Tennis: TC Destel holt dritten 6:0-Sieg und liebäugelt mit dem Aufstieg

Mosel beißt sich durch

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Durchgebissen: Trotz Zerrung behielt Ewald Mosel im Spitzeneinzel die Oberhand, die Basis zum Desteler Erfolg.

Hedem - Von Andreas Gerth. „Noch zwei schnelle Antritte, und es wäre nicht mehr gegangen.“ Ewald Mosel, Nummer eins von Tennis-Herren-65-Verbandsligist TC Destel, hatte am Mittwoch doppelt zu kämpfen: Mit seinem Gegner und einer Zerrung. Doch Mosel biss sich durch und gewann das Spitzeneinzel im Match-Tiebreak – damit war die Tür zum dritten Sieg im dritten Saisonspiel für den TC Destel geöffnet.

6:0-Punkte, 18:0-Matches und 36:2-Sätze, so lautet aktuell die eindrucksvolle Bilanz der Desteler Routiniers, die nach dem Altersklassenwechel in die 65-er sicherlich zu den Favoriten in der Verbandsliga zählen. Doch so ganz traut Heinz-Günter Vogt dem Braten noch nicht. „Die beiden entscheidenden Spiele gegen Kirchlengern und Herford kommen erst noch“, gibt der erfahrene Mannschaftsführer zu bedenken. Wenn alles nach Plan läuft, können er und seine Teamkollegen am letzten Spieltag (Mittwoch, 17. Juni) „zu Hause“ in Hedem den ebenfalls noch ungeschlagenen VfL Herford (8:0-Punkte) zum „Endspiel“ um den Aufstieg in die Westfalenliga empfangen.

Auf der Anlage des TV Hedem haben die Desteler vorerst eine neue sportliche Heimat gefunden. „Für diese Lösung sind wir sehr dankbar“, betont Heiner Kröger während des „Heimspiels“ am Mittwoch. Fehlende sanitäre Anlagen und Umkleidemöglichkeiten am eigenen Platz in Destel haben den Verein (und seine Gastmannschaften) zum Umzug gezwungen. Doch auch im Ausweichquartier in Pr. Oldendorf läuft es für die Stemweder sehr gut.

Bereits nach den Einzeln war die Partie gegen die Gäste aus Sennestadt entschieden, obwohl der 4:0-Zwischenstand klarer ausfiel als der Verlauf der Matches. Dieter Wittkötter (6:0/ 6:1) und Rolf Albers (6:0/ 6:2) gewannen im Schnelldurchgang, doch Ewald Mosel und Heinz-Günter Vogt standen bei ihren Siegen wesentlich länger auf dem Platz. Mosel gab den ersten Satz mit 1:6 ab. „Wegen der Verletzung war ich im Kopf blockiert“, so Destels Nummer eins. Umso bemerkenswerter wie sich der 69-Jährige in sein Match zurückkämpfte. Den zweiten Satz holte sich Mosel mit 7:5, im folgenden Match-Tiebreak lag er schnell 0:4 hinten, schaffte aber ein weiteres Comeback und triumphierte mit 10:5.

Auch auf dem Nebenplatz musste der dritte Satz entscheiden. Bis dahin hatten sich Heinz-Günter Vogt und sein Kontrahent beim 5:7 und 7:5 ein zähes Ringen geliefert. Mehr Reserven hatte Destels Mannschaftsführer, der sich im Match-Tiebreak deutlich mit 10:2 behauptete und für das 4:0 sorgte.

Auch die in den Doppeln „eingewechselten“ Günter Lange (6:2 und 6:0 mit Dieter Wittkötter) und Manfred Rullkötter an der Seite von Vogt (6:3, 2:3, Aufgabe der Gegner) konnten noch zum Mannschaftserfolg beitragen. Ihre „Weiße Weste“ nehmen die Desteler nun mit ins nächste Spiel am Mittwoch, 27. Mai, beim TuS Westfalia Vorhelm. Dort möchte der TC Destel dem Aufstieg ein weiteres Stück näher kommen.

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