Fußball-Kreisliga-A: SC Isenstedt könnte „in zivil“ Meister werden

Titel wäre Krönung einer erfolgreichen Entwicklung

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Noch hält ISC-Trainer Axel Krüger die Konzentration hoch: Erst wenn die Meisterschaft unter Dach und Fach ist, darf gefeiert werden.

Wehdem - Von Melanie Russ. Während es im Tabellenkeller der Fußball-Kreisliga-A zumindest für zwei Mannschaften noch um alles geht, ist die Meisterschaft praktisch geklärt.

Vier Spieltage vor Saisonende fehlt dem SC Isenstedt noch ein Punkt zum lang ersehnten Titelgewinn. Gefeiert wird aber erst, wenn ihm der Titel auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen ist. Das könnte schon am Donnerstagabend der Fall sein, wenn Verfolger TuRa Espelkamp beim FC Lübbecke nicht gewinnt. Bis es beim TuS Levern etwas zu feiern gibt, wird es noch etwas länger dauern. Die Binder-Elf steht momentan auf dem letzten Nichtabstiegsplatz und muss wohl bis zum Schluss zittern.

Die Zurückhaltung des SC Isenstedt scheint angesichts von 15 Punkten Vorsprung auf TuRa Espelkamp, einer bislang makellosen Rückrunde mit zwölf Siegen aus zwölf Spielen und dem mit Abstand besten Torverhältnis (+73) der Liga fast schon übertrieben, doch der ISC ist ein gebranntes Kind. „Wenn man die Meisterschaft zwei Mal kurz vor Saisonende verliert, wird man vorsichtiger“, erinnert Tobias Bölk unter anderem an die vorangegangene Serie, als man am letzten Spieltag gegen den TuS Dielingen verlor und damit den Aufstieg knapp verpasste.

An Selbstbewusstsein mangelt es dem designierten Meister allerdings nicht. „Gute 45 Minuten reichen gegen uns nicht“, sagt Kapitän Marco Radtke im Rückblick auf das Spiel gegen den TuS Levern, als der ISC mit 0:2 in Rückstand geriet, die Partie auch dank eines überragenden Christian Gieselmann aber noch zum 5:2 drehte. In der Vergangenheit wurden die Isenstedter in solchen Situationen gerne mal nervös, doch inzwischen hat die Mannschaft von Trainer Axel Krüger so viel Selbstvertrauen, dass sie auch bei einem Rückstand Ruhe bewahrt und ein Spiel zu ihren Gunsten drehen kann.

Erstmals seit 1967 wieder in Bezirksliga

Der Meistertitel wäre für den ISC die Krönung einer erfolgreichen Entwicklung. Vor fünf Jahren noch in der Kreisliga B beheimatet, könnten die Isenstedter erstmals seit 1967 wieder in die Bezirksliga aufsteigen. „Die Bezirksliga ist für uns aber noch kein großes Thema. Das Wichtige ist, dass wir noch den einen Punkt für die Meisterschaft holen“, ist Tobias Bölk ganz auf das nächste Spiel gegen den SuS Holzhausen konzentriert.

Neben der Meisterschaft könnte sich der ISC mit zwei weiteren Erfolgen in die Geschichtsbücher eintragen. Gewinnen die Isenstedter ihre letzten vier Spiele, würden sie mit 85 Punkten die bisherige Bestmarke des FC Preußen Espelkamp von 82 Punkten übersteigen. Außerdem fehlt den Isensedtern nur noch ein Treffer zu hundert Toren – ebenfalls eine Leistung, die nicht vielen Mannschaften gelingt.

Levern kämpferisch alles gegeben

Während man sich beim SC Isenstedt langsam auf die Meisterfeier vorbereitet, kämpft der TuS Levern um den Klassenerhalt. Auch wenn die Situation äußerst angespannt ist, sieht Trainer Holger Binder die Niederlage gegen den ISC gelassen. „Es war eigentlich absehbar, dass wir den 2:0-Vorsprung nicht würden halten können“, so Binder, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft trotzdem sehr zufrieden war. Sie habe kämpferisch alles gegeben und in der Defensive gut gearbeitet. Weit wichtiger sind für Binder drei Punkte in der nächsten Partie gegen den SV Hüllhorst-Oberbauerschaft, denn Levern steht derzeit nur dank eines besseren Torverhältnisses vor den punktgleichen Hüllhorstern.

Für den HSC Alswede ist der Zug nach dem 0:4 bei Türk Gücü Espelkamp endgültig abgefahren. Die Oller-Elf ist seit dem vergangenen Spieltag auch rechnerisch abgestiegen.

Der BSC Blasheim dürfte dagegen nach dem Sieg über SC BW Vehlage ebenso wenig noch etwas mit dem Abstiegskampf zu tun haben wie die Blau-Weißen. BSC-Trainer Thorsten Bunde war nach dem Spiel vollauf zufrieden mit seiner Mannschaft, zollte aber auch dem Gegner Respekt. „Vehlage hat gut gespielt. Das Ergebnis sieht eindeutiger aus, als es das Spiel war.“

Allen Grund zur Freude hatte auch FC Lübbeckes Trainer Philipp Knappmeyer, dessen Spieler am Sonntag die sieben Spiele ohne Niederlage währende Serie des SSV Pr. Ströhen beendeten. „In Pr. Ströhen zu gewinnen, das muss man auch erstmal schaffen. Wir haben nicht wie andere Mannschaften versucht, das Spiel zu machen, um dann Pr. Ströhen kontern zu lassen“, so Knappmeyer. Stattdessen überließ Lübbecke dem SSV die Initiative. „Im Spiel nach vorne ist ihnen nicht viel eingefallen.“

Der VfL Frotheim verpasste seine Chance als „Meistermacher“. Gegen TuRa Espelkamp kassierten die Frotheimer ihre erste Niederlage nach sechs Spielen.

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