen mitbringen, verrät Tobias Lintelmann im Interview.

Herr Lintelmann, reicht die Kraft für die dritte Halbzeit?

Lintelmann: Ich werde mir vorsichtshalber ein Kissen mitbringen, dann ist es nicht so hart, sollte ich an der Theke einschlafen (lacht). Aber im Ernst. Die Schwarz-Weiße-Nacht ist immer eine schöne Veranstaltung und sehr wichtig für das Zusammenleben im Verein. Wir sind froh, dass unser ehemaliger Trainer Christian Kemenah diese Idee vor zwei Jahren angestoßen hat. Vielleicht sind ja am Samstag auch unsere Gastmannschaften dabei.

Felix Krucke, Trainer der Frauen der HSG Espelkamp-Fabbenstedt, meint, dass Sie vielleicht keine Lust mehr aufs Feiern haben, wenn er am Samstag mit seiner Mannschaft gewinnt und die Punkte mitnimmt...

Lintelmann (lacht): Ich kenne Felix und seine Truppe schon länger, deshalb weiß ich natürlich, wie er das gemeint hat. Aber es ist schon richtig, dass die Aufgabe für uns extrem schwer wird, weil Espelkamp eine sehr stabile Abwehr stellt und dahinter eine starke Torhüterin hat. Dafür Lösungen zu finden, wird meine Aufgabe sein. Aber auch Felix wird sich bestimmt etwas einfallen lassen.

Wehes Spiel steht und fällt mit Ulrike Clemens, stimmt diese Behauptung ?

Lintelmann: Ja und nein. Unbestreitbar ist, dass sie eine gewisse Körpersprache ausstrahlt, dahin geht, wo es weh tut und eine der besten Spielerinnen der Bezirksliga ist. Doch unser Kader ist größer und flexibler geworden. Es gibt jetzt bei uns mehrere Spielerinnen, die in die Verantwortung gehen können. Deshalb bin ich ganz entspannt, sollte der Gegner Ulli kurz nehmen.

Im dritten Spiel des Tages sind Sie als Co-Trainer der Herrenmannschaft dabei, die im Bezirksligaduell auf den Tabellenvorletzten TSV Hahlen II trifft. Wie groß ist die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen?

Lintelmann: Sie ist groß. In der vergangenen Saison haben wir in Hahlen mit fünf oder sechs Toren verloren, weil wir dort arrogant gespielt haben und dafür bestraft worden sind. Auch diesmal wird uns eine robuste Abwehr erwarten, gegen die wir 60 Minuten clever und geduldig spielen müssen.

Wehe steht bei 16:0-Punkten. Kann sich die Mannschaft in dieser Saison nur selber schlagen?

Lintelmann: Angesichts der Punktausbeute ist die Frage verständlich. Wenn alle Spieler fit und gesund bleiben, würde ich die Aussage sogar unterschreiben, doch das hat sich mit der Verletzung von Jonas Bruhn ja schon erledigt. In der letzten Saison hatten wir eine ganze Reihe von Ausfällen, das hat gezeigt, wie wichtig dieser Faktor über die gesamte Saison gesehen ist.

Am Sonntag sind dann noch die A-Mädchen im Einsatz. Sie haben die Chance, mit einem Sieg gegen Jöllenbeck die Qualifikation für die Oberliga perfekt zu machen. Wie wichtig wäre das für den Verein.

Lintelmann: Das wäre eine schöne und wichtige Angelegenheit und zudem eine Bestätigung der geleisteten Arbeit. Man darf ja nicht vergessen, dass bis auf Neele Hartmann alle Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs kommen. Wehe ist kein Verein, der sich auswärts bedienen kann und das auch gar nicht will. Oberliga, das wäre für unsere ehrgeizigen Mädchen eine wunderbare Belohnung und ein tolles Aushängeschild für den Verein.

ag

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