Tennis-Verbandsliga: TV Rahden holt ersten Punkt/Doppel-Krimi endet 15:13

Happy End im Regen

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Wilhelm Blomenkamp muss sich strecken. Er gewann das Spitzeneinzel in zwei Sätzen und sorgte damit für den zweiten Rahdener Zähler vor den Doppeln.

Rahden - Von Andreas Gerth. Es war das Bild des Tages: Bei strömendem Regen und Hagel fielen sich Hans-Joachim Straßburg und Karl-Heinz Vergenz in die Arme. Als sie den Matchball zum 15:13 im Match-Tiebreak endlich genutzt hatten, kam passenderweise auch noch ein Gewitter dazu. Donnerwetter – spannender hätten es die Tennis-Routiniers des TV Rahden gestern beim 3:3 im Heimspiel gegen den TC Detmold auch nicht machen können.

Erst schien die Sonne, dann regnete es. Genauso wechselhaft war gestern auf den Plätzen am Hopfengarten das Spiel von Herren 70-Verbandsligist TV Rahden. Am Ende reichte es zu einem verdienten 3:3-Unentschieden, der erste Punktgewinn für den Aufsteiger in der laufenden Saison.

Den aber mussten sich die Gastgeber sehr hart erkämpfen. Schon im Einzel hatte Hans-Joachim Straßburg über die volle Distanz gehen müssen, ehe Rahdens Nummer zwei im Match-Tiebreak mit 11:9 den längeren Atem hatte. Den zweiten Zähler in den Einzeln holte Wilhelm Blomenkamp an Position eins. Er setzte sich mit 6:4 und 6:1 durch und verschaffte seinem ersatzgeschwächten Team, das derzeit ohne die verletzten Spieler Werner Kreft, Wolfgang Blaschke und Henning von Eichel-Streiber auskommen muss, eine ordentliche Ausgangsposition vor den Doppeln. Hermann Behring (0:6/2:6) und Karl-Heinz Vergenz (4:6/0:6) zogen in ihren Einzeln den Kürzeren.

„Ein Unentschieden hilft uns nicht viel weiter, deshalb haben wir die Doppel risikoreicher aufgestellt“, erklärte Wolfgang Blaschke, musste aber zunächst eine Niederlage mitansehen. Blomenkamp/Behring hatten nicht wirklich eine Chance und unterlagen mit zweimal 2:6. Dafür sah es für die Rahdener auf dem Nebenplatz vielversprechend aus. Das Duo Straßburg/Vergenz holte sich den ersten Satz mit 6:1 und führte im zweiten 4:1, ehe der Krimi samt Wetterkapriolen begann.

Die Gastgeber verspielten den Vorsprung. Im Tiebreak ging der zweite Durchgang an Detmold. Also ging es in den Match-Tiebreak, in dem Straßburg/Vergenz ein 5:1 vorlegten – doch auch dieser Vorsprung war kurz darauf futsch. Beim 9:7 besaßen die Gäste zwei Matchbälle, doch jetzt schafften die Rahdener das Comeback. So ging es munter weiter, wobei dunkle Wolken aufzogen und sich entluden.

Im strömenden Regen konnten die beiden Rahdener ihre Matchbälle einfach nicht nutzen – und standen beim 12:13 selber wieder mit dem Rücken zur Wand. Es hagelte, doch die vier Akteure blieben auf dem Platz und spielten nass bis auf die Haut weiter. Bis zum 15:13, dem Happy End aus Rahdener Sicht.

Mit dem Unentschieden hält Aufsteiger Rahden die Tür zum Klassenerhalt offen. Am kommenden Mittwoch, 27. Mai, geht es zum TC Am Schloss Rheda, zum Abschluss folgt am 10. Juni ein Heimspiel gegen Schloß Neuhaus.

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